Nachkaufalarm: Fresenius Aktie kaufen? (WKN: 578560)
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Nachkaufalarm: Fresenius Aktie kaufen? (WKN: 578560)

1Was ist passiert?

Die Fresenius-Aktie hat sich in den letzten 10 Jahren äußerst positiv entwickelt. Das Unternehmen konnte stark wachsen. Umsatz, Gewinn und Dividende zogen massiv an.

In den letzten 12 Monaten schaute der Kursverlauf hingegen anders aus: Die Aktie hat kräftig nachgegeben. 2017 erreichte der Aktienkurs sein letztes Allzeithoch. Der Kurs stieg bis auf 80 EUR an. Aktuell notiert die Fresenius-Aktie nur noch bei 53 EUR. Das entspricht einem Kursrückgang von mehr als 33%. In diesem Nachkaufalarm beantworten wir die Frage, warum der Kurs gefallen ist. Außerdem geben wir unsere Einschätzung zur Aktie ab.

2Darum ist der Kurs gefallen

Wir führen den Kursverlust der Fresenius-Aktie auf mehrere Gründe zurück:

  1. Es gab an den Aktienmärkten eine kleine Korrektur. Dem Rückgang der Aktienkurse konnte sich kaum ein Unternehmen entziehen. Auch Fresenius nicht. Dieser Faktor alleine erklärt den Kursrückgang von mehr als 30% gegenüber dem Allzeithoch aber noch nicht vollständig.

  2. Das Erfolgsmodell Fresenius basiert auch auf Übernahmen. In der Vergangenheit zahlten sich die Übernahmen des Unternehmens meist aus. 2017 geriet eine der größten Übernahmen in der Unternehmensgeschichte aber außer Kontrolle. Fresenius wollte das US-amerikanische Unternehmen Akorn für 4,3 Mrd. USD übernehmen. Bei der Prüfung stoß Fresenius eigenen Angaben zufolge auf schwere Verstöße. Daher kündigte Fresenius die Übernahme wieder auf. Glück gehabt: Es ist kein Geld verloren gegangen. Jedoch verbleibt dennoch ein gewisser Schaden: Das Vertrauen in eine genaue Prüfung der Übernahmeziele hat gelitten. Ich persönlich bin aber zuversichtlich, dass Fresenius den Schuss gehört hat und künftig noch akribischer prüfen wird, bevor ein Übernahmeangebot vorgelegt wird.

  3. Die ebenfalls börsennotierte Tochter FMC, die hauptsächlich in den USA aktiv ist, hat am 16. Oktober 2018 eine Gewinnwarnung herausgegeben. Der Umsatz von FMC soll 2018 währungsbereinigt nun nur noch um 2-3% anstelle von 5-7% und der Gewinn um 11-12% anstelle von 13-15% ansteigen. FMC führt als Gründe hohe Kosten für einmalig auftretende Sonderfaktoren auf. Gleichzeitig stellt das Unternehmen klar, dass die Trends und Treiber des Wachstums intakt seien.

  4. Fresenius selbst veröffentlichte am 30. Oktober 2018 die Zahlen für das dritte Quartal. Diese haben einigen Marktteilnehmern nicht gefallen. Die Ziele für 2018 wurden leicht gesenkt. Daraufhin gab die Aktie nochmals deutlich ab.

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