Apple Update: Ein Blick auf die Zukunft des Konzerns zwischen Apple Car und Apple Vision
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Apple Update: Ein Blick auf die Zukunft des Konzerns zwischen Apple Car und Apple Vision

Apple galt in den letzten Jahren als Garant für hohe Renditen bei geringem Risiko und wurde so zum Liebling vieler Börsenanleger. Sogar Warren Buffet, der mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway 5,9 % an Apple hält, hat investiert (mittlerweile ist es zum Warnsignal geworden, wenn Berkshire Hathaway in eine Tech-Aktie investiert). Allerdings geriet das einst innovative Unternehmen in letzter Zeit immer mehr in den Fokus von Negativschlagzeilen und wurde von hohen Geldstrafen der Kartellbehörden, insbesondere in Europa, geplagt. Auch die Börse straft Apple ab, da das Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz den Anschluss an andere BigTech-Konzerne, verloren zu haben scheint (aus Siri hätte man viel machen können, und kann es heute noch). Apples CEO Tim Cook hat außerdem das "Projekt Titan" beendet, das als Codename für das Apple Car stand. Doch zwei Hoffnungen bleiben: Gigantische Cashflows und die Apple Vision Pro, die auf begeistertes Feedback stößt.

Apple Update: Ein Blick auf die Zukunft des Konzerns zwischen Apple Car und Apple Vision Aktie und Aktienanalyse

Hauptsitz
Silicon Valley, United States
Sektor
Informationstechnologie
Industrie
Technologie-Hardware, Speicher und Peripheriegeräte
Kurs
167,61 USD
Umsatzwachstum Ø5 Jahre
8,06 %
Marktkapitalisierung
2,61 Bio USD
Brutto Marge
44,13
EBIT Marge
29,82
Gewinnmarge
25,31 %
Dividende
0,95 USD
Dividendenrendite
0,56 %
Datum
14.03.2024

Geschäftsmodell von Apple im Kurzüberblick

  • Apple steht zunehmend in der Kritik, den KI-Boom zu verpassen und wird von Aktionären kritisch beäugt. Apple-CEO Tim Cook hat daraufhin wiederholt versucht, die Aktionäre zu beschwichtigen und erwähnt, dass Apple eine konkrete Strategie in der Pipeline hat. Des Weiteren versichert er, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Apple am KI-Boom teilhaben wird. Denkbare Ideen sind zum Beispiel Siri und Safari, die man mit KI aufwerten kann. Was gerne übersehen wird: Apple setzt schon tausende kleine "AI Features" in den Apps um, zum Beispiel wenn man in der Apple Photos App nach "Hund" sucht, werden einem Hunde angezeigt. Apple ist auf dem richtigen Weg, und geht diesen gewohnt sicher, nutzerorientiert (und langsam).

  • Das Apple Car (Projekt Titan) ist beendet. Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung und mehreren Milliarden USD Kosten wurde das Projekt Ende Februar 2024 von Tim Cook für beendet erklärt. Infolgedessen mussten einige Mitarbeiter der Spezialeinheit das Unternehmen verlassen und einige wurden in die KI-Abteilung versetzt. Die KI-Abteilung wird nun von einem ehemaligen Google-Manager geleitet, der seit 2018 für den Apple-Konzern tätig ist. Wir denken, dass das die richtige Entscheidung ist.

  • 2 Milliarden Euro Strafe von der EU-Kommission.Anfang März beschloss die Europäische Kommission für Kartellrecht, eine Geldstrafe in Höhe von 2 Milliarden Euro gegen Apple zu verhängen, weil das Unternehmen gegen Vorschriften verstoßen hatte, indem es Kunden auf Musikstreaming-Produkte anderer Hersteller nicht hingewiesen hat. Es ist jedoch nicht die höchste Geldstrafe, die jemals gegen einen der Tech-Giganten verhängt wurde.

  • Apple Vision Pro wird zum Publikumserfolg. Verkaufszahlen gibt es noch nicht. Aber man kann sich endlose Reviews und Vorstellungen auf YouTube ansehen (was wir auch empfehlen). Die Stimmung ist ungewöhnlich positiv, ein gelungener Product Launch. Die Beschreibungen irgendwas zwischen "magisch" und "wird ein game-changer". Das sind aus unserer Sicht die besten Voraussetzungen für ein Produkt, das mindestens 3.500 Euro kosten wird. Mit sinkenden iPhone, Watch, Tablet und -MacBook Verkaufszahlen bräuchte Apple dringend einen neuen Category Leader, um weiteres Wachstum zu erzeugen.

Apple ist seit Jahren eines der führenden Technologieunternehmen der Welt, welches die Benutzerfreundlichkeit und das Zusammenspiel seiner Produkte im Apple-Ökosystem perfektioniert hat. "Wer seine eigene Software bauen will, muss auch seine eigene Hardware bauen", sagte Steve Jobs einst. Im Jahr 2007 brachte das Unternehmen das allererste Smartphone, das iPhone, auf den Markt. Seitdem hat sich das iPhone zu einem Verkaufsschlager entwickelt. Neben seinem Hauptprodukt, dem iPhone, verkauft Apple auch MacBooks, die Apple Watch, Airpods, iPads und viele andere digitale Abos (z.B., für Cloud Storage), die seine Kunden für ein besseres Produkterlebnis erwerben können.

