Ein Wertpapierdepot ist dein Konto für Aktien, ETFs und Fonds. Erfahre, worauf du bei der Brokerwahl achten solltest, wie du ein Depot eröffnest und welche Fehler du vermeiden kannst.
Was ist ein Wertpapierdepot?
Ein Wertpapierdepot ist dein persönliches Konto für Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen. Ohne Depot kannst du keine Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Es ist die Grundvoraussetzung, um an der Börse zu investieren.
Wichtig: Deine Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen. Das bedeutet: Selbst wenn dein Broker insolvent geht, gehören dir deine Aktien und ETFs weiterhin. Sie sind rechtlich geschützt und werden nicht Teil der Insolvenzmasse.
Online-Broker vs. Hausbank
Grundsätzlich kannst du ein Depot bei deiner Hausbank (z. B. Sparkasse, Volksbank) oder bei einem Online-Broker eröffnen. Der Unterschied liegt vor allem in den Kosten:
Hausbank: Depotgebühren von 20–50 € pro Jahr. Ordergebühren von 5–15 € pro Trade. Persönliche Beratung.
Online-Broker: Depotführung kostenlos. Ordergebühren von 0–1 € pro Trade. Kein persönlicher Berater.
Neobroker: Trade Republic, Scalable Capital — die günstigsten Anbieter mit App-fokussiertem Erlebnis.
Die besten Broker für Anfänger
Trade Republic
Der beliebteste Neobroker Deutschlands. Einfache App, kostenlose ETF-Sparpläne, 1 € pro Trade. Ideal für Einsteiger, die eine intuitive Oberfläche wünschen.
Scalable Capital
Bietet ein Free-Modell (0,99 € pro Trade) und ein Prime-Modell (Flatrate 2,99 €/Monat für unbegrenzte Trades). Große ETF-Auswahl, auch als Desktop-Version.
ING
Die größte Direktbank Deutschlands. Kostenloses Depot, kostenlose ETF-Sparpläne ab 1 €. Ideal, wenn du Depot und Girokonto bei einer Bank haben möchtest.
Depot eröffnen: Schritt für Schritt
Broker auswählen: Vergleiche Kosten, ETF-Auswahl und Benutzerfreundlichkeit.
Registrierung: Name, Adresse, Geburtsdatum, Steuer-ID und Bankverbindung angeben.
Identitätsverifikation: Per Video-Ident (5 Minuten) oder Post-Ident.
Depot aktiviert: Nach 1–3 Werktagen ist dein Depot freigeschaltet.
Geld überweisen: Überweise deinen Startbetrag auf das Verrechnungskonto.
Erste Investition: Kaufe deinen ersten ETF oder richte einen Sparplan ein.
Worauf du bei der Brokerwahl achten solltest
Depotgebühren: Sollten bei Online-Brokern 0 € betragen.
Ordergebühren: Je niedriger, desto besser. 0–1 € pro Trade ist der aktuelle Standard.
ETF-Sparplan-Auswahl: Mindestens 500+ sparplanfähige ETFs.
Handelsplätze: Zugang zu gettex, Xetra oder Tradegate ist wichtig.
Einlagensicherung: Dein Geld auf dem Verrechnungskonto ist bis 100.000 € gesichert.
Steuern: Deutsche Broker führen die Abgeltungssteuer automatisch ab. Bei ausländischen Brokern musst du selbst eine Steuererklärung machen.
Fazit
Ein Depot zu eröffnen dauert heute nur wenige Minuten und ist bei den meisten Brokern kostenlos. Es ist der erste und wichtigste Schritt auf deinem Weg zum Investor. Wähle einen günstigen Online-Broker, richte einen ETF-Sparplan ein — und lass dein Geld für dich arbeiten.

