Große Starbucks Aktienanalyse: Kaffeekette oder doch Bankhaus? Hauptsache Wachstum
Aktienanalyse

Große Starbucks Aktienanalyse: Kaffeekette oder doch Bankhaus? Hauptsache Wachstum

Starbucks ist mehr als nur ein Kaffeehaus. Mit über 39.000 Filialen weltweit hat das Unternehmen den Kaffeekonsum revolutioniert und bietet mehr als nur Getränke: Es ist ein Erlebnis. In dieser Aktienanalyse beleuchten wir die Geheimnisse des Erfolgs von Starbucks. Wir werfen einen Blick auf das Geschäftsmodell, das hinter der Marke steht und bewerten, wie es sich im Vergleich zu anderen Restaurantketten schlägt. Anhand spannender Kennzahlen und einer detaillierten Bewertung der Aktie prüfen wir, ob Starbucks als Investment weiterhin attraktiv bleibt. Doch wir gehen noch weiter: Du erfährst, welche Chancen und Risiken auf uns Anleger warten, was die Zukunft für Starbucks bereithält und welche Rendite wir davon erwarten können.

Große Starbucks Aktie und Aktienanalyse

Hauptsitz
Vereinigte Staaten von Amerika
Sektor
Zyklische Konsumgüter
Industrie
Restaurants
Kurs
87,50 EUR
Marktkapitalisierung
99,15 Mrd. EUR
Umsatzwachstum Ø5 Jahre
6,30 %
Gewinnwachstum Ø5 Jahre
2,76 %
Gewinnmarge
10,57 %
KGVe
24,5
KGV Ø10 Jahre
30,0
Free Cashflow Rendite
3,51 %
Dividendenrendite
2,38 %
Datum
11.10.2024

Große Starbucks Aktienanalyse

  • Die #1 Kaffeehauskette weltweit. Starbucks ist mit über 39.000 Filialen weltweit die größte Kaffeehauskette. Durch ein profitables Franchisingmodell wird die Marke Starbucks kostengünstig auf der ganzen Welt in 86 Ländern vertrieben.

  • Stetige Optimierung des Geschäfts. Starbucks stellt sich gut für die Zukunft auf. Egal ob per Starbucks-App mit dem Rewards-Programm oder durch moderne Ladenkonzepte. Starbucks passt sein Produktangebot der Gesellschaft an und bindet damit seine Kundschaft.

  • 1,77 Milliarden Dollar zinsfreies Darlehen. Starbucks hält beeindruckende 1,77 Mrd. USD an nicht eingelösten Geschenk- bzw. Guthabenkarten, die auch wenn sie eingelöst werden nur Umsatz für Starbucks generieren können. Das Geld der nicht eingelösten Guthabenkarten steht Starbucks allerdings bereits zu verfügung und noch besser: Ein erheblicher Teil davon wird wahrscheinlich nie eingelöst. In den letzten 20 Jahren stieg der Wert der nicht eingelösten Guthabenkarten um jährlich über 15 %.

  • Interessant für Dividendeninvestoren.Starbucks ist ein Unternehmen mit einem sehr dynamischen Dividendenwachstum. Die Kaffeehauskette konnte seine Dividende von 0,18 USD im Jahr 2010 um 1.166 % steigern auf derzeit 2,28 USD, was einer jährlichen Wachstumsrate von 11,15 % entspricht. Auch in den letzten fünf Jahren lag die durchschnittliche Wachstumsrate noch bei soliden 8,58 % pro Jahr. Berücksichtigt man den Nettogewinn, so werden rund 64 % ausgeschüttet. Es ist also noch Luft für weitere Dividendenerhöhungen.

