
Rückblick: Diese 10 Aktien sind am meisten gesunken
1Überblick: DAX Aktien und DAX Aktienanalysen
Transparenz ist uns wichtig: So erhältst du jederzeit den vollen Einblick in unsere Performance
Diese 10 Aktien sind am meisten gesunken: Nun gute Einstiegsmöglichkeiten oder berechtigte Kursrückgänge?
Aktualisierte Einschätzung zu folgenden 10 Aktien: Vapiano, Bayer, ThyssenKrupp, Continental, Zooplus, BASF, Fresenius, KION, Henkel
Community Meinung: Diese Aktien haben das größte Potential
2AlleAktien: Transparenz ist uns wichtig
In unserem jüngst erschienenen Artikel zu den Top 10-Investitionsideen auf AlleAktien haben wir bereits beschrieben, warum uns Transparenz so wichtig ist. Daher folgt an dieser Stelle nur noch der Direktlink zur AlleAktien-Watchlist. Dort findest du jederzeit alle von uns analysierten Aktien mitsamt aktueller Einschätzung und Performance.
Wir schreiben nun seit knapp mehr als einem Jahr Aktienanalysen für dich. Damit wird es erstmals Zeit, die Performance unserer Analysen kritisch zu überprüfen. In diesem Artikel stellen wir dir die 10 am stärksten gesunkenen Aktien vor. Mitsamt aktueller Einschätzung.
3Blick auf die 10 Investitionsideen von AlleAktien mit größtem Kursrückgang
Das sind die 10 Investitionsideen mit größtem Kursrückgang, seitdem es AlleAktien gibt. Bildquelle: AlleAktien Watchlist.
3.1#1: Vapiano: -55%
Vapiano ist eine italienische Restaurantkette, die sich auf die frische Zubereitung von hochwertigen Speisen direkt vor den Augen der Kunden spezialisiert hat. Dieses außergewöhnliche Konzept bringt einige Vorteile mit sich: Kunde und Koch können direkt miteinander kommunizieren. Der Koch kann das Gericht auf die Wünsche des Kunden anpassen. Die Kunden können live miterleben, wie ihre Mahlzeit aus frischen Zutaten zusammengestellt wird.
Das Unternehmen wurde 2002 in Hamburg gegründet, es folgte eine rasche Expansion. 2017 folgte der Börsengang, Vapiano betrieb damals bereits knapp 200 Restaurants. Mit den Mitteln aus dem Börsengang wurde die weitere Expansion finanziert.
In meiner Aktienanalyse zu Vapiano habe ich im Mai 2018 darauf verwiesen, dass dieses Unternehmen langfristig die Chance hat, die italienische Küche in nahezu jede größere Stadt der Welt zu bringen. Vor dem Börsengang war das Unternehmen über Jahre hinweg profitabel gewesen, teilweise wurde eine Gewinnmarge von bis zu 15% erreicht. Doch trotz der langfristig großen Chancen galt schon damals: Das Unternehmen ist noch sehr klein - entsprechend hoch sind die Risiken, dass bei der internationalen Expansion etwas schief läuft.
Im September 2018 war es dann soweit: Die veröffentlichten Halbjahreszahlen waren überhaupt nicht gut. Anstelle eines Umsatzwachstums auf bestehender Fläche gingen die Umsätze zurück. Anstelle eines ursprünglich prognostizierten Gewinns wurde nun plötzlich ein erwarteter Verlust in Aussicht gestellt. Ich habe diese Meldung zum Anlass genommen, um die Vapiano-Aktie sofort abzustufen. Die Einschätzung wurde auf Halten geändert.
Im Nachhinein war das eine gute Idee. Seitdem hat die Aktie weitere 55% abgegeben. Jüngst wurden die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht. Die sind sehr schlecht ausgefallen. Die Expansionspläne gingen nicht auf. Die Kunden blieben zunehmend aus, die Umsätze konnten auf bereinigter Fläche nicht gesteigert werden. Die Kosten stiegen aufgrund von Lohnerhöhungen, Mieterhöhungen und der Eröffnung weiterer Läden aber weiter an. Der hohe Verlust führt zu einem Anstieg der eh schon hohen Verschuldung. Ich bleibe daher weiter vorsichtig.
Bevor ich die Aktie wieder aufstufe, will ich verbesserte Ergebnisse sehen. Das Unternehmen wird seit Ende 2018 von einem neuen Manager geführt, der davor das Starbucks-Geschäft in Deutschland aufgebaut hat. Die Strategie wurde geändert: Das Expansionstempo zurückgefahren. Das Menü wird zusammengestrichen. Dadurch sollen die Wartezeiten für die Kunden verkürzt werden. Außerdem werden alle Kosten hinterfragt. Mit diesen Maßnahmen plant das Unternehmen nun, ab 2020 wieder in die Gewinnzone zurückkehren zu können. Ob das gelingen wird, bleibt abzuwarten. Ich bleibe bei der neutralen Einschätzung. Gelingt eine Rückkehr in die nachhaltige Profitabilität, dann steckt viel Potential in der Aktie. Kann der Verlust nicht reduziert werden, drohen weitere Kapitalerhöhungen bzw. im schlimmsten Fall sogar eine Insolvenz. Hohe Chancen für sehr mutige Anleger. Hohe Risiken.
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