Apple hat von Anfang an eine Luxusstrategie verfolgt und hochwertige Produkte zu einem teuren Preis angeboten. Diese Strategie hat sich stets ausgezahlt und den Apple-Aktionären attraktive operative Margen von etwa 25-30 % beschert.

In den letzten Jahren gab es jedoch immer weniger Innovationen beim iPhone und damit immer weniger Gründe für die Kunden, ihr altes iPhone zu ersetzen. Lediglich Verbesserungen der Kamera und des Prozessors sowie äußere Designänderungen wurden eingeführt.

Die Segmente iPad und Mac sind ebenfalls große Produktgruppen im Apple-Konzern und generieren stabile Umsätze. Allerdings spielen diese eher eine untergeordnete Rolle.

Das Segment Wearables, Home and Accessories, das Produkte wie die Apple Watch, iPhone-Zubehör und AirTags umfasst, ist eine weitere Nebenproduktgruppe, die eine große Rolle bei der Perfektionierung des Apple-Ökosystems spielt. Vor allem die Apple Watch, die in Kombination mit dem iPhone ein völlig neues Produkterlebnis schafft. Außerdem sind dort die AirPods-Kopfhörer in allen Varianten, mit einzigartigen Klang und perfekter Verarbeitung. Auch Apples neue Vision Pro, welche frisch auf den Markt gekommen ist, zählt zu diesem Segment.

Das zweitgrößte Segment nach dem iPhone ist der Bereich Services, der Dienste wie den App Store, Apple Music, Apple Pay, Apple TV und viele andere umfasst. In Bezug auf den Umsatz ist dieses Segment größer als Mac und iPad zusammen.

Der Verkauf der Hardware ist das eine und bringt dem Apple-Konzern nur einmalig Einnahmen, die nachfolgenden Dienstleistungen sind jedoch als Abo-Modell zu sehen. Dieses Segment bindet den Kunden extrem stark an die Produkte von Apple und verzeichnet seit Jahren die stärksten Umsatzsteigerungen. In den letzten drei Jahren ist dieses Segment um ca. 9-15% pro Jahr gewachsen und ist somit absolut nicht zu vernachlässigen.

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1Was ist passiert?

Das Ende des "Project Titan" hat Ende Februar dieses Jahres einen großen Aufschrei ausgelöst. Nach rund einem Jahrzehnt der Forschung und Entwicklung an einem Projekt, von dem es hieß, es habe das Potenzial, die Autoindustrie zu verändern und die Art und Weise, wie sich die Menschheit fortbewegt, von Grund auf neu zu gestalten. Nach Ausgaben in Milliardenhöhe und zahlreichen Umstrukturierungen innerhalb der Projektgruppe, hat Apple-CEO Tim Cook schließlich angekündigt, dass das Projekt eingestellt werden soll. Einige Mitarbeiter, die Teil dieser spezialisierten Einheit innerhalb des Unternehmens waren, werden in die Apple AI Group wechseln, während andere das Unternehmen verlassen müssen.

Wir

Zudem bereiten der KI-Boom und die Entwicklungen rund um ChatGPT den Apple-Aktionären Sorgen. Tim Cook hat sich bereits mehrfach zu diesem Thema geäußert, da die Apple-Aktie im vergangenen Jahr die schwächste Kursentwicklung unter den großen Tech-Konkurrenten aufwies. Dies ist vor allem auf den KI-Boom und die damit verbundenen großen Hoffnungen zurückzuführen. Apples KI-Bemühungen werden von John Giannandrea geleitet, einem ehemaligen Google-Manager, der 2018 zum Unternehmen kam. Insbesondere nachdem Microsoft Anfang dieses Jahres Apple als wertvollstes Unternehmen der Welt übernommen hat, was durch Microsofts führende Position im Bereich der künstlichen Intelligenz entstanden ist sind Aktionäre besorgt.

EU-Kommission verhängt Geldstrafe von zwei Milliarden US-Dollar gegen Apple. Der Grund: Der iPhone-Hersteller hatte unfaire Regeln gegen Entwickler von Musik-Streaming-Apps aufgestellt. Das Bußgeld war eine der höchsten kartellrechtlichen Strafen, die die EU je verhängt hat. Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass Apple gegen die Kartellvorschriften verstoßen hat, indem es App-Entwicklern untersagt hat, den Nutzern alternative Möglichkeiten zum Abonnieren von Musik-Streaming-Diensten anzubieten. Apple hat gegen die Entscheidung Berufung eingelegt, obwohl die EU-Kommission keine ausreichenden Beweise für die Schädigung der Nutzer vorgelegt hat. Apples Praktiken im App Store werden von der Kommission schon seit einiger Zeit kritisiert. Es ist jedoch nicht die höchste Geldstrafe, die gegen ein Technologieunternehmen verhängt wurde, da Google bereits mit höheren Geldstrafen belegt wurde.

Seit Jahren wurde das "Apple Car" entwickelt. Auch Investoren sind davon ausgegangen, dass es das nächste große Produkt wird. Jetzt ist der Fokus auf der Apple Vision Pro.
Seit Jahren wurde das "Apple Car" entwickelt. Auch Investoren sind davon ausgegangen, dass es das nächste große Produkt wird. Jetzt ist der Fokus auf der Apple Vision Pro.

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