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1Unternehmensvorstellung

1.1Unternehmensgeschichte von Starbucks

  • 1971
    Gründung von Starbucks: Jerry Baldwin, Zev Siegl und Gordon Bowker eröffnen den ersten Starbucks-Laden in Seattle, Washington. Obwohl der Schwerpunkt schon damals auf hochwertigem Kaffee lag, verkaufte es nur frisch geröstete Kaffeebohnen, Tee und Gewürze in Verpackungen sowie Kaffeezubehör. Dieser erste Schritt legte den Grundstein für die zukünftige Marke und das Konzept, das auf Qualität und Leidenschaft für Kaffee basiert.
  • 1982
    Einführung des Espresso-Formats: Howard Schultz, der als Verkaufsleiter für Starbucks anfängt, reist nach Italien und wird von der Kaffeekultur dort inspiriert. Er überzeugt die Gründer, Espresso-Getränke anzubieten. Diese Entscheidung markiert den Beginn der Transformation von Starbucks in ein Café-Erlebnis, das auf hochwertigen, handgefertigten Getränken basiert
  • 1987
    Erster Unternehmensverkauf: Howard Schultz kauft Starbucks von den Gründern und beginnt, die Marke zu expandieren. Das erste Café im italienischen Stil eröffnet in Seattle. Dies ist der Wendepunkt, an dem Starbucks von einem Einzelhändler für Kaffeebohnen zu einem Café-Netzwerk übergeht.
  • 1992
    Börsengang: Starbucks geht an die Börse und wird unter dem Tickersymbol „SBUX“ gehandelt. Der Börsengang ermöglicht es dem Unternehmen, Kapital für die Expansion zu gewinnen und das Geschäft weiter auszubauen.
  • 1996
    Erste internationale Expansion: Starbucks eröffnet sein erstes internationales Café in Tokio, Japan. Dies markiert den Start der globalen Expansion und zeigt das Potenzial der Marke außerhalb der USA.
  • 2000
    Einführung des „Frappuccino“: Starbucks führt das kalte, cremige Getränk „Frappuccino“ ein und erweitert damit das Angebot. Dieses Produkt wird schnell populär und trägt zur Steigerung der Verkaufszahlen und zur Markenbekanntheit bei. Im Jahr 2000 gab es rund 2.500 Standorte. Im selben Jahr kündigte Schultz seinen Rücktritt als CEO an, blieb aber im Vorstand. Neuer CEO wurde Orin Smith, der eine weitere, beispiellose Expansion vorantrieb.
  • 2008
    Einführung des neuen Logos: Starbucks aktualisiert sein Logo und entfernt den Schriftzug, um sich stärker auf das ikonische Siren-Symbol zu konzentrieren. Dies stärkt die visuelle Identität der Marke und macht sie weltweit erkennbar.
  • 2011
    Einführung der „Starbucks Mobile App“: Starbucks launcht eine mobile App, die es Kunden ermöglicht, ihren Kaffee vorab zu bestellen und zu bezahlen. Dies zeigt, wie das Unternehmen Technologie integriert, um das Kundenerlebnis zu verbessern und den Umsatz zu steigern.
  • 2018
    Übernahme von „La Boulange“: Starbucks übernimmt die Bäckerei-Kette La Boulange, um das Essensangebot in seinen Cafés zu erweitern. Diese Übernahme unterstreicht das Engagement von Starbucks, nicht nur eine Kaffee- sondern auch eine Restaurantmarke zu sein.
  • 2021
    Fokus auf Nachhaltigkeit: Starbucks kündigt umfassende Ziele zur Nachhaltigkeit an, einschließlich der Reduzierung von Abfall und der Verwendung von nachhaltigen Materialien. Dies stärkt das Engagement des Unternehmens für soziale Verantwortung und spricht vermehrt auch umweltbewusste Kunden an.
  • 2023
    Neuer CEO und neue Unternehmensmission: Laxman Narasimhan trat als neuer CEO an und präsentierte eine neue Mission, die den Fokus auf menschliche Verbindungen legt: „Mit jeder Tasse, jedem Gespräch und jeder Gemeinschaft – wir fördern die grenzenlosen Möglichkeiten menschlicher Verbindung.“
  • 2023
    Wachstumsstrategie XL: Starbucks kündigte eine langfristige Wachstumsstrategie an, die die Schaffung von 55.000 Filialen bis 2030 und die Verdopplung der Mitgliederzahl des Starbucks Rewards-Programms innerhalb von fünf Jahren umfasst. Dies beinhaltet auch eine erhebliche Investition in neue Store-Formate und digitale Plattformen​
  • 2024
    Bedeutender Chef-Wechsel: Brian Niccol, ehemaliger CEO von Chipotle, wurde am 09. September zum neuen CEO von Starbucks ernannt. Niccol bringt umfassende Erfahrungen von Chipotle mit, wo er das Unternehmen transformierte und signifikantes Wachstum erreichte. Er soll die positive Unternehmenskultur und die Kundenbindung bei Starbucks weiter stärken. Laxman Narasimhan tritt sofort zurück, nachdem er während seiner Amtszeit Innovationen im Betrieb vorangetrieben hat.
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1.2Mission von Starbucks

