Hypoport Aktienanalyse: Der Digitalisierer der deutschen Finanzbranche mit Duopol für digitale Baufinanzierungen
Aktienanalyse

Hypoport Aktienanalyse: Der Digitalisierer der deutschen Finanzbranche mit Duopol für digitale Baufinanzierungen

Die Finanzbranche ist groß und undigital. Banken und Versicherungen sind elementare Bereiche unserer Wirtschaft. Wir brauchen sie immer dann, wenn wir uns selbst etwas nicht leisten können. Allerdings sind die Finanzunternehmen in die Jahre gekommen. Sie sind aus einer Zeit, als es noch keine Computer oder das Internet gab. Deshalb sind sie erschreckend undigital und bieten noch viel Potential für die IT-Branche.

Hypoport Aktie und Aktienanalyse

Hauptsitz
Lübeck, Deutschland
Kurs
319 EUR
Ausstehende Aktien
6,3 Mio.
Marktkapitalisierung
2.070 Mio. EUR
Enterprise Value
2.219 Mio. EUR
Nettoverschuldung
149 Mio. EUR
Bruttomarge
55,9 %
EBIT-Marge
10,7 %
Gewinnmarge
6,8 %
Free Cash Flow-Rendite
1,3 %
Dividendenrendite
0,0 %
Datum
06.05.2022

Hypoport Aktienanalyse

  • Die Finanzbranche ist groß und undigital. Banken und Versicherungen sind elementare Bereiche unserer Wirtschaft. Wir brauchen sie immer dann, wenn wir uns selbst etwas nicht leisten können. Allerdings sind die Finanzunternehmen in die Jahre gekommen. Sie sind aus einer Zeit, als es noch keine Computer oder das Internet gab. Deshalb sind sie erschreckend undigital und bieten noch viel Potential für die IT-Branche.

  • Das Geschäft wird immer digitaler. In den letzten Jahren hat sich das geändert. Wir alle kennen die Vergleichsplattform Check24, wo man einfach Versicherungen abschließen kann. Es gibt solche Plattformen mittlerweile auch für Kredite. Das Geschäft mit Kreditplattformen wächst immer stärker, aber bisher läuft mehr als jeder zweite Kredit noch undigital ab.

  • Hypoport erobert die deutsche Finanzbranche. Hypoport ist das Unternehmen, welches die Software für die Finanzbranche entwickelt. Sie betreiben die Plattform Europace, die Deutschlands Marktführer unter den Kreditplattformen ist und seit Jahren stark wächst. Zu Hypoport gehören aber mittlerweile immer mehr führende Vermittlungsmarken, die aus Banken digitale Konzerne machen.

  • Hypoports Netzwerk wächst und die Aktie fällt. Die Hypoport-Aktie konnte in den letzten Jahren stark von Baufinanzierungen und einer IT-Wüste bei deutschen Fnanzunternehmen profitieren. Mittlerweile steht Hypoport 50 % unter seinem Hoch. Wir schauen uns in dieser Analyse an, ob die Aktie jetzt eine spannende Chance geworden ist oder man lieber noch warten sollte.

