Kaufenswerte Aktien im Oktober 2020: Blick auf die Watchlist
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Kaufenswerte Aktien im Oktober 2020: Blick auf die Watchlist

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1Welche Aktien sind im Oktober 2020 noch kaufenswert?

  • Die Börse ist weiter optimistisch und vorsichtig. Die Börse hat sich im September und Oktober etwas beruhigt, die Aktienkurse sind weiterhin peu á peu gestiegen. Der S&P500, DAX und vor allem der NASDAQ sind gestiegen, denn: Viele Unternehmen managen die Krise deutlich besser, als erwartet. Sie agieren flexibel und treffen größtenteils die richtigen Entscheidungen.

  • Flexible Gewinner. Es zeigt sich wieder einmal das Darwinsche Prinzip: Nicht die ältesten oder "cleversten" Unternehmen gewinnen, sondern die anpassungsfähigsten. Square, theTradeDesk, Microsoft und Amazon haben das hervorragend umgesetzt. Neben diesen typischen Gewinnern gibt es aber noch viele weitere Aktien, die auch noch günstig bewertet sind.

  • Strenger als je zuvor auf Qualität achten: Eine Möglichkeit besteht darin, noch strenger als je zuvor auf Qualitätsaktien zu setzen. Aktien, die selbst in diesem Umfeld satte Gewinne erwirtschaften. Nur weil der generelle Markt davonläuft, heißt das nicht, dass es keine preiswerten Einstiegsgelegenheiten mehr gibt. Auf AlleAktien.de haben wir bereits mehr als 400 Aktien ausführlich analysiert. Einige dieser Aktien erscheinen mir persönlich immer noch sehr preiswert bewertet. Im folgenden Artikel stelle ich dir diese Aktien der Reihe nach vor. Wir suchen die kaufenswerten Aktien im Oktober 2020 heraus.

  1. Besonders wertvoll: AlleAktien Premium Watchlist

  2. Anlagestrategie in Krisenzeiten

  3. Aktien von der AlleAktien-Watchlist
    Sektor: Energie

  4. Sektor: Finanzen

  5. Sektor: Gesundheit

  6. Sektor: Grundstoffe

  7. Sektor: Immobilien

  8. Sektor: Industrie

  9. Sektor: Nichtzyklischer Konsum

  10. Sektor: Technologie

  11. Sektor: Kommunikation

  12. Sektor: Versorger

  13. Sektor: Zyklischer Konsum

Aktien aus der Corona-Watchlist
Fazit

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4Besonders wertvoll: Die AlleAktien Watchlist

Wir verfügen über ein sehr wertvolles Asset. Die AlleAktien Watchlist. Auf dieser Watchlist findest du jederzeit alle bereits von uns analysierten Qualitätsaktien.

Zum Zeitpunkt der Analyse einer Aktie stimmt der Preis nicht immer. Die Aktie ist dann im Verhältnis zum Cashflow, den sie generiert, einfach zu teuer. Die Renditeerwartung ist zu niedrig. Doch auch in diesem Fall lohnt sich die Analyse. Denn danach wissen wir, ab welchem Kursniveau das Unternehmen kaufenswert wird. Also wandert die Aktie auf die Watchlist. Und wird ab sofort von uns beobachtet.

Die Erfahrung zeigt: Im Laufe der Jahre ist fast jedes Unternehmen irgendwann einmal preiswert zu haben. Dank der bereits erfolgten Analyse sind wir auf diesen Moment vorbereitet und können ihn zu unserem Vorteil ausnutzen. Bei mehr als 150 Aktien in der Watchlist gibt es immer ein paar, die gerade besonders preiswert sind. Und diese möchte ich jetzt für dich aufspüren.

Die kaufenswerten Aktien, sortiert nach Sektor

Bei mehr als 150 Aktien verliert man schnell den Überblick. Also teile ich die Aktien in die 11 offiziellen Sektoren ein. In der Watchlist heißt diese Spalte: "Sektor/Branche". Wir gehen nun Schritt für Schritt alle 11 Sektoren durch.

