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Stryker Update: Findet Stryker zu alter Kraft zurück oder drohen langfristige Covid-19-Schäden?
Aktienanalyse

Stryker Update: Findet Stryker zu alter Kraft zurück oder drohen langfristige Covid-19-Schäden?

Stryker ermöglicht die Arbeit von Ärzten, Pflegern und Sanitätern. Als einer der weltweit größten Medizintechnik-Unternehmen bietet Stryker alle Werkzeuge an, die sich der Gesundheitssektor wünschen kann. Mit über 50.000 Produkten ist für jeden Patienten etwas dabei, von Sägen bis Operations-Robotern.

Stryker Update: Findet Stryker zu alter Kraft zurück oder drohen langfristige Covid-19-Schäden? Kennzahlen

Hauptsitz
Michigan, USA
Kurs
245,9 USD, 242,5 EUR
Ausstehende Aktien
382,3 Mio.
Marktkapitalisierung
94,0 Mrd. USD
Enterprise Value
104,0 Mrd. USD
Nettoverschuldung
10,0 Mrd. USD
Bruttomarge
65,8 %
EBIT-Marge
15,1 %
Gewinnmarge
11,7 %
Free Cash Flow-Rendite
3,4 %
Dividendenrendite
1,1 %
Datum
23.03.2022

Stryker Update

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1Geschäftsmodell von Stryker im Überblick

  • Stryker ermöglicht die Arbeit von Ärzten, Pflegern und Sanitätern. Als einer der weltweit größten Medizintechnik-Unternehmen bietet Stryker alle Werkzeuge an, die sich der Gesundheitssektor wünschen kann. Mit über 50.000 Produkten ist für jeden Patienten etwas dabei, von Sägen bis Operations-Robotern.

  • Die Pandemie beendet eine 20-jährige Erfolgsbilanz. Stryker konnte 20 Jahre in Folge die Gewinne pro Aktie steigern. Weder der Irak-Krieg noch die Finanzkrise konnten das Unternehmen aufhalten. Doch die Covid-19-Pandemie setzte dem ein Ende. Aufgrund von überfüllten Krankenhäusern wurden viele Operationen nach hinten verschoben. Die Umsätze brachen ein, doch Stryker blieb auf den Kosten sitzen.

  • Der Anfang einer neuen Erfolgsgeschichte oder verbleiben langfristige Schäden? Die Umsätze konnten sich 2021 wieder erholen, doch die Gewinne blieben unter dem Vor-Krisenniveau. Mit der Übernahme von Vocera Communications Anfang 2020 strahlt das Management wieder Zuversicht aus. Die Investoren sind allerdings vorsichtig. Wie wir die Übernahme sehen und ob Stryker kaufenswert bleibt, erfährst du in diesem Update.

1.1Stryker ist ein breit diversifiziertes Medizintechnik-Unternehmen

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Stryker ist ein global agierender Medizintechnikhersteller. 72 % der Umsätze werden in den USA erwirtschaftet. Das Unternehmen ist mit mehr als 57.000 Produkten gut diversifiziert. Diese werden in zwei Segmente aufgeteilt.

1.2MedSurg and Neurotechnology

Im größten Segment bündelt Stryker eine breite Produktpalette an Werkzeugen für Chirurgen und anderes medizinisches Personal.

Im Neurotechnology-Bereich entwickelt und produziert Stryker hauptsächlich Geräte, die gegen Schlaganfälle und Operationen am Gehirnschädel verwendet werden. Die Produkte dafür reichen von einfachen Sägen bis hin zu hochinnovativen Kathetern.

Im MedSurg Bereich bietet Stryker ebenfalls hauptsächlich Produkte für Operationen. Sie verkaufen sogar ganze Operationsräume mitsamt Lampen und Tischen. Das wichtigste Produkt sind Endoskope. Diese kleinen Kameras helfen dem Chirurgen bei der Operationen die Orientierung zu behalten, indem sie das Innere des Körpers visualisieren.

1.3Orthopaedics and Spine

Im zweiten Segment konzentriert sich Stryker hauptsächlich auf Implantate. Die wichtigsten sind künstliche Knie- und Hüftgelenke. Aber auch für fast alle anderen Extremitäten (Schulter, Fußknöchel und andere) hat Stryker Implantate entwickelt. Sogar für die Wirbelsäule gibt es Implantate, die häufig gegen Bandscheiben-Vorfälle zum Einsatz kommen.

2Auswirkungen der Pandemie und neue Übernahmen in der Analyse

2.1Die Pandemie unterbricht eine 20-jährige Erfolgsbilanz

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Stryker gehörte 2019 noch zu den wenigen Unternehmen, die 20 Jahre in Folge den Gewinn pro Aktie steigern konnten. Das Platzen der Dotcom-Blase, der Irak-Krieg und sogar die Finanzkrise zogen nahezu spurlos an Stryker vorbei. Doch 2020 setzte die Pandemie dieser Erfolgsbilanz ein jähes Ende. Denn aufgrund der Pandemie füllten sich die Krankenhäuser mit Covid-19-Infizierten. Intensivbetten wurden besetzt und nicht dringend benötigte Operationen verschoben. Die Anzahl an Wahloperationen brach im Vergleich zum Vorjahr um 50 % ein.

Das sorgte bei Stryker für einen starken Nachfrageeinbruch für Knie- und Hüftgelenkimplantate. Der Umsatz brach im zweiten Quartal 2020, verglichen zum Vorjahr, um 24 % ein. Den Konzern traf dieser Umsatzeinbruch völlig unerwartet, die Kosten konnten nicht rechtzeitig reduziert worden, der operative Gewinn rutschte ins Minus. Im Sommer holten viele Patienten ihre Operationen nach und der Gewinn konnte sich erholen, doch der Winter brachte neue Lockdowns und überfüllte Krankenhäuser.

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Die unvorhersehbaren Nachfrageeinbrüche begleiteten Stryker auch 2021. Aus diesem Grund blieb der operative Gewinn unter dem Level von 2019. Doch die Auswirkungen sind nur kurzfristig. Die Operationen wurden nur verschoben, der Umsatz erholte sich 2021 schon wieder. 2022 werden die Pandemie-Auswirkungen vermutlich weiter zurückgehen und somit sollte Stryker auch beim operativen Gewinn neue Höchststände erreichen.

2.2Fazit: Langfristige Auswirkungen gering, allerdings Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren

Für Stryker wird die Pandemie keine langfristigen Schäden hinterlassen. Sie könnte sogar langfristig für mehr Investitionen in den Gesundheitssektor sorgen, wovon Stryker profitieren würde. Allerdings war Stryker vor der Pandemie für seine Krisenresistenz bei Investoren sehr beliebt. Dafür zahlten sie gerne eine Prämie. Doch die Pandemie zeigt — auch Stryker ist verwundbar. Dadurch werden Investoren vermutlich nicht mehr bereit sein, eine Prämie zu zahlen.

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Häufige Fragen zur Stryker Update: Findet Stryker zu alter Kraft zurück oder drohen langfristige Covid-19-Schäden? Aktie

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Die vollständige Stryker Update: Findet Stryker zu alter Kraft zurück oder drohen langfristige Covid-19-Schäden? Aktienanalyse mit Fair Value, Kennzahlen, Chartanalyse und Kaufempfehlung findest du hier auf AlleAktien – fundiert recherchiert vom Team um Michael C. Jakob.