
Datadog Aktienanalyse: Das wachende Auge der IT-Abteilung
Ein modernes Unternehmen benutzt diverse Softwareprodukte, um das Tagesgeschäft zu bewältigen. Über Slack wird mit dem Team kommuniziert, mit Outlook werden E-Mails an Partner und Kunden verschickt, immer häufiger werden auch AI-Tools angewandt. Zudem läuft fast alles über die Cloud. Jedes einzelne Stück Software macht den Job der IT-Abteilung komplizierter und Sicherheit wird zu einem echten Problem. Wer hat welche Logindaten? Wer kann auf die Kundendaten zugreifen? Datadog verspricht mit seiner Plattform die Lösung dieser Probleme. Der Konzern positioniert sich als #1Tool des ITlers und vereint Überwachung mit Instandhaltung, um Infrastruktur so zuverlässig wie möglich zu machen. Ob sich dahinter ein zukunftssicheres Geschäftsmodell versteckt und die Datadog Aktie interessant für langfristige Anleger ist, prüfen wir in dieser Analyse.
Datadog Aktie und Aktienanalyse
- Hauptsitz
- New York, USA
- Kurs
- 105 EUR / 112 USD
- Ausstehende Aktien
- 315,14 Mio.
- Marktkapitalisierung
- 35,87 Mrd. USD
- EBIT-Marge 2022
- -3,5 %
- Free Cash Flow Rendite 2022
- –
- Eigenkapitalrendite
- -2,13 %
- Datum
- 28.07.2023
Datadog Aktienanalyse
Datadog produziert neue Insights.Die Software des Konzerns ist extrem umfassend und soll diverse Formen der Nutzer- und Datenanalyse ermöglichen. Alles, was mit IT zu tun hat, kann in der Databook-Plattform eingesehen werden. Dies veröffentlicht neue Möglichkeiten in Bezug auf die Optimierung von Nutzung und Sicherheit. Datadog bietet damit ein einzigartiges Produkt.
Datadog ist noch ein Börsenneuling. Der Konzern listete erst 2019 an der Nasdaq und reihte sich damals in eine Reihe erfolgreicher IPOs ein, neben Zoom, Crowdstrike und Slack. Der Konzern konnte seitdem seine Umsätze fast verfünffachen. In den nächsten Jahren soll das Wachstum weiter über der 25 %-Marke liegen und 2023 könnte das erste profitable Jahr für den Konzern werden.
SaaS-Unternehmen wurden in der Krise abgestraft. Sowie seine IPO-Geschwister und viele weitere noch unprofitable Technologieunternehmen erlebte Datadog einen rasanten Kursverfall nach Ende der ersten Corona-Rallye und Beginn der Hochzinsphase. Die Aktie verlor zwei Drittel ihres Werts vom Höchststand bei fast 200 USD Ende 2021. Im laufenden Jahr erging es Technologiewerten jedoch wieder hervorragend und aktuell steht Datadog mehr als 50 % im Plus. Ob der Konzern auch unabhängig von diesen kurzfristigen Marktschwankungen Potenzial hat, werden wir heute gemeinsam mit euch erschließen.