Aus jedem Sektor nenne ich dir 1-3 Aktien, die ich und wir persönlich derzeit am ehesten kaufen würden. Das bedeutet nicht, dass die anderen als "kaufenswert" eingestuften Aktien nun nicht mehr kaufenswert sind. Es bedeutet einfach nur, dass diese Aktien derzeit meine persönlichen Favoriten aus dem jeweiligen Sektor sind. Die Strategie ist dabei klar: Welche Aktien sind in 10 Jahren deutlich wertvoller als heute? Wir sind langfristige, ehrliche Investoren, keine Spekulanten.

Die Übersicht mit allen Aktien und Live-Aktienkursen findest du übrigens jederzeit unter https://www.alleaktien.de/watchlist

5Anlagestrategie in Krisenzeiten

Bevor es mit den 11 Sektoren losgeht, noch ein paar Worte zur generellen Anlagestrategie in Krisenzeiten. Diese unterscheidet sich nicht von der Anlage in "normalen Zeiten". Für eine erfolgreiche Anlage sind stets dieselben Faktoren verantwortlich:

  1. Ausreichend Zeit mitbringen: Nur Gelder investieren, auf die man einige Jahre lang verzichten kann - dann können vorübergehende Krisen und Kursrückgänge entspannt ausgesessen werden.

  2. Ausreichend diversifizieren: In Aktien aus vielen verschiedenen Sektoren investieren. In jeder Krise trifft es einige Sektoren besonders hart. Andere Sektoren profitieren sogar. Durch eine breite Mischung entwickelt sich das Vermögen deutlich stabiler.

  3. Auf Qualitätsaktien setzen: Vor dem Kauf genau überlegen, ob die jeweiligen Aktien zur eigenen Anlagestrategie passen. Ist die Bilanz gut genug? Glaubt man an die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells?

6Kaufenswerte Aktien aus der AlleAktien-Watchlist

6.1Sektor 1: Energie

  • Wachstum: Der Energiehunger der Welt wächst weiter, der Ölverbrauch nimmt um ca. 2% jährlich zu. Die Nachfrage nach Gas steigt stärker an. Irgendwann wird es einen Nachfrage-Peak geben. Dann wird die Nachfrage nach Öl ganz langsam zurückgehen. Das sehe ich aber noch viele Jahre entfernt.

  • Trend Erneuerbare Energie: Dieser Sektor war bislang von Öl- und Gasriesen dominiert, wir sehen aber einen starken Trend in Richtung nachhaltiger Energieträger.

  • Zyklisch: Ja, auf jeden Fall. Der Ölpreis schwankt ziemlich stark. Und damit auch die Gewinne und Aktienkurse der Unternehmen. Generell macht etwa Shell beim doppelten Ölpreis auch einen doppelten bis dreifachen Gewinn (Fixkosten intensives Geschäft aufgrund der Ölbohrinseln).

  • Burggräben: Förderstätten, an denen das Öl mit geringen Kosten aus dem Boden sprudelt. Infrastruktur zur Weiterverarbeitung und zum Verkauf des Öls (Raffinerien, Pipelines, Tankstellen) sind klare Burggräben.

  • Aktuelle Lage: Der Ölpreis ist massiv eingebrochen. Teilweise notierte er gar im negativen Bereich. Verrückt. Durch den weltweiten Shutdown ist die Nachfrage nach Öl viel stärker eingebrochen als die Produktion. Es kam zu einem weltweiten Überangebot, die Lager sind vollgelaufen. Der Preis ist solange gesunken, bis zahlreiche Produzenten die Produktion gestoppt haben. Nun haben sich die Staaten zusammengeschlossen und die Produktionsmenge künstlich gekappt. Der Ölpreis ist schon wieder auf 45 USD angestiegen.

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Shell und der Ölmarkt werden gerade neu analysiert. Der Artikel erscheint in den kommenden Tagen auf AlleAktien.de. Grundsätzlich kann man bei Shell aktuell ca. 8-10% Rendite erwarten, das Geschäft ist aber ziemlich zyklisch und der Markt hat kaum Wachstum (ca. 1% pro Jahr langfristig, was sogar unter der Inflation von 1,5% bis 2% liegt). Man lebt bei Shell also von der FCF-Rendite und den Dividenden. Shell ist hervorragend für Dividenden-Investoren, die auf eine hohe Dividende stehen. Dividendenwachstum ist allerdings eher wenig möglich. Bis zu diesem Jahr gab es in 74 Jahren keine Dividendenkürzung.