1Geschäftsmodell von Hypoport

1.1Unternehmensgeschichte: Die führende Kreditplattform mit Tradition

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  • 1954
    Die Dr. Klein & Co. AG entsteht. Kurt Klein und Heinrich Scheck starten gemeinsam eine Finanzberatung. Der Fokus bei Dr. Klein liegt auf Finanzierungen für den sozialen Wohnungsbau in Deutschland. Das Geschäftsmodell wird dabei kontinuierlich ausgeweitet. 1997 entwickeln sie sogar das Forward-Darlehen für den Wohnungsbau, bei dem man Zinsen für zukünftige Kredite absichert.
  • 1999
    Die Digitalisierung beginnt. Dr. Klein weitet das Geschäft weiter aus und geht in den Privatkundenbereich. Außerdem starten sie die Webseite www.vergleich.de, wo Kunden sehr einfach verschiedene Finanzangebote miteinander vergleichen können. Im selben Jahr wird auch Hypoport gegründet, die das Ziel haben, eine Internetplattform für Finanzen zu entwickeln (Europace).
  • 2001
    Dr. Klein und Hypoport fusionieren. Dr. Klein und Hypoport merken, dass sie beide in dieselbe Richtung wollen und gemeinsam am besten sind. Beide Firmen haben Interesse an IT und Finanzen und deshalb schließen sie sich zusammen. Ein Grund war unter anderem, dass Hypoports EUROPACE 2002 an den Markt gehen konnte und die beiden Unternehmen hierin eine große Chance sahen.
  • 2007
    Dr. Klein und Hypoport fusionieren. Dr. Klein und Hypoport merken, dass sie beide in dieselbe Richtung wollen und gemeinsam am besten sind. Beide Firmen haben Interesse an IT und Finanzen und deshalb schließen sie sich zusammen. Ein Grund war unter anderem, dass Hypoports EUROPACE 2002 an den Markt gehen konnte und die beiden Unternehmen hierin eine große Chance sahen.
  • 2017
    Hypoport steigt in die Versicherungsbranche ein. Hypoport übernimmt die Firmen Maklersoftware.com GmbH, Innosystems GmbH und IWM Software AG und baut so sein Geschäft im Bereich der Versicherungssoftware auf. Zum Unternehmen gehört jetzt ein eigenes Versicherungswirtschaftssegment.
  • Heute
    Hypoport ist einer der führenden Immobilienfinanzierer in Deutschland. Heute zählen zur Hypoport SE über 600 Dr. Klein-Berater in über 200 Filialen in Deutschland und Hypoport ist der Marktführer für Finanzplattformen in Deutschland im Bereich der Immobilienfinanzierung. Außerdem ist Hypoport in den MDAX aufgestiegen und konnte für seine Aktionäre seit dem Börsengang 22 % Rendite pro Jahr liefern.

1.2Mission: Die Finanzbranche digitalisieren

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Digitalisierung der Kredit-, Immobilien- & Versicherungswirtschaft
- Mission Hypoport

Hypoport ist zwar in der Finanzbranche verwurzelt, aber sie verstehen sich vor allem als IT-Firma mit dem Fokus auf Software für die Finanzbranche. Hypoport entwickelt Softwaresysteme für die Finanzbranche und dabei mit Fokus auf Kredite, Immobilien und Versicherungen. Viele Unternehmen in der Branche arbeiten noch mit veralteten Strukturen und können damit ihr Potential nicht realisieren. Viele Anträge werden in manueller Arbeit bearbeitet und dadurch geht viel Zeit verloren für wichtige Aufgaben wie Kundenbetreuung und neue Kunden.

Hier hilft Hypoport mit seiner Plattform aus. Sie sind der IT-Partner der deutschen Finanzunternehmen. Sie besitzen moderne Plattformen, die aus einer Bank ein digitalisiertes Finanzunternehmen machen. So können die Banken einfacher und mehr Kredite vergeben als früher und ihre Gewinne steigern.

1.3Management: CEO mit Skin in the game

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Ronald Slabke (49) ist der Gründer und CEO von Hypoport. Er hat von 1992 bis 1995 Betriebswirtschaftslehre an der Berufsakademie in Dresden studiert und als Kundenbetreuer bei der Westdeutschen ImmobilienBank angefangen. Anschließend wechselte er zu Dr. Klein und war dafür zuständig, das Privatkundengeschäft im Internet unter der Marke vergleich.de zu starten. 1999 kaufte er mit anderen Vorständen gemeinsam Dr. Klein auf und wurde zum CEO von Dr. Klein, um es anschließend mit Europace zu fusionieren und so die Hypoport AG zu schaffen.

Als CEO von Hypoport sorgte er dafür, dass Europace kontinuierlich weiterentwickelt wurde und Dr. Klein zu einem der führenden Makler für Privatkunden wurde. Außerdem internationalisierte er die Hypoport AG, sodass sie auch in den Niederlanden einer der führenden Anbieter für Finanzsoftware wurde. Mittlerweile ist er vor allem auf das Kredit- und Immobiliengeschäft von Hypoport fokussiert. Sein Fokus liegt vor allem auf Banken, um sie technologisch auszurüsten und ihre Vertriebskraft zu erhöhen.

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