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Coronavirus Aktien: Diese 4 Unternehmen können von der Krise profitieren
Update

Coronavirus Aktien: Diese 4 Unternehmen können von der Krise profitieren

Das Coronavirus breitet sich aus. Am 03. März 2020 wurden weltweit bereits mehr als 90.000 Fälle in über 70 Ländern gemeldet. Innerhalb Chinas scheint sich die Lage zu bessern. Dafür aber bricht die Erkrankung in immer mehr anderen Ländern aus - und sorgt so vielerorts für Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens. Auch die Börse wurde bereits infiziert - Ende Februar korrigierte der S&P 500 Index innerhalb von wenigen Tagen um mehr als 10% nach unten. Anfang März kam es dann schon wieder zu einer Gegenbewegung. In diesem Artikel stellen wir dir 4 Unternehmen vor, die von dieser Krise profitieren können. Sollte es an den Börsen weiter Richtung Süden gehen, so werden wir einen weiteren Artikel nachschieben - und darin auf die Aktien mit größtem Corona-Rabatt eingehen. Doch noch ist es nicht soweit.

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Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden weltweit Flüge gestrichen. Flughäfen sind leer wie selten zuvor. In diesem Artikel gehen wir aber nicht auf mögliche Verlierer-Aktien ein, die es derzeit mit Rabatt an der Börse zu kaufen gibt. Sondern auf die Gewinner.

1Coronavirus und Aktien

Existentielle Krisen der Menschheit: Wer sich die Zeit nimmt und im Internet über existentielle Krisen für die Menschheit sucht – Krisen, die die Menschheit also teilweise oder ganz auslöschen könnten – der stößt neben „Supervulkanen“, „Meteoriteneinschlägen“ und „Atomkrieg“ auch ganz schnell auf den Begriff „Pandemie“.

Coronavirus eine Pandemie? Eine Pandemie ist per Definition der weltweite Ausbruch einer Krankheit mit teilweise tödlichem Verlauf – quasi die globalisierte Steigerung einer Epidemie. Also eigentlich genau das, was wir gerade mit Corona, dem Erreger der „COVID 19“ Erkrankung erleben. Anfangs von vielen als harmlose Grippeepidemie unterschätzt, ist das Virus mittlerweile weltweit aufgetreten.

Eine tückische Erkrankung: Besonders tückisch an dieser Krankheit ist die lange Inkubationszeit. Ein Infizierter weiß oft tagelang nicht, dass er den Erreger in sich trägt und hat so jede Menge Zeit, seine Mitmenschen ebenfalls zu infizieren. Das macht es beinahe unmöglich und unglaublich aufwendig, die Eskalation zu verzögern. Die Versuche der Behörden, ein „Outbreak“ zu verhindern, wirken allesamt hilflos. In China und Italien werden ganze Städte von der Außenwelt abgeriegelt.

Die Lage in Deutschland: Auch Deutschland scheint die Kontrolle über die Seuche längst verloren zu haben, bereits jetzt könnten zahllose Menschen das Virus in sich tragen, die davon nichts ahnen. Die Letalität – also die Sterblichkeitsrate – durch Corona ist zum Glück mit 1:50 noch gering und trifft vor allem ältere Patienten und Menschen mit schweren Vorerkrankungen. Immerhin ist Covid 19 aber 10 mal tödlicher als die Grippe. Dort liegt die Letalität bei nur 1:500. Schwangere und Kinder haben vor dem Virus quasi nichts zu befürchten.

Ein Ausbruch in Afrika? Nicht auszumalen jedoch, was passiert, wenn der Erreger z.B. in Afrika ausbricht und dort in den Elendsvierteln auf die Menschen trifft. Dort, wo keine Hygienemaßnahmen ergriffen werden können und die Menschen oft unterernährt und geschwächt sind, wird sich die Sterblichkeit rasch vervielfachen. So gesehen hat diese Grippe also tatsächlich das Potential einer Pandemie, die einen guten Teil der Menschheit bedrohen könnte. Obwohl keiner den weiteren Verlauf dieser Situation seriös voraussehen kann, muss man wohl davon ausgehen, dass uns der schlimme Höhepunkt noch bevorsteht. Und das gilt wohl auch für die Wirtschaft.