Wer einen starken Dividendenzahler sucht, der ist mit Shell gut dabei (5,4% Dividendenrendite) und Shell wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in 10 und 20 Jahren als Europas größter Energiekonzern noch weiterhin existieren.

6.2Sektor 2: Finanzen

Der Sektor "Finanzen" ist bei vielen Anlegern eher unbeliebt. Und das aus gutem Grund: Deutsche Bank, Commerzbank & Co. kennen seit 2008 nur eine Richtung: nach unten.

Die Abhängigkeit der europäischen Banken von der Konjunktur ist groß, die Bilanzen sind mit wenig Eigenkapital ausgestattet. Das Nullzinsumfeld der EZB lässt die Zinseinnahmen immer weiter sinken. Und dann ist da auch noch die Digitalisierung. In diesem Bereich tun sich die etablierten Banken mit ihren alten und trägen IT-Systemen gegen neue Wettbewerber erheblich schwer. Ein weiteres Problem: Sobald die Wirtschaft stottert, bekommt es die Branche zu spüren. Wenn Kredite ausfallen, haben die Banken mit hohen Abschreibungen zu kämpfen. Daher sollte man sehr wählerisch sein und vorsichtig agieren.

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PayPal ist und bleibt einer der größten Corona-Gewinner. Work from Home und Lockdown bedeuten: Wir bleiben zu Hause und bestellen alles online. Immer mehr mit PayPal, dabei ist PayPal noch relativ günstig bewertet. Zur Aktienanalyse ». Zugegeben ist PayPal aber eher ein Tech- als Finanzwert, daher eine zweite Aktie, die ich aktuell sehr günstig bewertet finde:

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JP Morgan Chase ist die US-Bank mit der solidesten Bilanz der Welt. Ein echter Finanzwert, und noch ein sehr gut aufgestellter dazu. Finanzwerte (Versicherer und Banken) schwanken in Krisen besonders stark, weil sie oft mit Kredit- und Zahlungsausfällen zu kämpfen haben. JP Morgan habe ich sehr ausführlich analysiert und ich bin von Jamie Dimon (dem CEO) genauso überzeugt wie vom Geschäftsmantra: "Wir vergeben nur Kredite an die allerkreditwürdigsten Privatpersonen und Firmen, zehntausende potentielle Kunden wurden bereits abgelehnt." Und genau das wird jetzt in der Krise zur Stärke. Aktuell 3,5% Dividendenrendite und ein KGV von nur 13 finde ich sehr sympathisch. Zur Aktienanalyse »

6.3Sektor 3: Gesundheit

  • Wachstum: Stärker als die generelle Wirtschaft, da der demographische Wandel immer mehr Behandlungen notwendig macht.

  • Zyklisch: Umsatz und Gewinn der Unternehmen sind relativ unabhängig vom Wirtschaftswachstum.

  • Burggräben: Patente, Innovationen, viele Kunden sind gebunden und greifen auf bewährte Medikamente und Materialien zurück.

  • Aktuelle Lage: Die Branche wächst stabil. Die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig ein gut funktionierendes Gesundheitssystem ist.

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Danaher ist für mich der stille Gewinner von Corona. Anleger stürzen sich wie wild auf die Pharmakonzerne, die hektisch einen Wirkstoff suchen. Danaher beliefert sie alle mit Laborausrüstung und Medizintechnik. Egal wer und wie viele Pharma-Unternehmen einen Wirkstoff finden und produzieren lassen: Danaher gewinnt in allen Fällen. Ein solider Anker in der Krise. Zur Danaher Aktienanalyse »

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Fresenius halte ich mit 10% Gewinnrendite und 3% langfristigem Wachstum ebenfalls für aktuell besonders kaufenswert. Das Umsatzwachstum ist langsam, aber intakt. Es liegt zwischen 3 und 7% pro Jahr in den nächsten Jahren. Aktuelles KGV ist 10,3 und das erwartete KGV2020 liegt sogar bei 9,5. Dazu kommt eine Dividendenrendite von 2,4% und ein Investment in ein deutsches Qualitätsunternehmen mit 9/10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore. Zur Fresenius Aktienanalyse »

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6.4Sektor 4: Grundstoffe

Grundstoffe sind Vorprodukte, aus denen im weiteren Verarbeitungsprozess Endprodukte hergestellt werden. Dieses Geschäft ist typischerweise etwas zyklisch und zudem "dreckig". Wenn Rohstoffe aus dem Boden geholt oder weiterverarbeitet werden, dann ist das eben ein lauter und energiefressender Prozess.

