Kurz vor dem heiklen Handelsgipfel zwischen den USA und China spitzen sich die globalen Spannungen zu – während Trump auf Einigung mit Xi hofft, legt er sich zeitgleich mit Kanada und der Autoindustrie an.
Kurz vor dem geplanten Treffen zwischen Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Südkorea herrscht vorsichtiger Optimismus: Beide Seiten wollen den festgefahrenen Handelsstreit beilegen. Während Trump ein Abkommen in Aussicht stellt, droht er zugleich mit neuen Strafzöllen von bis zu 100 Prozent, sollte es keine Einigung geben.
Auch Peking zeigt sich zuversichtlich. Handelsminister Wang Wentao betonte, Dialog und Zusammenarbeit seien „die einzig richtige Wahl“ für China und die USA. Die fünfte Verhandlungsrunde soll am Wochenende in Malaysia stattfinden – kurz bevor Trump und Xi sich persönlich treffen. Themen dürften die US-Beschränkungen für Chipexporte, Chinas Exportkontrollen bei Seltenen Erden und die eingestellten Sojabohnenkäufe sein.
Währenddessen eskaliert der Konflikt mit Kanada: Trump brach die laufenden Handelsgespräche ab, nachdem Ontario eine Werbekampagne mit der Stimme des verstorbenen US-Präsidenten Ronald Reagan veröffentlicht hatte – ohne Genehmigung. Der Präsident sprach von einem „ungeheuerlichen Verhalten“ Kanadas und warf dem Nachbarland vor, US-Richter beeinflussen zu wollen.
Als Reaktion kündigte Kanada an, die zollfreien Importkontingente für General Motors und Stellantis drastisch zu kürzen. GM verliert 24 Prozent, Stellantis sogar die Hälfte seiner bisherigen Freimengen. Grund: Beide Hersteller hätten ihre Produktionszusagen in Kanada nicht erfüllt. Das Finanzministerium in Ottawa erklärte, man erwarte, dass die Unternehmen „ihre Verpflichtungen gegenüber Kanada und den Arbeitnehmern einhalten“.




