Fraport Aktie Update: Ein Schnäppchen zum 100-jährigen Jubiläum?
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Fraport Aktie Update: Ein Schnäppchen zum 100-jährigen Jubiläum?

Die Fraport AG: Ein Absprung oder eine Landung für Investoren? Der Flughafen Frankfurt ist das deutsche Drehkreuz der internationalen Luftfahrt. Darüber hinaus ist Fraport ein international führender Flughafenbetreiber. Das Unternehmen betreibt insgesamt 30 Flughäfen auf 4 Kontinenten. Zum Portfolio gehören neben dem Flughafen in Frankfurt eine Vielzahl weiterer internationaler Flughäfen. Doch wie sieht es hinter den Kulissen des Unternehmens aus? In dieser Analyse beleuchten wir die finanzielle Gesundheit der Fraport AG, ihre Wachstumsstrategie und die Chancen und Risiken, die sich für Anleger ergeben. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um in die Fraport-Aktie einzusteigen?

Fraport Aktie Update: Ein Schnäppchen zum 100-jährigen Jubiläum? Aktie und Aktienanalyse

Hauptsitz
Deutschland
Sektor
Industrie
Industrie
Flughafendienste
Kurs
44,65 EUR
Marktkapitalisierung
4,12 Mrd. EUR
Umsatzwachstum Ø5 Jahre
1,54 %
Gewinnwachstum Ø5 Jahre
-1,34 %
Bruttomarge
21,33 %
Gewinnmarge
10,93 %
Dividende
0,00 Euro
Dividendenrendite
0,00 %
Free Cash Flow Rendite
-0,15 %
Datum
25.08.2024

Aktien Update - Fraport 2024

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Die Aktie konnte sich seit der COVID-19-Pandemie noch nicht erholen. Ihr Allzeithoch erreichte Fraport-Aktie vor mittlerweile 7 Jahren im Januar 2018 bei einem Kurs von 96,94 EUR. Heute notiert die Aktie über 50 % tiefer.

  • Internationaler, als man denkt.Europa, Asien oder Amerika: Fraport ist weltweit vertreten. Ob beim Bau eines neuen Terminals am Flughafen Lima, dem Betrieb von 14 Regionalflughäfen in Griechenland oder dem Center Management an US Flughäfen. Überall wird auf die vielfältige Erfahrung und das Know-how der Fraport-Spezialisten vor Ort gesetzt. Zu den insgesamt 30 Flughafenbeteiligungen gehören unterschiedlich hohe Anteile an Flughäfen in Slowenien, Griechenland, Bulgarien, Russland, Brasilien, Peru, Türkei, China und Indien. Der Standort in Frankfurt ist für den Konzern jedoch am wichtigsten. 73 % der Konzerngewinne stammen aus Deutschland.

  • Die Erholung nach der globalen COVID-19-Pandemie. Die Luftfahrtindustrie wurde von der COVID-19-Pandemie schwer getroffen. Doch Fraport konnte auch diese Krise überwinden. Die Zeit zwischen 2019 und 2023 war finanziell jedoch eine echte Herausforderung für den Konzern. Nicht grundlos wurde die Dividende gestrichen und bis heute noch nicht wieder aufgenommen. Auch der Aktienkurs verzeichnete einen ordentlichen Crash: Von seinem Allzeithoch bei 96,94 € pro Aktie in 2018 vor der Pandemie verlor der Kurs rund 68 % auf den Tiefpunkt von 31,25 € pro Aktie im Oktober 2020. Seitdem konnten sich weder der Aktienkurs noch das Passagieraufkommen vollständig erholen. - Doch es gibt ein Licht am Ende des Tunnels!

  • Der geheime Immobilienbetreiber.Das Unternehmen wird für seine Monopolstellung am Flughafen entsprechend entlohnt: Die eigenen Immobilienflächen in den Flughafengebäuden werden zu äußerst hohen Mietpreisen vermietet. Ein grundsolides Geschäftsmodell, das allein in Frankfurt 280 Einzelhandelsflächen in den Terminals bietet. Die Geschäfte am Frankfurter Flughafen sind an sieben Tagen in der Woche geöffnet, auch an Feiertagen.

  • Bereits 100 Jahre alt.Was 1924 als „Südwestdeutsche Luftverkehrs AG“ begann, ist heute ein weltweiter Dreh- und Angelpunkt der Luftfahrt. Damals war der Frankfurter Flughafen noch ein kleines Areal, es gab nur wenige Starts und Landungen am Tag. Erst 1936 zog der Frankfurter Flughafen vom ersten Flugplatz auf dem Hofgut Rebstock an den heutigen Standort um. Die Lage des Flughafens war ideal, da er direkt an ein großes Autobahnkreuz und wichtige ICE-Verbindungen angeschlossen war. Nun blickt man auf das Megaprojekt des neuen Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. Rund vier Milliarden Euro soll das Projekt bis zu seiner geplanten Eröffnung 2026 verschlungen haben.

