Infineon Aktienanalyse: Der Schaufelverkäufer der Elektromobilität und eines modernen Lebens
Aktienanalyse

Infineon Aktienanalyse: Der Schaufelverkäufer der Elektromobilität und eines modernen Lebens

Chips sind der Grund, warum die Welt sich dreht. In unserer Welt ist die IT-Branche entscheidend für viele Bereiche unseres Lebens. Wir nutzen Smartphones, schauen Fernsehen und fahren Auto. Alle diese Bereiche sind mittlerweile zum Teil digitalisiert. Es ist kaum möglich, ohne Halbleiterprodukte durch das Leben zu kommen. Der Markt ist gewaltig und wächst weiterhin in hohem Tempo.

Infineon Aktie und Aktienanalyse

Hauptsitz
Neubiberg (Bayern), Deutschland
Kurs
26,70 EUR
Ausstehende Aktien
1.303 Mio.
Marktkapitalisierung
34,8 Mrd. EUR
Enterprise Value
37,8 Mrd. EUR
Nettoverschuldung
3,0 Mrd. EUR
Bruttomarge
38,5 %
EBIT-Marge
13,3 %
Gewinnmarge
10,6 %
Free Cash Flow-Rendite
5,2 %
Dividendenrendite
1,0 %
Datum
03.06.2022

Infineon Aktienanalyse

  • Chips sind der Grund, warum die Welt sich dreht. In unserer Welt ist die IT-Branche entscheidend für viele Bereiche unseres Lebens. Wir nutzen Smartphones, schauen Fernsehen und fahren Auto. Alle diese Bereiche sind mittlerweile zum Teil digitalisiert. Es ist kaum möglich, ohne Halbleiterprodukte durch das Leben zu kommen. Der Markt ist gewaltig und wächst weiterhin in hohem Tempo.

  • Infineon ist das hässliche Entlein der Chipbranche gewesen. Infineon ist eine ehemalige Siemens-Sparte, die an die Börse ging und mit vielen Problemen kämpfte. Vor 15 Jahren begann dann der dunkelste Zeitpunkt der Firmengeschichte. Durch verschiedene Fehlentscheidungen war Infineon nah an der Insolvenz und die Aktie ein Pennystock.

  • Heute Phönix aus der Asche. Infineon hat seine zweite Chance genutzt und einen beeindruckenden Turnaround erlebt. Die Aktie hat sich ver-70-facht seit dem Tief und das Unternehmen ist heute größer und profitabler als je zuvor. Infineon ist breit aufgestellt in Bereichen wie Mobilität, Internet of Things und Erneuerbare Energien. Heute ist Infineon unter den 10 umsatzstärksten Chipherstellern weltweit.

  • Schaufelverkäufer der E-Mobilität? Viele Investoren wollen in Elektroautos investieren. Infineon bietet hier einen spannenden Investment Case, denn sie beliefern 17 der 25 erfolgreichsten Elektroautos weltweit. Durch die Mobilität und neue komplexere Anwendungen entsteht ein gewaltiges Potential. Erfahre jetzt in dieser Analyse, wie Infineon in Zukunft auf den Markt reagiert und von den zukünftigen Entwicklungen aller Branchen profitieren wird.

