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Nach dem Crash: Welche Aktien kaufen? Bei diesen 7 Aktien gibt es große Insiderkäufe
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Nach dem Crash: Welche Aktien kaufen? Bei diesen 7 Aktien gibt es große Insiderkäufe

Die Aktienkurse haben deutlich nachgegeben. Nach dem Crash sind viele Aktien billig. Da stellt sich schnell die Frage: Welche Aktien kaufen? Eine Möglichkeit besteht darin, sich an den Insiderkäufen von Vorständen zu orientieren. Wenn ein Vorstand mehrere hunderttausend Euro seines privaten Vermögens in die von ihm geführte Gesellschaft investiert, dann kann es ja nicht so schlecht um die Zukunftsaussichten des jeweiligen Unternehmens stehen. Wir haben die größten aktuellen Insiderkäufe im März 2020 ausgewertet - und stellen dir 7 Aktien vor, bei denen die Insider derzeit investieren.

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1Was sind Insiderkäufe?

An den Kapitalmärkten gibt es ein großes Informationsgefälle. Der sogenannte "Prinzipal-Agent-Konflikt" beschreibt das Phänomen, dass die Vorstände eines Unternehmens mehr Informationen über die Geschäftsentwicklung haben als außenstehende Personen.

In den letzten Wochen haben sich die Ereignisse an den Finanzmärkten, in der Gesellschaft und in der Wirtschaft aufgrund der Coronakrise regelrecht überschlagen. Nur sehr wenige Unternehmen sind in der Lage, die Auswirkungen der Coronakrise auf ihr Unternehmen zu beziffern. Das liegt einerseits daran, dass sich die Lage täglich ändert. Anderseits liegt es daran, dass noch überhaupt nicht klar ist, wie lange uns diese Krise noch beschäftigen wird. Daher haben die allermeisten Unternehmen trotz der unter Umständen massiven Auswirkungen auf ihr operatives Geschäft noch keine Meldungen herausgegeben, wie stark ihr Geschäft von der aktuellen Krise betroffen ist.

Investoren stochern also im Dunklen. Eine kleine Hilfestellung gibt es dennoch. Die Insider eines Unternehmens (die Vorstände, der Aufsichtsrat) haben tagesaktuelle Informationen über die Entwicklung ihres Unternehmens. Sie bekommen von ihren Mitarbeitern täglich Berichte zugespielt, in denen u.a. folgende Informationen enthalten sind:

  • Wie steht es um die Nachfrage?

  • Welche Fabriken laufen noch, welche nicht mehr?

  • Wie steht es um die Liquidität?

  • Wie schnell wird sich das Geschäft erholen?

Dank dieser Informationen, die den Vorständen zugänglich sind, nicht aber uns Investoren, besitzen die Insider derzeit einen besonders großen Informationsvorsprung. Erst mit der Veröffentlichung der nächsten Quartalsberichte wird sich dieser Vorsprung wieder abbauen. Wenn die Unsicherheit schwindet, dann kehren die Aktienkurse auch wieder näher an ihren tatsächlichen Wert zurück. Derzeit aber herrscht eine große Unsicherheit und die führt dazu, dass viele Aktien mit einem massiven Kursabschlag gehandelt werden (denn es könnte ja wirklich schlecht um das Unternehmen stehen).

Umso interessanter ist es, wenn die Insider mit privatem Geld Aktien des eigenen Unternehmens erwerben. Auf Basis der ihnen vorliegenden Informationen scheint es offensichtlich eine starke Unterbewertung der Aktie zu geben. Denn wenn ein Vorstand für mehrere hunderttausend EUR seines privaten Vermögens in die Aktien der eigenen Gesellschaft einsteigt, dann muss er sich schon recht sicher sein, was er da tut. Studien haben ergeben, dass die Rendite nach dem Kauf von Insidern erhöht ist. Statistisch gesehen erhöht man also seine Rendite, wenn man den Insidern folgt. Wie groß dieser Effekt ist, darüber sind sich die Studien uneinig. So oder so: Ein netter Indikator ist es allemal, man sollte aber keinesfalls blind nachkaufen, sondern immer selbst überprüfen, ob man sich langfristig an dem jeweiligen Geschäftsmodell beteiligen möchte und ob man die Bewertung für günstig hält.

Doch woher weiß man, welcher Vorstand gerade eigene Aktien kauft? Es gibt eine Veröffentlichungspflicht von Insidergeschäften:

1.1Veröffentlichungspflicht von Insiderkäufen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) schreibt auf ihrer Website:

Seit dem 1. Juli 2002 müssen nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) Geschäfte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Gesellschaften und ihren Familienangehörigen in Wertpapieren der eigenen Gesellschaft unverzüglich mitgeteilt und von der Gesellschaft veröffentlicht werden.

Um die Transparenz des Kapitalmarktes zu erhöhen, werden die Insider eines Unternehmens gezwungen, Transaktionen innerhalb kurzer Zeit öffentlich bekanntzugeben. Übrigens sind diese Insidergeschäfte völlig legal - wenn die entsprechenden Regeln (u.a. Einhaltung der Veröffentlichungspflichten) eingehalten werden. Dank dieser Veröffentlichungspflicht von Insiderinformationen sind wir in der Lage, dir in diesem Artikel 7 Aktien vorzustellen, bei denen die Vorstände und Aufsichtsräte im März 2020 besonders viele eigene Aktien erworben haben. Dafür sind wir wie folgt vorgegangen:

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