
Michael C. Jakob
Gründer, AlleAktien
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Endlich <3 ist es wieder soweit: Der druckfrische Geschäftsbericht von Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway ist erschienen
Wie in jedem Jahr gibt uns der erfolgreichste Investor der Welt auch diesmal wieder wertvolle Tipps für bessere Investitionen
Ich habe mich sofort an den Schreibtisch gesetzt, den Bericht ausgiebig studiert und daraus für dich die 9 wertvollsten Erkenntnisse herausgearbeitet
Passend dazu habe ich ungesunde Mengen an Coca-Cola getrunken und dazu kräftig Heinz-Ketchup gegessen, um den Kurs der abgestürzten Aktie wieder anzuschieben
2018 hat Berkshire netto 4.021 Mio. USD verdient. 2017 waren es noch 44.940 Mio. USD. Der Nettogewinn ist also innerhalb eines Jahres um 89% eingebrochen. Sind die guten Zeiten von Berkshire damit vorbei?
Nein. Vielmehr ist es so, dass der Nettogewinn dank eines neuen Rechnungslegungsstandards keinerlei Aussagekraft mehr hat. Seit 2018 ist Berkshire gezwungen, Buchgewinne und Buchverluste der gehaltenen Aktien in der Gewinn- und Verlustrechnung mit auszuweisen. Die Bilanzierung zu aktuellen Kursen führt so zu völlig verwirrenden Ergebnissen. Da im Kalenderjahr 2018 der Aktienkurs einiger Aktien gesunken ist, wurde der Gewinn um diese Buchverluste nach unten korrigiert.
Buffett verweist im Geschäftsbericht daher darauf, dass langfristige Investoren dem ausgewiesenen Nettogewinn keinerlei Beachtung mehr schenken sollten. Es wird Jahre geben, in denen der Wert der gehaltenen Aktien um 40 Mrd. USD steigt. In anderen Jahren wird er (wie in 2018 passiert) um einige Milliarden sinken.
Entscheidende Größe ist daher der operative Gewinn der sich im vollständigen Besitz von Berkshire befindlichen Gesellschaften. Dieser ist (ohne das Versicherungsgeschäft) 2018 um kräftige 24% (!) auf 20,8 Mrd. USD angestiegen. Die Ertragskraft von Berkshire ist also kräftig angestiegen, das Unternehmen ist wertvoller als je zuvor.
[caption id="attachment_8837" align="aligncenter" width="600"] Der Gewinn vor Steuern der sich im vollständigen Besitz von Berkshire befindlichen Unternehmen steigt immer weiter an. 2018 erreichte er mit mehr als 14.000 USD je A-Aktie (bzw. 9,33 USD je B-Aktie) einen neuen Rekordwert. Berkshire wirft mehr Cash ab als je zuvor. Nicht vergessen: Berkshire besteht aus mehr als den gehaltenen Unternehmen. Ein riesiger Cashbestand und ein gigantisches Aktienportfolio kommen obendrauf.[/caption]
Aktienrückkäufe sind umstritten. Das Geld sei besser in Investitionen angelegt, so ein häufiges Argument. Nun ja, eine Kreditkartengesellschaft wie American Express kann die erwirtschafteten Gewinne nicht vollständig investieren. Denn dafür wirft das Geschäftsmodell viel zu viel Gewinn ab. Also ist es richtig, das überschüssige Cash an die Aktionäre zurückzugeben. Das kann durch Dividenden, Aktienrückkäufe oder einer Kombination beider Instrumente geschehen.
Aktienrückkäufe sind nicht nur umstritten, sondern auch ein wirkungsvolles Instrument. In den letzten 8 Jahren hat Berkshire keine weiteren Aktien der Kreditkarten-Gesellschaft American Express hinzugekauft. Trotzdem ist der Anteil von Berkshire am Unternehmen von 12,6% auf 17,9% angestiegen! Mit jeder zurückgekauften Aktie erhöht sich der Gewinnanteil der verbleibenden Aktionäre am Unternehmen. American Express zählt schon lange zu den großen Rückkäufern von Aktien. Die Kombination aus stetig steigenden Gewinnen und kontinuierlichen Aktienrückkäufen ist der größte Turbo, den man sich als Aktionär wünschen kann.
[caption id="attachment_9183" align="alignright" width="300"] Kreditkartenunternehmen wie American Express oder Visa bzw. Mastercard sind wahre Gelddruckmaschinen. Das hat unsere Premium-Aktienanalyse zu Visa und Mastercard aufgezeigt.[/caption]
Buffett hat für das riesige Aktienpaket an American Express 1,3 Mrd. USD bezahlt. Aktuell liegen alleine die an Berkshire ausgezahlten Dividenden bei jährlich 237 Mio. USD, was einer Dividendenrendite von 18,2% auf den Einstandskurs entspricht.
Und auch Berkshire selbst hat 2018 wieder damit angefangen, eigene Aktien zurückzukaufen. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang folgender Satz:
Over time, Berkshire will be a significant repurchaser of its shares.
Je tiefer der Aktienkurs von Berkshire fällt, desto mehr Aktien wird Buffett aufsaugen. Diese Nachfrage stützt den Aktienkurs. Die Berkshire-Aktie ist also mit einer Art "Airbag" gegen einen sinkenden Kurs ausgestattet. Die Munition ist gewaltig: Berkshire sitzt mittlerweile auf einem Cashberg von 132 (!) Mrd. USD, was 27% des Aktienkurses ausmacht.
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