1Geschäftsmodell von Infineon

1.1Unternehmensgeschichte: Eine Geschichte voller Krisen

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  • 1999
    Infineon kommt an die Börse. Infineon ist eine ehemalige Siemenssparte. Siemens war in einem großen Umstrukturierungsprozess und wollte sein Geschäft weniger zyklisch aufstellen. Deshalb gliederten sie Infineon in 1999 aus und brachten sie 2000 an die Börse. Zum wahrscheinlich schlechtesten Zeitpunkt: dem Höhepunkt der Dotcom-Blase. Infineon ging zu einem Kurs von 35 Euro je Aktie in den Handel. Die Aktie war so begehrt, dass sie denselben Tag noch über 60 Euro beendete. Davon konnte Infineon wenig halten. Die Aktie fiel bis 2003 auf unter 10 Euro.
  • 2007
    Die nächste Krise ruft. Infineon geht stark geschwächt aus der Dotcom-Blase hervor und die Chipbranche hat eine schlechte Phase. Das Unternehmen ist kontinuierlich unprofitabel. Ein Grund dafür ist das Geschäft mit Speichern gewesen. Speicherchips erlebten einen starken Preisverfall und Infineon sah sich gezwungen, seine Speicherchipsparte zu einer eigenständigen Firma auszugliedern, um das restliche, angeschlagene Geschäft zu schützen. Die neue Firma hieß Qimonda und ging auch 2006 an der NYSE an die Börse. Allerdings musste Qimonda bereits 2009 Insolvenz anmelden und Infineon konnte zuvor seine Anteile nicht verkaufen. Die Infineon-Aktie stürzte in der Finanzkrise auf einen Tiefpunkt von 38 Cent je Aktie und überlebte diese Phase.
  • Heute
    Der Phönix aus der Asche. Infineons Zeiten haben sich seit der Finanzkrise deutlich gebessert. Aus einem schwachen, austauschbaren Unternehmen wurde ein wichtiger Zulieferer für viele Zukunftsbranchen. Durch Wachstum und Übernahmen wie Cypress Semiconductor in 2019 ist Infineon mittlerweile einer der größten Chiphersteller der Welt geworden und konnte auch bei den Aktionären einiges gut machen. Die Aktie konnte ihre Dotcom-Verluste jedoch bisher nicht mehr gutmachen und liegt bisher bei 29 Euro je Aktie.

1.2Mission: Das nachhaltige Leben

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We make life easier, safer and greener
- Infineons Mission

Infineons Mission ist auf Deutsch übersetzt: „Wir machen das Leben einfacher, sicherer und grüner“. Infineons Ziel ist es, die Welt zu einem nachhaltigen Platz zu machen. Über Infineons Mikrochips werden viele Zukunftsthemen erst möglich. Digitalisierung, Elektromobilität, Erneuerbare Energien und Regelungssysteme funktionieren erst mit entsprechenden Chips und dank der Chips funktionieren sie immer besser. Genau hier sieht sich Infineon. Sie produzieren weltverbessernde Produkte und werden auch in Zukunft das tun.

Das Wort Infineon ist auch ein gutes Beispiel für die Mission, die Infineon verfolgt. Es setzt sich zusammen aus infinity (Englisch: Unendlichkeit) und aeon (Griechisch: Leben, Ewigkeit). Bei Infineon wurde uns damals erklärt, dass Infineon damit seine Nachhaltigkeit und Relevanz für das Leben herausstellt.

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1.3Management: Der langjährige Infineon-Mitarbeiter

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Jochen Hanebeck (54) ist seit 2022 der CEO von Infineon.

Jochen Hanebeck begann seine Karriere im Jahre 1988, als er an der RWTH Aachen Elektrotechnikingenieurwesen studierte und 1994 bei Siemens im Halbleiterbereich begann. Dort war er Prozessingenieur für das DRAM-Speichergeschäft. Das bedeutet, er war aktiv an der Realisierung von Arbeitsspeicher-Chips beteiligt. Nachdem Infineon sich entschied, dieses Segment an die Börse zu bringen, wurde er 1999 Teil der Infineon AG und dort direkter Assistent vom Vorstand für das operative Geschäft. Er leitete verschiedene operative Bereiche innerhalb von Infineon, wurde 2008 zum Manager der wichtigen Automobilsparte und 2016 der Vorstand für das operative Geschäft.

Seit er den Vorstandsposten übernahm, hat Infineon sehr starke Zeiten erlebt und sich zu einem großen profitablen Chiphersteller auf der Welt entwickelt. Er besitzt die richtigen Führungskompetenzen, um Infineons neue Ära erfolgreich einzuleiten. Gerade seine 28-jährige Erfahrung mit der Firma kommt ihm hierbei zu Gute. Infineon ist intern ein komplexer Konzern, da das Unternehmen sich nicht auf einzelne Produkte fokussiert, sondern tausende verschiedene Chips entwickelt und produziert. Hierdurch ist ein guter Überblick notwendig, um die Zukunftstrends erfolgreich zu erkennen und auszuführen. Damit bringt er die richtige Ausgangslage für den CEO-Posten mit und wird Infineons Kultur erfolgreich weiterführen.

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