Mit jeder Tasse, jedem Gespräch und jeder Gemeinschaft – wir fördern die grenzenlosen Möglichkeiten menschlicher Verbindung.
- Starbucks

Diese Mission spiegelt das Engagement von Starbucks wider, mehr als nur qualitativ hochwertige Kaffeeprodukte anzubieten.

Um seiner Mission gerecht zu werden, setzt Starbucks auf mehrere Strategien. Dazu gehören die Förderung menschlicher Verbindungen durch die Schaffung einladender Cafés, die Verbesserung des Kundenservices und die Bereitstellung personalisierter Erlebnisse.

Das Unternehmen investiert auch in digitale Innovationen wie die Starbucks Rewards-App und Mobile Ordering, um die Kundeninteraktion zu erleichtern. Darüber hinaus engagiert sich Starbucks für Nachhaltigkeit durch verantwortungsvolle Beschaffung, umweltfreundliche Praktiken und die Unterstützung von Gemeinschaften.

1.3Top Management: Brian Niccol

Brian Niccol ist ein erfahrener CEO, bekannt für seine transformative Rolle bei Chipotle, wo er Umsatzwachstum und Markenwahrnehmung erheblich steigerte. Seine Stärken liegen in der strategischen Vision, dem Fokus auf digitale Innovation und der Förderung einer positiven Unternehmenskultur.
Brian Niccol ist ein erfahrener CEO, bekannt für seine transformative Rolle bei Chipotle, wo er Umsatzwachstum und Markenwahrnehmung erheblich steigerte. Seine Stärken liegen in der strategischen Vision, dem Fokus auf digitale Innovation und der Förderung einer positiven Unternehmenskultur.

Brian Niccol ist ein sehr renommierter CEO, an dem Starbucks mit großer Wahrscheinlichkeit noch langfristig festhalten wird und das aus mehreren Gründen:

  1. Erfolgreiche Markenstrategie: Unter Niccols Führung verdoppelte Chipotle seinen Umsatz von 4,8 Milliarden USD im Jahr 2018 auf 9,9 Milliarden USD in 2023, was einem jährlichen Umsatzwachstum von 15,57 % entspricht. Diese starke Leistung zeigt seine Fähigkeit, eine Marke erfolgreich zu positionieren und das Wachstum voranzutreiben.

  2. Digitale Transformation: Niccol steigerte die digitalen Bestellungen bei Chipotle auf 48 % des Gesamtumsatzes, unterstützt durch die Einführung der Chipotle-App und der Plattform für mobile Bestellungen. Diese digitale Strategie könnte bei Starbucks ähnlich umgesetzt werden, um die Kundenbindung zu stärken.

  3. Kundenerfahrung: Durch die Einführung von Programmen wie "Chipotlanes" verbesserte Niccol die Zugänglichkeit und das Kundenerlebnis, was zu einem Anstieg der Wiederholkäufe führte. Bei Starbucks könnte er ähnliche Initiativen ergreifen, um die Kundenzufriedenheit und Loyalität weiter zu fördern.

1.4Aktionärsstruktur von Starbucks

Die Aktionärsstruktur von Starbucks wird maßgeblich von den drei großen Vermögensverwaltern dominiert: Vanguard hält mit 9,48 % den größten Anteil an der Aktie. Dicht dahinter folgt BlackRock mit einem Anteil von 4,54 %, während State Street Global Advisors4,08 % der Anteile kontrolliert.

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