
Spotify Aktienanalyse: die Disruption von Musik, Labels und Podcasts in ein Abo geschnürt
▲ Spotify hat es vor einigen Jahren geschafft, die Musikindustrie aus einer tiefen Krise zu befreien. Mit ihrem Streaming-Angebot haben sie eine attraktive und komfortable Alternative zu illegalen Musikdownloads geschaffen. Heute geht das Angebot weit über die Musik hinaus. Ein wichtiges Standbein bildet seit einiger Zeit das immer beliebter werdende Podcast-Geschäft. Aus meiner Sicht steht Spotify immer noch ganz am Anfang des Erfolges, auch wenn es noch einige Hürden voraus gibt.
| Spotify Aktienanalyse | |
| Hauptsitz | Stockholm, Schweden |
| ISIN | LU1778762911 |
| WKN | A2JEGN |
| Ticker-Symbol | SPOT |
| Sektor | Kommunikation |
| Kurs | USD 257,28 EUR 217,80 |
| Ausstehende Aktien | 191,8 Mio. |
| Marktkapitalisierung | 50,3 Mrd. USD |
| Enterprise Value | 49,0 Mrd. USD |
| Nettoliquidität | 1,3 Mrd. USD |
| Bruttomarge | 25,6 % |
| EBIT-Marge | -3,0 % |
| Gewinnmarge | -6,8 % |
| Free Cash Flow-Rendite | 0,6 % |
| Dividendenrendite | 0,0 % |
| Datum | 30.07.2021 |
1Spotify Aktie und Aktienanalyse
Musikempfehlungen mit Kundenbindung. Im Musikstreaming-Geschäft geht es nicht nur darum, ein umfangreiches Angebot zu haben. Viel wichtiger ist, dass individuelle, auf den Geschmack eines Hörers zugeschnittene Empfehlungen abgegeben werden können. Spotify hat mit Millionen an Nutzerdaten und Playlists einen Algorithmus geschaffen, der erstaunlich gute Empfehlungen abliefert. Das hält die Kunden Stunden statt Minuten in der App. Hier werden Daten zum Burggraben.
Vision: #1 Audio-Ökosystem etablieren. Das Angebot von Spotify beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf Musik. Podcasts, Nachrichten, Hörbücher und Livestreaming ergänzen die Palette. Auf Spotify sind über 70 Mio. Songs und 2,2 Mio. Podcasts. Der Podcast-Markt wächst 16 % pro Jahr.
Aktive Nutzer > Umsatz und Gewinn. Die täglich aktiven Nutzer (DAU, daily active users) sind die wichtigste Erfolgsmetrik des Konzerns. Spotify hat nur dann eine Zukunft, wenn Kunden das Produkt lieben und jeden Tag nutzen. Wenn sich feste Gewohnheiten etablieren. Seit 2015 werden es jedes Jahr 30,6 % mehr Nutzer, ein Wachstum das einfach nicht abreissen will. Das gelang durch schnelle internationale Expansion: mittlerweile in 179 Ländern und mit 345 Mio. zahlenden Kunden.
Das Podcast-Geschäft wird weiter ausgebaut. Das Podcast-Geschäft ist mit 27,5 % pro Jahr besonders wachstumsstark. Podcast-Hosts lieben es, denn sie können jetzt eigene kostenpflichtige Podcasts auf Spotify erstellen, um sich ein Abo-Nebeneinkommen aufzubauen. Spotify nimmt davon eine kleine Gebühr. Aber die Konkurrenz bei Apple Podcasts schläft nicht und unterbietet jeden Deal. Zeit, sich das mal detailliert anzusehen.
2Spotify Aktienanalyse
Spotify Geschäftsmodell
Unternehmensgeschichte: Spot on für SpotifyMission: Discovery business
Management: CEO und Gründer Daniel Ek
Aktionärsstruktur: Von Tencent bis zu Ark Invest
Branchenanalyse: Musikstreaming
Vergleich mit den größten Konkurrenten
Geschäftsmodell im Detail
Spotify Kennzahlen
AlleAktien Qualitätsscore (AAQS) von 5 / 10
Umsatz- und Gewinnentwicklung: Starkes Umsatzwachstum, aber schwache Margen
Dividende und Anzahl der ausstehenden Aktien
Bilanzanalyse: Finanzstark
Spotify Bewertung
Bewertung der Aktie im historischen Vergleich
Peter Lynch Kategorie: Fast Grower
AlleAktien DCF- und FMV-Modell
Renditeerwartung in Abhängigkeit vom Einstiegskurs
Anlegertyp für Spotify
Spotify Risiken
AlleAktien Ewigkeitsfaktor
Substanzielles Risiko #1
Substanzielles Risiko #2
Substanzielles Risiko #3
Spotify Fazit
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8Spotify Podcast
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9Spotify PDF
10Geschäftsmodell von Spotify: #1 Audio Ökosystem etablieren
2002, Illegales Musikstreaming und die erste Idee. Daniel Ek kommt die Idee zur Gründung von Spotify, nachdem die damalige Peer-to-Peer-Musiktauschbörse Napster nach rechtlichen Streitigkeiten geschlossen wird. Die Idee besteht darin, eine attraktive aber gleichzeitig legale Alternative zur Musikpiraterie zu schaffen. Bisher war das Problem: Niemand hat Musik einfach zugänglich im Netz angeboten, vor allem weil die etablierten Labels (Sony, Universal, ...) zu lang an ihren etablierten Kanälen wie CDs und Kassetten festgehalten haben. Wenn es kein Angebot und keinen Markt gibt, dann bauen sich Hacker einen. Illegale Tauchbörsen sind entstanden. Mit nur einem Klick konnte man sich jeden beliebigen Song kostenlos herunterladen. Ehrliche Nutzer wollten sogar für die Musik bezahlen — aber sie konnten nicht.
2006, Gründung. Daniel Ek fasst den Entschluss und gründet Spotify ganz offiziell, knapp vier Jahre nach der ersten Idee. Ihn hat überrascht, dass es selbst nach vier Jahren immer noch niemand geschafft hat, Musik ins Internet zu bringen. Schnell hat er gemerkt, was das Problem war: Sony, Universal und Warner Music kontrollieren fast den gesamten Markt aller bekannten und beliebten Songs, besitzen alle Popstar-Lizenzen. Zähe Verhandlungen beginnen.
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