1Das Geschäftsmodell

Im Gegensatz zum Aktienkurs liegt der Umsatz zumindest wieder auf bzw. sogar über dem Niveau vor der Pandemie. Die Gewinne hinken noch etwas hinterher, sind aber seit 2021 jedes Jahr gewachsen.

Was macht Fraport?

Die Fraport AG ist ein international führender Flughafenbetreiber. Das Unternehmen betreibt insgesamt 30 Flughäfen auf 4 Kontinenten. Zum Portfolio gehören neben dem Flughafen in Frankfurt Beteiligungen an einer Vielzahl weiterer internationaler Flughäfen. So hält man unterschiedlich hohe Anteile an Flughäfen in Slowenien, Griechenland, Bulgarien, den USA, Brasilien, Peru, Türkei, China und Indien.

Der mit Abstand wichtigste Standort des Unternehmens ist der Frankfurter Flughafen. Besonders stark vertreten ist Fraport jedoch auch in Griechenland mit 14 Regionalflughäfen sowie Flughäfen in den USA, Südamerika, Asien (u.a. in Indien und China) und Osteuropa. Bildquelle: Fraport AG
Der mit Abstand wichtigste Standort des Unternehmens ist der Frankfurter Flughafen. Besonders stark vertreten ist Fraport jedoch auch in Griechenland mit 14 Regionalflughäfen sowie Flughäfen in den USA, Südamerika, Asien (u.a. in Indien und China) und Osteuropa. Bildquelle: Fraport AG

Die Aktie von Fraport notiert aktuell 63 % unter dem Eulerpool Fair Value bei einer 3-Jahres-Glättung. Bei einer 1-Jahres-Glättung sind es zumindest noch rund 10 % unter dem Eulerpool Fair Value.

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Das Geschäftsmodell lässt sich in vier Segmente aufteilen:

  1. Aviation/Flugbetrieb. In diesem Segment erwirtschaftet Fraport 27 % des Gesamtumsatzes. Das Unternehmen betreibt die gesamte Infrastruktur am Frankfurter Flughafen, wozu das Management der Start- und Landebahnen, der Flughafenfeuerwehr, dem Medial Center und des Rettungsdiensts sowie der Unternehmenssicherheit zählen. In diesem Segment arbeitet Fraport ohne Konkurrenz, da das Unternehmen der alleinige Grundstückseigentümer und Besitzer der Infrastruktur ist. Theoretisch könnte das Unternehmen diese Monopolstellung ausnutzen und absurd hohe Gebühren berechnen, wodurch hier der der Gesetzgeber eingegriffen hat und dieses Segment stark reguliert.

  2. Ground Handling. Hierzu zählen Bodenverkehrsdienstleistungen wie Lade-, Gepäck- und Passagierservices, die Innenreinigung von Flugzeugen sowie der Betrieb der zentralen Infrastruktur und der Gepäckförderanlage am Flughafen Frankfurt. Dieses Segment erwirtschaftet rund 17 % des Gesamtumsatzes, durch eine negative Marge von - 10,9 % (2023) trägt es allerdings nicht zum Gewinn bei. In diesem Segment steht Fraport im Wettbewerb mit anderen Dienstleistern, so dass der Preiskampf zu einer sehr geringen Gewinnmarge und teilweise sogar zu Verlusten führt.

  3. Retail & Real Estate. In diesem Segment erwirtschaftet Fraport 13 % des Gesamtumsatzes. Unter dieses Segment fällt die Entwicklung und Vermietung von Flughafen- und flughafennahen Flächen in Frankfurt. Dazu zählt vor allem das Retail-Geschäft, die Gebäude- und Flächenvermietung sowie das Parkhaus-Management. Das lukrative an diesem Segment ist, dass es nicht reguliert ist. Fraport kann hier seine Monopolstellung ausspielen, wodurch es im Segment Retail & Real Estate zu einer soliden Gewinnmarge von 55 % kommt.

  4. International Activities. Dieser Geschäftsbereich bezieht sich auf Akquisitionen und Beteiligungen und verantwortet alle Flughafeninvestitions- und Consulting-Aktivitäten der Fraport AG außerhalb von Frankfurt. Dieses Segment ist nochmal von erheblicher Bedeutung, da es für 43 % des Gesamtumsatzes und mit einer Gewinnmarge von rund 20 % für den Großteil des Gewinns verantwortlich ist.

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