
Michael C. Jakob
Gründer, AlleAktien
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Was ist bei Kion passiert? Kion meldet schwache Quartalszahlen und veröffentlicht eine Gewinnwarnung für 2022. Nun scheint sich unter den aktuell negativen Rahmenbedingungen ein weiterer Ergebniseinbruch abzuzeichnen. Zeit, dass wir die Ereignisse bei Kion professionell einordnen.
Was ist bei Kion passiert?Kion hat einen Ausblick auf die Quartalszahlen in Q3 präsentiert und eine Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlicht. Gleichzeitig ist Kion eines der für hohe Energiekosten anfälligen Unternehmen und besonders kapitalintensiv — Aspekte, die in der aktuellen Makrolage für Gegenwind sorgen. Anleger wurden ihn verschiedenster Hinsicht enttäuscht und sind in Scharen aus der Aktie geflüchtet. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 77 % des Börsenwertes verloren.
Warum ist es passiert? Grund für die angespannte Lage seien Lieferketten-Engpässe und gestiegene Material-, Energie- und Logistikkosten, heißt es in der Mitteilung. Aber auch strukturelle Probleme sind zu erkennen. Das starke Neugeschäft in Verbindung mit dem unsicheren makroökonomischen Umfeld habe die Schwächen innerhalb der Prozesse im Unternehmen verstärkt.
Wie muss man bei Kion jetzt handeln? Wir sind nochmal durch den Geschäftsbericht und Quartalsbericht gegangen und haben uns intern ausführlich über die neue Situation für das Unternehmen ausgetauscht im aktuellen Marktumfeld ausgetauscht. Unsere Einordnung der Lage erfährst du in diesem Kion Crash Report.

Im Juni 2021 haben wir ein Update für die Kion Aktie veröffentlicht. Durch Corona wurde Kion erstmal gebremst. Die Coronakrise hat den wachsenden Markt für Gabelstapler ausgebremst. Denn produzierende Unternehmen haben einen Nachfrageeinbruch erlebt. Aber das war nur kurzfristig. Dank des eCommerce-Booms konnte Kion einen Teil des Rückgangs ausgleichen. Wenn du dir das Unternehmen noch ein mal genau anschauen möchtest, findest du die ganze Analyse hier.
Kion ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Logistiklösungen. Das Unternehmen ist dabei in zwei Geschäftsbereiche aufgeteilt:
Industrial Trucks & Services. Kion verkauft Flurförderzeuge wie Hubwagen und Gabelstapler und verschiedene Lagerlösungen. Die Produkte dienen dazu, ein strukturiertes Lager aufzubauen und Produkte und Paletten durch die Gegend zu befördern. Kion setzt dabei auf mehrere Marken. Die bekanntesten Marken sind Linde und STILL, die das Premium-Segment abdecken. Baoli ist eine preiswerte chinesische Marke. Die Marken OM und Fenwick richten sich dagegen auf regionale Märkte wie den attraktiven indischen Markt aus.
Supply Chain Solutions. Kion hat die Unternehmen Egemin, Dematic und DAI übernommen, die sich auf automatisierte Intralogistik-Lösungen spezialisiert haben. Kion bietet Lager- und Sortiersysteme an, die den internen Material- und Produktfluss automatisieren. Dank Kions Systemen können Aufträge oder Retouren ohne menschliche Hilfe von einem Unternehmen bearbeitet werden.
Kions Strategie ist es, den gesamten Logistikmarkt abzudecken. Andere Logistik-Unternehmen fokussieren sich meistens nur auf eines der beiden Segmente und eine Preisklasse. Kion setzt auf den gesamten Markt. Kion bietet für jede Preisklasse Flurförderzeuge und ist der führende Anbieter von automatisierter Logistik. Gerade in den Premiumsegmenten entwickeln sie die nächste Generation der Logistik. Sie produzieren bereits umweltfreundliche Elektro- sowie Brennstoffzellen-Flurförderzeuge und setzen auf Automatisierung. Sobald die Produkte verkauft sind, profitiert Kion von Finanzierungszahlungen und regelmäßigen Wartungen, um die Fahrzeuge und Systeme instand zu halten. Ein planbares Geschäft, das mittlerweile 44 % der Umsätze ausmacht.
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