
Ørsted Aktienanalyse: Die #1 für Offshore-Windparks aus Dänemark mit 20 % Rendite pro Jahr seit IPO
Ørsted ist die weltweite #1 für Offshore-Windparks. Das dänische Unternehmen wurde ursprünglich in den 70er Jahren von Dänemark gegründet, um die Ölkrise zu überwinden, die zur Energieknappheit im Land geführt hat. Jahrelang verwaltete Ørsted die Öl- und Gasvorkommen vor der dänischen Küste und ist auch heute noch der größte Energieversorger für Dänemark.
Ørsted Aktie und Aktienanalyse
- Hauptsitz
- Fredericia, Dänemark
- Kurs
- 703 DKK = 94 EUR
- Ausstehende Aktien
- 420,2 Mio.
- Marktkapitalisierung
- 303,8 Mrd. DKK
- Enterprise Value
- 331,2 Mrd. DKK
- Nettoverschuldung
- 27,4 Mrd. DKK
- Bruttomarge
- 31,6 %
- EBIT-Marge
- 20,9 %
- Gewinnmarge
- 14,1 %
- Free Cash Flow-Rendite
- -7,4 %
- Dividendenrendite
- 1,9 %
- Datum
- 24.06.2022
Ørsted Aktienanalyse
Ørsted ist die weltweite #1 für Offshore-Windparks. Das dänische Unternehmen wurde ursprünglich in den 70er Jahren von Dänemark gegründet, um die Ölkrise zu überwinden, die zur Energieknappheit im Land geführt hat. Jahrelang verwaltete Ørsted die Öl- und Gasvorkommen vor der dänischen Küste und ist auch heute noch der größte Energieversorger für Dänemark.
Mittlerweile hat Ørsted fossilen Brennstoffen aber den Rücken gekehrt. 90 % der bereitgestellten Energie kommen aus erneuerbaren Quellen. Vor allem aus der Windenergie. Ørsted hat schon in den 90er Jahren damit begonnen, Windparks vor der Küste Dänemarks zu testen und konnte sich so früh einen Platz in der Industrie sichern.
Amazon, TSMC, BASF, Google und viele weitere Firmen sind Kunden. Mittlerweile konnte Ørsted vor allem in Deutschland und Großbritannien Großunternehmen als Stromabnehmer gewinnen. Vor allem der Onshore-Bereich wird immer beliebter, da die Parks günstiger sind und das Terrain leichter zugänglich ist. Bis 2030 will man 40 % des erzeugten Stroms aus den Onshore-Parks gewinnen.
22 % Rendite pro Jahr seit Börsengang. Ørsted ist erst seit 2016 an der Börse. Vorher war es ein staatliches Unternehmen. Aktuell hält Dänemark immer noch 50,1 % und damit die Mehrheit der Anteile.
1Geschäftsmodell von Ørsted
1.1Unternehmensgeschichte: Vom Retter der Ölkrise zum Marktführer bei Offshore-Windparks
- 1972Dansk Natural Gas wird von dem dänischen Königreich gegründet. Der Grund: die Ölkrise der 70er Jahre. Dänemark wollte unabhängiger von ausländischen Energieressourcen werden. Und da man selbst Gas- und Ölvorkommen in der Ostsee hat, beschloss man diese über Dansk Natural Gas in nutzbaren Strom umzuwandeln. Kurze Zeit später benannte sich das Unternehmen um in Dansk Olie og Naturgas oder kurz: DONG.
- 1991Die erste Offshore-Windanlage geht in Betrieb. 11 Windturbinen werden von DONG vor der dänischen Küste platziert. Der Windpark trägt den Namen Vindeby Offshore Wind Farm und ist ein Pilotprojekt, um die technische Umsetzbarkeit eines solchen Projektes zu verstehen. Die 11 Windturbinen wurden innerhalb von 11 Tagen auf Betonfundamente im seichten Wasser aufgestellt. Die anfängliche Skepsis über das Projekt verflog schnell, als man feststellte, dass die Turbinen im Wasser mehr Strom erzeugten als die an Land. Das Projekt war geglückt.