Dafür bekommt der Aktionär ein Eigentum an wertvollen und knappen Ressourcen und einen hohen Sachwert, der z.B. in Form von Produktionsanlagen existiert. In Tiefs kaufen, dann vom Aufschwung profitieren.

Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Aktien aus diesem Sektor derzeit in einem Tal befinden. Weltweit wurde die Produktion für einige Wochen angehalten. Das "Anfahren" der wirtschaftlichen Aktivitäten läuft langsam ab. Entsprechend stark ist die Nachfrage nach Grundstoffen gesunken. Wer einige Jahre Geduld mitbringt, kann derzeit tolle Schnäppchen schießen. Denn aufgrund der aktuell stark gesunkenen Kurse besteht ein enormes Kurspotential, wenn sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen wieder normalisiert.

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Air Liquide finde ich hier besonders spannend, denn: Air Liquide profitiert langfristig enorm vom Wasserstoff-Trend und vom Nachhaltige-Energien-Trend. Das gefällt mir sehr gut. Zur Air Liquide Aktienanalyse »

6.5Sektor 5: Immobilien

  • Wachstum: In etwa mit der Wirtschaft.

  • Zyklisch: Einige Gewerbeimmobilien werfen schwankende Mieteinnahmen ab, Wohnimmobilien erzielen hingegen sehr stabile Einnahmen.

  • Burggräben: Knappheit an Immobilien in guten Lagen sorgt für steigende Preise.

  • Aktuelle Lage: Die Branche ist der große Profiteur der niedrigen Zinsen. Dadurch sind die Zinskosten stark abgefallen und für die Aktionäre bleibt ein größerer Teil der Mieteinnahmen übrig. Weil es kaum noch Zinsanlagen mit Rendite gibt, weichen viele Investoren auf Immobilien und Immobilien-Aktien aus. Das hat zu starken Kurssteigerungen geführt.

Noch im Februar 2020 erschienen die meisten Aktien aus diesem Sektor für einen Neueinstieg zu teuer. Durch die Coronakrise hat sich die Lage geändert. Obwohl die Gesellschaften nach wie vor über dieselbe Immobiliensubstanz verfügen, gibt es die Unternehmen teilweise mit deutlichen Preisabschlägen zu erwerben.

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Realty Income.Realty Income ist ein amerikanischer REIT, der Gewerbeimmobilien an u.a. Apotheken, Tankstellen oder Fitnessstudios vermietet. Realty geht dabei besonders langfristig vor und gestaltet die Immobilie nach den Wünschen des Mieters und fixiert im Mietvertrag jährliche Mieterhöhungen. Das Geschäft ist sehr planbar und die Substanzwerte sorgen dafür, dass die Aktie sehr wenig schwankt. Die Dividendenrendite liegt bei 4,6%. Die Dividende wird seit 25 Jahren in Folge erhöht. Ein sehr solider Wert für langfristige Anleger. Zur Realty Income Aktienanalyse »

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Hamborner REIT. Hamborner ist einer der wenigen REITs aus Deutschland und hat sich auf Einzelhandels- und Büroimmobilien spezialisiert. Zu den Mietern gehören viele Supermärkte wie Edeka, Rewe oder Kaufland. Das Geschäft mit dem Einzelhandel ist sehr sicher und kaum durch Corona gefährdet. Büroimmobilien sind aktuell kritischer. Aber Hamborner Reit hat eine sehr gute Kapitalstruktur, da sie sehr viel Eigenkapital einsetzen. Die Bewertung ist zudem sehr günstig. Aktuell erhält man eine Dividende von 5,7%. Auf auf Basis der 2019er Zahlen entspricht das einer Ausschüttungsquote von 70%. Dies bietet viel Luft für zukünftige Erhöhungen. Zur Hamborner REIT Aktienanalyse »

6.6Sektor 6: Industrie

Industrie-Aktien wurden von der Coronakrise hart getroffen. Um die weitere Verbreitung der Erkrankung zu verhindern, wurde der Produktionsbetrieb in zahlreichen Unternehmen ab März komplett eingestellt und die Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt. Die Produktion in vielen Betrieben ist mittlerweile wieder hochgefahren, doch bis wir die wirtschaftliche Aktivität erreichen, die wir vor der Krise gesehen haben, wird noch einige Zeit vergehen. Vor allem in der Luftfahrtbranche könnte es wirklich sehr lange dauern.

