D-Wave Quantum stärkt Position durch Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen US-Dollar
- D-Wave Quantum übernimmt Quantum Circuits für 550 Millionen US-Dollar.
- Die Übernahme soll den Weg zu kommerziellen, gate-basierten Quantencomputern ebnen.
Mit einem milliardenschweren Zukauf erweitert D-Wave Quantum seine technologische Basis. Die Übernahme des US-Start-ups Quantum Circuits soll das Unternehmen strategisch neu positionieren und den Weg zu kommerziellen, gate-basierten Quantencomputern ebnen.
D-Wave Quantum hat die Akquisition von Quantum Circuits für 550 Millionen US-Dollar bekanntgegeben. 300 Millionen US-Dollar werden in Aktien bezahlt, 250 Millionen US-Dollar fließen in bar. Die Transaktion wurde am 7. Januar 2026 offiziell kommuniziert.
Der Zukauf erweitert D-Waves Profil deutlich. Quantum Circuits bringt supraleitende, fehlerkorrigierende Gate-Modell-Architekturen ein, entscheidend für universell einsetzbare Quantencomputer, die komplexe Fragestellungen bearbeiten können.
D-Wave-CEO Alan Baratz erklärte, die Kombination beider Technologien ermögliche es, künftig alle zentralen Architekturansätze der Quanteninformatik abzudecken. Geplant ist, bereits 2026 skalierbare, fehlerkorrigierte Gate-Modelle anzubieten.
Ein zentraler Bestandteil der Übernahme ist der personelle Zugewinn. Führende Wissenschaftler von Quantum Circuits, darunter Yale-Professor Rob Schoelkopf, wechseln zu D-Wave. Ein neues Forschungszentrum in New Haven, Connecticut, ist geplant.
Branchenexperten werten den Deal als wichtigen Schritt in einem kompetitiven Markt. D-Wave könnte künftig direkter mit IBM oder Google konkurrieren, die ebenfalls auf gate-basierte Quantencomputer setzen.
Trotz der strategischen Bedeutung fiel die Marktreaktion negativ aus. Die Aktie von D-Wave Quantum schloss mit einem Minus von 3,42 Prozent bei 30,20 US-Dollar. Im vorbörslichen Handel am Folgetag gab der Kurs weiter nach.
Der neue Meilenstein ist gesetzt, doch an der Börse überwiegt vorerst die Vorsicht. Ob sich der Quantum-Coup langfristig auszahlt, zeigt sich erst mit Fortschritten bei marktreifen Gate-Systemen.