- 2006DONG übernimmt 5 dänische Energieunternehmen. Und steigt damit groß in das Geschäft mit Energie ein. Die Firmen Elsam, Energi E2, Nesa, Københavns Energi und Frederiksberg Forsyning werden Teil von DONG Energy. Der Namenszusatz Energy sollte der Beginn einer Transformation von einem reinen Gas- und Ölunternehmen hin zu einem Energieunternehmen markieren.
- 2008Die Transformation beginnt. DONG Energy legt fest, dass sie von einem Verhältnis von 85 % Energie aus Gas sowie Öl und 15 % aus erneuerbaren Quellen auf genau die gegenteilige Verteilung kommen wollen. Man investiert massiv in den Bau von Offshore-Windanlagen und baut die Kraftwerke vom Öl- und Gasbetrieb auf Biomasse um.
- 2016DONG Energy kommt an die Börse. Recht spät erst findet das dänische Unternehmen den Weg an die Börse. Mit einer Marktkapitalisierung von 98 Mrd. Dänischen Kronen (DKK) (etwa 13 Mrd. EUR) und einem Preis pro Aktie von 235 DKK ging DONG Energy am 26. Mai 2016 in Kopenhagen an die Börse. Ein Jahr später benennen sie sich um in Ørsted. Zu Ehren des dänischen Physikers Hans Christian Ørsted, der als erstes entdeckte, dass elektrische Ströme magnetische Felder erzeugen.
- HeuteØrsted ist Weltmarktführer bei Offshore-Windanlagen. Das Unternehmen betreibt Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 13 GW. Jetzt kommen auch immer mehr Onshore-Anlagen dazu. Jedes Jahr wird der Ausstoß von Treibhausgasen um etwa 27 % reduziert. Der Aktienkurs konnte seit 2016 um 20 % pro Jahr steigen — ohne Dividenden.
1.2Mission: Für eine grüne Welt

Let's create a world that runs entirely on green energy.
Die Mission von Ørsted ist so simpel wie direkt: „Lasst uns eine Welt erschaffen, die ausschließlich auf grüner Energie läuft.“ Es ist das Zugeständnis, 100 % CO2-neutral zu werden. Auf der Website von Ørsted wird in diesem Zusammenhang auch das 1,5 Grad-Ziel häufig genannt. Das wirkt toll. Wie ein Unternehmen, mit dem man den Planeten retten kann.
Allerdings ist es wie im echten Leben. Sagen kann jeder viel, aber Taten sprechen mehr als Worte. Deshalb sehen wir die Mission zu diesem Zeitpunkt noch mit vorsichtig kritischem Blick. Denn 100 % auf Erneuerbaren Energien läuft Ørsted noch nicht.
1.3Management: Mads Nipper ist CEO von Ørsted

Mads Nipper ist seit Januar 2021 CEO von Ørsted. Und damit erst seit einem guten Jahr dabei. Bevor er diesen Posten antrat, war er CEO von dem dänischen Pumpenhersteller Grundfos und 23 Jahre bei LEGO, zuletzt als Chief Marketing Officer. Er hat einen Master of Science in International Business von der Aarhus School of Business in Dänemark.
Für Ørsted hat er sich große Ziele gesetzt. Er will das Unternehmen noch aggressiver in Richtung Erneuerbare Energie transformieren und hat sich dafür konkrete Ziele gesetzt. Er scheint das Thema Energiewende in jedem Fall ernst zu nehmen. Er engagiert sich auch in verschiedenen Wirtschafts- und Regierungsforen. Er ist beispielsweise Teil der Alliance of CEO Climate Leaders des Weltwirtschaftsforums (WEF) und ist Co-Vorsitzender des Runden Tisches zur Wasserstoffproduktion im Rahmen der European Clean Hydrogen Alliance.
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