Man muss sich vor einem Einstieg im Industriesektor derzeit also genau informieren, wie es um die wirtschaftlichen Aussichten des jeweiligen Unternehmens steht.

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Flughäfen bleiben weiter besonders kaufenswert.Fraport, Aena und Flughafen Zürich sind die größten Flughafenbetreiber Europas und werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in 10 und 20 Jahren noch existieren. Sie sind damit besonders "sicher". Gleichzeitig sind diese Betreiber nach wie vor überraschend günstig, obwohl das Reisevolumen langsam wieder zunimmt. Die langfristige Rendite-Erwartung sehe ich bei über 10% pro Jahr.

6.7Sektor 7: Nichtzyklischer Konsum

  • Wachstum: In etwa mit der Wirtschaft.

  • Zyklisch: Nein, typischerweise nicht zyklisch. Stabiler Ertrag, unabhängig vom Wirtschaftswachstum. Daher auch besonders viele Dividenden-Aristokraten aus dieser Branche. Geringe Kursschwankungen.

  • Burggräben: V.a. das Vertrauen und die Bekanntheit der großen Marken.

  • Aktuelle Lage: Viele Aktien aus dieser Branche sind sehr gut gelaufen, denn die Dividenden eignen sich für manche Anleger als Zinsersatz. Entsprechend teuer sind die Bewertungen der meisten Unternehmen geworden—bei unveränderten Aussichten.

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Diageo ist für mich die kaufenswerte Aktie im nichtzyklischen Konsum. Der #1 Spirituosenhersteller füllt die Aktionäre auch weiterhin mit steigenden Dividenden ab. Jede Sekunde verkauft Diageo ganze 7 Flaschen der Marke Johnnie Walker. Der weltgrößte Spirituosenhersteller besitzt 23 der Top 100 Spirituosen-Marken. Eine einzigartige Sammlung an wertvollen Marken. Jedes Jahr können die Preise angehoben werden. Die Kunden kaufen trotzdem ein. Gewinn und Cashflow legen zu. Der Unternehmenswert steigt immer weiter an. Der Alkoholkonsum hat sich in den letzten Monaten perfekt V-förmig erholt, weshalb die Aktie jetzt deutlich weniger Risiko hat, als zunächst vermutet. Zur Diageo Aktienanalyse »

6.8Sektor 8: Technologie

Im Technologie-Sektor sind besonders hohe Gewinnmargen und besonders viel Wachstum möglich. Aber die Branche ist auch besonders schnelllebig. Was heute noch "in" ist, kann morgen schon wieder "out" sein. Daher sollte der Anteil an Technologie-Werten im Gesamtdepot eine gewisse Grenze nicht überschreiten und vor einer Investition sollte genau geprüft werden, ob der Erfolg des Unternehmens von Dauer sein wird.

Gibt es Burggräben, die das jeweilige Unternehmen dauerhaft vor der Konkurrenz schützen?

Alles in allem sind die meisten Technologie-Aktien hervorragend durch die aktuelle Krise gekommen. Viele Unternehmen haben sogar profitiert. Entsprechend teuer sind einige Technologie-Aktien nun geworden.

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Alibaba und Tencentsind für mich aktuell zwei der attraktivsten Tech-Aktien der Welt. Viele S&P500-Aktien haben in den letzten Monaten bereits viel Rendite zugelegt, sind hoch bewertet. Für Asien gilt das immer noch nicht, deshalb gibt es hier nun noch mehr Chancen als bisher.

