
Shopify Aktienanalyse: Der Everyone-Onlineshop für einen 5 Billionen US-Dollar-Markt
Vom Snowboardshop zum Milliardengeschäft. Der Koblenzer Tobias Lütke hatte 2004 ein Problem, das er zu einem Milliardengeschäft der Zukunft machte. Er fand kein Tool, um sich einen eigenen Onlineshop für seine Snowboards aufzubauen. Innerhalb von zwei Jahren entwickelte dies der gelernte Programmierer selbst und startete 2006 mit Shopify in Kanada.
Shopify Aktie und Aktienanalyse
- Hauptsitz
- Ottawa, Kanada :flag-ca:
- Kurs
- 530 USD, 486 EUR
- Ausstehende Aktien
- 127,4 Mio.
- Marktkapitalisierung
- 67,5 Mrd. USD
- Enterprise Value
- 60,9 Mrd. USD
- Nettoliquidität
- 6,6 Mrd. USD
- Bruttomarge
- 53,8 %
- EBIT-Marge
- 5,8 %
- Gewinnmarge
- 63,2 %
- Free Cash Flow-Rendite
- 0,7 %
- Dividendenrendite
- —
- Datum
- 11.03.2022
Shopify Aktienanalyse
Vom Snowboardshop zum Milliardengeschäft. Der Koblenzer Tobias Lütke hatte 2004 ein Problem, das er zu einem Milliardengeschäft der Zukunft machte. Er fand kein Tool, um sich einen eigenen Onlineshop für seine Snowboards aufzubauen. Innerhalb von zwei Jahren entwickelte dies der gelernte Programmierer selbst und startete 2006 mit Shopify in Kanada.
7 Billionen USD adressierbarer Markt bis 2025. Immer mehr Einzelhandelsumsätze verlagern sich ins Netz. Bis 2025 sollen es weltweit bis zu 7 Billion USD werden. Shopify stellt für diese Umsätze die Infrastruktur bereit.
Eine Plattform mit 8.000 Apps und 40.000 Partnern. Die Shopifyplattform ist das weltweit beste Tool, um einfach und schnell einen individuellen Onlineshop zu erstellen. Deshalb ziehen viele junge Unternehmen die Plattform vor. Shopify profitiert dann stark davon, wenn diese Unternehmen zusammen mit Shopify wachsen.
65 % Rendite pro Jahr seit dem IPO. Seitdem Shopify 2015 für 17 USD an die Börse ging, hat sich die Aktie mehr als verdreißigfacht. Jetzt ist sie seit dem Hoch von fast 1.700 USD um über 60 % gefallen. Ob das jetzt ein günstiger Einstiegspunkt ist, erfährst du in dieser Analyse.
1Geschäftsmodell von Shopify
1.1Unternehmensgeschichte: Ein Snowboardshop wird die Blaupause für ein Milliardengeschäft

- 2006Shopify wird gegründet. Der deutsche Programmierer Tobias Lütke ist nach Kanada ausgewandert. Er will dort Snowboards übers Internet verkaufen. Dabei merkt er, dass er den gesamten Onlineshop dafür selbst programmieren muss. Eine Hürde, die viele Menschen davon abhält, etwas im Internet zu verkaufen. Deshalb programmiert er einen Baukasten für Onlineshops, der 2006 unter dem Namen Shopify startet.
- 2013Shopify Payments wird vorgestellt. Im Laufe der Jahre hat Shopify sich schnell weiterentwickelt. Nachdem sie es möglich machten, den Onlineshop ganz persönlich zu gestalten und auch auf mobilen Endgeräten steuern zu können, folgte 2013 eine der wichtigsten Einführungen: Shopify Payments. Mit dem System konnten Shopbetreiber Kreditkarten akzeptieren ohne über Drittanbieter gehen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt macht Shopify 9 Mio. USD Umsatz.
- 2017Shopify geht an die Börse. Mit einem Wert von 17 USD pro Aktie sammelt Shopify am 14. April 2015 150 Mio. USD ein. Damals bei einer Bewertung von unter 2 Mrd. USD. Im gleichen Jahr führen sie ein Bezahlsystem für physische Händler ein, mit dem sie digitale Zahlungen entgegennehmen können. Damit lässt sich der physische Handel leichter mit dem digitalen verknüpfen.
- HeuteÜber 1,7 Mio. Shops laufen weltweit über Shopify. Was eigentlich ein Onlineshop für Snowboards werden sollte, ist mittlerweile eine Plattform, auf der jährlich Waren im Wert von über 175 Mrd. USD in 175 Ländern verkauft werden. Der Gründer „Tobi“ Lütke ist immer noch CEO und treibt das Wachstum weiter voran. Gerade konnte Shopify die Gewinnschwelle übertreten und wächst immer noch mit über 30 % pro Jahr.
1.2Mission: E-Commerce besser machen — für alle Beteiligten

E-Commerce besser machen — für alle Beteiligten
Die Mission von Shopify bezieht sich auf genau das Problem, das Gründer Lütke 2008 hatte: E-Commerce zu nutzen, war unglaublich unangenehm. Sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer. Wer seinen eigenen Onlineshop eröffnen wollte, der musste sich seine eigene Website programmieren. Für Käufer war das Shoppingerlebnis oft ein Albtraum.
Shopify hat sich zur Mission gemacht, die Zukunft des Einzelhandels so zu gestalten, wie sie sein sollte. Einfach und benutzerfreundlich für alle.
1.3Management: Tobias 'Tobi' Lütke führt Shopify seit der Gründung

Tobias „Tobi“ Lütke ist Gründer und CEO von Shopify. Mittlerweile ist der 41-jährige mit Shopify zum Milliardär geworden. Dabei ist seine Laufbahn so gar nicht typisch für den CEO eines milliardenschweren Tech-Unternehmens.
Lütke hat nach seinem Realschulabschluss die Schule verlassen, um Informatiker zu werden. Laut eigenen Angaben war er ein „miserabler Schüler“. Er startete seine Ausbildung bei einem Tochterunternehmen der Siemens AG und wanderte schließlich 2002 nach Kanada aus.
Mittlerweile beläuft sich sein Vermögen auf über 6 Mrd. USD. Dass er damals aus einer Not heraus ein eigenes Tool programmiert hat, um Onlineshops für jeden möglich zu machen, hat sich gelohnt. Doch er führt das Unternehmen noch immer an.
Dass er keine theoretische Managementausbildung hat, stört bisher nicht. Bisher konnte Shopify aber auch einfach durch den Megatrend der Digitalisierung wachsen. Wenn das Unternehmen in wirklich schwierige Fahrwasser kommen sollte, wird sich zeigen, ob Lütke den Aufgaben gewachsen sein wird. Wir sind erstmal optimistisch, da er besser über Shopify Bescheid weiß als jeder externe Manager.
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