
Michael C. Jakob
Gründer, AlleAktien
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TeamViewer Aktie: Das ist heute passiert
TeamViewer Aktie: Das ist zu tun
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Liebe Mitglieder von AlleAktien,
vor zwei Wochen (26.06.2021) erschien meine Premium-Aktienanalyse zu TeamViewer beim Kurs von 30 Euro, nach mehreren Wochen Recherche. In der Analyse ging ich auf die Chancen und Risiken der Fernwartungssoftware ein und TeamViewers Potential im Bereich von AR- und IoT-Software. Mein Fazit war, dass TeamViewer als Nummer-1-Lösung mit hoher Kundenzufriedenheit aktuell eine gute Position hat. Allerdings gibt es viele Herausforderer wie AnyDesk und Splashtop, die vergleichbar gute Lösungen haben. Gleichzeitig wird der technologische Burggraben von TeamViewer immer geringer — die Software wurde zu lange nicht aktiv weiterentwickelt. Mein persönliches Fazit war deshalb, dass die Aktie nur haltenswert ist. Zur vollständigen TeamViewer Aktienanalyse geht es hier:
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Heute ist die TeamViewer-Aktie um 13 % eingestürzt. Es wurde ein offizieller TeamViewer Ausblick auf die kommenden Quartalszahlen gegeben und die fallen nicht gut aus. Es gibt zwei Effekte, die eine größere Auswirkung haben:
Sponsoring-Verträge senken die Profitabilität. Einer der Effekte ist das Sponsoring der Sportvereine Manchester United und Mercedes-Benz AMG Petronas. TeamViewer hat sich entschieden sehr teures Marketing zu betreiben, um die Marke international bekanntzumachen. Allein der Manchester United-Deal kostet 46 Mio. Euro im Jahr und damit rund 10 % der TeamViewer-Umsätze. TeamViewer konnte diese Zusatzkosten nicht durch Wachstum ausgleichen und deshalb ist der bereinigte operative Gewinn vor Abschreibungen (AEBITDA) um 1 % gefallen.
TeamViewer wächst deutlich langsamer. TeamViewer ging vor 2 Jahren an die Börse mit beeindruckenden Wachstumraten von über 50 % pro Jahr. 2020 Entscheidend sind hier vor allem die Billings, also Vertragsabschlüsse — bei Abo-Modellen die Zahl, die den Umsatz besser misst. Auch 2020 war ein gutes Jahr, wo die Billings 42 % wachsen konnten. In 2021 werden die Billings deutlich langsamer wachsen. Die Wachstumsrate im zweiten Quartal lag bei 18 %. Viele TeamViewer-Neukunden aus 2020 haben ihr Abo verkleindert, weil sie die Software nicht mehr so sehr brauchen. Die AR- und IoT-Features spielen für diese Kunden bisher keine Rolle. Die Software wurde vor allem in der Coronakrise gebraucht, um PCs aus der Ferne steuern und warten zu können.
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