1Geschäftsmodell
1.1Unternehmensgeschichte:
- 2010Gründung. Datadog wird ohne Unterstützung von Risikokapitalgebern in New York gegründet. Die Gründer Olivier Pomel (heutiger CEO) und Alexis Lê-Quôc (heutiger CTO) hatten bereits gemeinsame Arbeitserfahrung bei einem anderen Unternehmen, Wireless Generation, im SaaS-Geschäft gesammelt. Ihre Abteilungen, Developement und Operations, funktionierten nicht gut zusammen, weswegen sie das Potenzial für ihr Produkt zur Harmonisierung der Zusammenarbeit erkennen. Zudem beginnt der Cloudtrend Fahrt aufzunehmen. Zunächst gestaltet es sich jedoch schwierig, Kapitalgeber zu finden.
- 2012Produktstart. Nach zwei Jahren der Entwicklung und des Kampfes um mehr Kapital geht Datadog als Produkt an den Markt. Nachdem das junge Start-up ein Jahr lang ohne externe Geldgeber ausgekommen ist und harte Überzeugungsarbeit bei Investoren leisten musste, wird das Produkt direkt zum vollen Erfolg. Erst jetzt erhält Datadog signifikantes Investment. Die Plattform beginnt nur mit dem Kernprodukt, dem System Monitoring selbst, wird aber schnell ausgebaut.
- 2019Börsengang. Ende des Jahres geht Datadog an die Börse. Die Bewertung liegt zum Börsenstart bei mehr als 7 Milliarden US-Dollar. Der Konzern lehnt kurz vor dem IPO ein Übernahmeangebot des Cybersecurity-Giganten Cisco ab. Das Potenzial zur Wertsteigerung soll größer sein. Die Erwartung bewahrheitet sich und der Börsengang wird zum vollen Erfolg, mit einer Unternehmensbewertung von mehr als 10 Milliarden US-Dollar nach einer Woche. Gegenüber nur 150 Millionen in aufgenommenem Risikokapital eine massive Wertsteigerung. In etwa alle zwei Jahre wird eine neue Sparte zum Produktportfolio hinzugefügt.
- HeuteWachstum. In den letzten 10 Jahren hat Datadog einen rasanten Aufstieg erlebt. Der Cloudtrend wurde von Anfang an mitbegeleitet und lieferte stetig neue Kunden. In den nächsten Jahren soll das Wachstum zwar abflachen, aber das Potenzial ist weiterhin groß. Der Konzern fokussiert sich voll und ganz darauf, weitere Marktanteile einzunehmen.
1.2Mission: Kulturwandel

Datadog wurde mit dem Ziel gegründet, die Barriere zwischen Entwicklern und Administratoren zu durchbrechen. Der Konzern benutzt hier den Begriff der "Silos", in sich geschlossener und abgeschotteter Gruppen von Mitarbeitern (Dev und Ops), die nicht effektiv kommunizieren und zusammenarbeiten können. Dies ist sowohl kulturell als auch praktisch durch den schwierigen Informationsaustausch zwischen diesen Abteilungen bedingt.
Datadog arbeitet seit Tag 1 daran, diese Barriere zu durchbrechen. Die Gründer wussten aus eigener Erfahrung, wie groß das Problem ist. Der erste Schritt dazu war die Zentralisierung und Vereinheitlichung von Daten. Bis heute hat der Konzern allerdings Produkt auf Produkt gestapelt und weiter ausgebaut, um Unternehmen die Optimierung ihrer Prozesse zu erlauben.
Aus dieser Mission ergeben sich vier Vorteile, die für Kunden gewährleistet werden sollen:
Datadog möchte Lösungen für echte Probleme bauen.Die Tools des Unternehmens sollen benutzerfreundlich sein und die Arbeit erleichtern, nicht behindern. Das Unternehmen fokussiert sich darauf, Mehrwert so schnell wie möglich beim Kunden zu generieren.
1.3Management: 13 Jahre gründergeführt
Bis heute stehen die Gründer Olivier Pomel und Alexis Lê-Quôc an der Spitze ihres Unternehmens.Als CEO und CTO sind sie fokussiert auf die Umsetzung der Mission von Datadog. Die Gründung und Entwicklung des Unternehmens hat sie zu Milliardären gemacht.

Olivier Pomel ist CEO von Datadog.Vor Datadog arbeitete er wie sein Mitgründer bei Wireless Communication. Dort entwickelter er sein Team aus Entwicklern auf knapp 100 Mitglieder und sammelte so umfassende Erfahrung in einer technischen Führungsposition. Ursprünglich war Pomel selbst Entwickler und arbeite bei diversen Start-ups und zu Beginn seiner Karriere auch bei IBM. Der gebürtige Franzose besucht die CentraleSupélec in Gif-sur-Yvette in Frankreich. Er hält zudem einen Master in Computer Science von der Ecole Centrale Paris, genauso wie sein Mitgründer.
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