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Börsenlexikon

OLG

OLG steht für Oberlandesgericht. Es handelt sich hierbei um ein Gericht der zweiten Instanz, das in Deutschland seinen Sitz in verschiedenen Bundesländern hat. Das OLG ist Teil des dreistufigen Gerichtssystems in Deutschland, das aus Amtsgerichten, Landgerichten und Oberlandesgerichten besteht.

Das Oberlandesgericht ist für die Berufung von Entscheidungen der Landgerichte zuständig. Es überprüft die Urteile und Beschlüsse der Landgerichte auf Rechtsfehler und entscheidet in zweiter Instanz über Rechtsstreitigkeiten des Zivil- und Strafrechts. Darüber hinaus ist das OLG auch zuständig für bestimmte Verfahren des Familiengerichts, wie zum Beispiel Scheidungen oder Sorgerechtsangelegenheiten.

Ein Verfahren vor dem OLG beginnt meist mit der Einlegung einer Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts. Die Berufungsschrift muss innerhalb einer bestimmten Frist beim OLG eingereicht werden und die Rechtsfehler, die dem Landgericht vorgeworfen werden, darlegen. Anschließend prüft das OLG die Zulässigkeit der Berufung und entscheidet darüber, ob das Verfahren vor ihm weitergeführt wird.

Das OLG besteht in der Regel aus einem Senat, der aus drei Berufsrichtern besteht. Diese Richter haben Rechtswissenschaften studiert und verfügen über langjährige juristische Erfahrung. In einigen Fällen kann der Senat auch aus mehreren Richtern bestehen, besonders bei komplexen Rechtsfragen.

Die Entscheidungen des OLG sind rechtskräftig und können nur noch durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.

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