  • Alibaba Aktienanalyse »

  • Tencent Aktienanalyse »

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Datagroupist einer der erfolgreichsten deutschen IT-Systemhäuser, die mittelständischen Unternehmen dabei helfen, ihre Informatik schnell und effizient zu verwalten. Das meiste Geschäft ist sehr Personalintensiv: Beratung und Dienstleistungen. Hier dachten wohl viele "Tech Investoren" der letzten Monate, Datagroup sei wie Zoom oder Microsoft ein reines Softwarehaus. Daher waren die Zahlen aus dem letzten Quartal eher ernüchternd, weil das Unternehmen "nur" 20% beim Umsatz gewachsen und der Gewinn eingebrochen ist. Datagroup halte ich aber gerade deshalb jetzt für besonders kaufenswert. Datagroup Aktienanalyse »

6.9Sektor 9: Kommunikation

In diesem Sektor bekommen Investoren typischerweise zwar eine hohe Dividendenrendite, dafür aber kaum Dividendenwachstum und mit Verschuldung aufgeladene Bilanzen. Die meisten der Unternehmen müssen sehr hohe Investitionen in ihre Infrastruktur leisten. Das Geschäftsmodell ist oft nichtzyklisch durch lang laufende Verträge. Außer in der Werbebranche, diese ist extrem zyklisch.

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Im Kommunikations-Sektor halte ich keine der Aktien für aktuell besonders kaufenswert.

6.10Sektor 10: Versorger

Versorger-Aktien verfügen über wertvolle Infrastruktur, garantierte Einnahmen und liefern oftmals auch hohe Dividenden ab. Daher gefällt mir der Sektor sehr gut. Die Unternehmen sind allesamt nur recht gering von der aktuellen Krise betroffen. Die langfristigen Verträge sichern die Preise auch in Krisenzeiten.

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Im Versorger-Sektor halte ich keine der Aktien für aktuell besonders kaufenswert.

6.11Sektor 11: Zyklischer Konsum

Der letzte Sektor ist der zyklische Konsum. Diesen Sektor kann man sich als Art "Sammelbecken" für alle Unternehmen vorstellen, die ihre Produkte an Endverbraucher verkaufen, auf die man theoretisch aber vorübergehend verzichten könnte.

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Yum! Brands musste viele Filialen KFC, Pizza Hut und Taco Bell schließen, die aber nach und nach wieder eröffnen. In China gibt es keinen Lockdown mehr und die Erholung ist in vollem Gange. Mit insgesamt mehr als 48.000 Standorten ist das Unternehmen nach Zahl der Standorte der größte Fast Food-Konzern der Welt. Und es werden täglich mehr. 8 neue Standorte kommen jeden Tag hinzu. Das Management behauptet sogar 15% Wachstum pro Jahr. Fast Food ist ein Trend, der in den Schwellenländern gerade erst richtig aufblüht. Zur yum! Brands Aktienanalyse »

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Kering ist der #2 Luxuskonzern der Welt mit den bekannten & beliebten Marken Gucci, Yves Saint Laurent, Bottega Veneta und noch vielen weiteren. Sogar die #4 Sportmarke der Welt, Puma, gehört zu einem kleinen Teil zu Kering. Erst heute hat Kering einen Rekordumsatz und -gewinn vermeldet. Kering (und auch LVMH übrigens) beweisen wie in jeder Krise zuvor: Luxus ist auch in der Krise beliebt und Umsätze werden gesteigert. Zur Kering Aktienanalyse »

7Corona-Aktien mit dem höchsten Potential nach oben

In der Krise haben wir unsere bekannte Watchlist durch eine weitere Watchlist, dieCorona-Watchlist ergänzt. Dort haben wir die mehr als 150 von uns analysierten Aktien weiteren Kriterien und Prüfungen unterzogen. Ich habe im Screenshot die von uns analysierten Aktien nach dem Faktor "Aufwärtspotential" sortiert. Das Aufwärtspotential haben wir wie folgt definiert:

So viel Prozent „muss“ die Aktie steigen, wenn sie wieder den Vorkrisen-Gewinn erzielt und mit dem Vorkrisen-KGV bewertet wird. Achtung: Diese Berechnung unterstellt Annahmen. Zum Beispiel, dass es dem Unternehmen irgendwann gelingt, wieder zur alten Ertragskraft zurückzukehren. Ebenso wichtig: In der Zwischenzeit darf es keine Kapitalerhöhung geben. Sonst wird derselbe Gewinn auf viel mehr Aktien verteilt.

Werfen wir nun einen Blick auf die Aktien mit dem höchsten Aufwärtspotential:

Hier bleiben die Einschätzungen unverändert.

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