Aktuelle Zahl der Erkrankungen: Natürlich ist es angesichts von mittlerweile 3.000 Toten und über 90.000 Erkrankten (Stand 03. März 2020) moralisch schwierig, sich Gedanken über die Auswirkungen der Seuche auf die Performance des eigenen Portfolios zu machen. Ich hoffe jedoch für alle unsere Leser, dass diese Erkrankung an euch und euren Familien und Freunden vorüberzieht und wir uns künftig wieder voll auf die Vermögensbildung konzentrieren können.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen: Interessant ist es dennoch, mal zu schauen, welche Firmen aus einer Pandemie wie Corona kurz und mittelfristig gestärkt hervorgehen könnten. Denn Verlierer wird es auch an den Börsen genug geben. Wir erleben hier derzeit keine Kurskorrektur aufgrund einer Börsenlaune. Hier entsteht derzeit massiver, wirtschaftlicher Schaden. Wie hoch, das lässt sich seriös kaum abschätzen. Oder wie Christian W. Röhl so passend erklärt:

Der Kaffee im Starbucks, der derzeit nicht getrunken wird, der wird auch später nach dem Virus nicht nachgeholt

Konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf die Betrachtung der Firmen, die helfen werden, dass es Pandemien künftig schwerer haben, Menschen zu töten.

2Heilversprechend – AbbVie Corporation

Wann wird es einen Impfstoff geben? Ganz zu Beginn gleich eliminieren wir mal ein Missverständnis, das uns die Presse derzeit täglich zum Frühstück serviert. Eine Impfung wird präventiv verabreicht, also bevor man erkrankt. Hat man das Virus erstmal im Körper, kann man so lange impfen, bis die Nadel glüht. Es nützt nichts mehr. Dann benötigt man einen Wirkstoff, ein Medikament, das die Krankheitssymptome abschwächt und den Patienten bestenfalls heilt. Der Impfstoff wird laut Experten noch eine Weile auf sich warten lassen, hier reden viele von 12 Monaten.

Ein rettendes Medikament: Der wichtigste Schritt zur Eindämmung des Virus ist aber ganz klar ein Wirkstoff, der den Verlauf der Erkrankung abschwächt und das Leben der Patienten rettet. Das ist von psychologischer Bedeutung, denn eine Krankheit, der man mit einem Gegenmittel den „Zahn“ ziehen kann, die verbreitet eben längst nicht mehr diesen Schrecken. Die ganze Welt und vor allem die Finanzwelt schaut wie gebannt auf die Labore der Pharmaindustrie.

Hat AbbVie ein Medikament im Angebot? Und während weltweit eifrig die Petrischalen observiert werden, behauptet die Konzernspitze von AbbVie rotzfrech, dass sie ein solches Medikament bereits haben. Hier geht es um ein Präparat aus der AIDS Pipeline (Kaletra bzw. Aluvia) eigentlich gegen das HI-Virus entwickelt und scheinbar in der Lage, den Verlauf der COVID 19 Erkrankung positiv zu beeinflussen. Problem: Bis jetzt existieren noch nicht genügend verlässliche Daten, um die Wirksamkeit des Medikamentes zu beweisen. In China wird es aber bereits an Patienten getestet. Sollte die Wirksamkeit bewiesen werden, wären die Pharmazeuten von AbbVie die Helden der Stunde und die Menschheit könnte weltweit etwas aufatmen.

Lage würde sich entspannen: Damit würde die Corona Pandemie vorerst zu einer Grippe Epidemie herabgestuft. In den kommenden Jahren könnte AbbVie seinen Wirkstoff jährlich zur neuen Covid Saison herausbringen. Das würde Umsatz und Gewinn nachhaltig stärken. Natürlich ist das nur eine reine Spekulation und den endgültigen Erfolg können auch andere Firmen davontragen. Aber die Börsen honorieren derzeit die Fortschritte von Abbvie, der Kurs ist seit Ausbruch der Krankheit deutlich gestiegen. Sollte AbbVie oder ein Wettbewerber Erfolg haben, so richtig durch die Hölle durch wären wir damit noch nicht. Dazu benötigen wir wie gesagt den Impfstoff, doch darauf gehen wir im nächsten Kapitel ein.

Vorher noch ein paar Worte zu AbbVie: Der etwas gekünstelt klingende Name leitet sich aus den Wurzeln des Unternehmens ab. AbbVie war einst Teil der Abbott Laboratories und wurde im Jahr 2013 abgespalten. Während sich Abbott mehr auf Diagnostik und Medizintechnik konzentriert, ist AbbVie stark in der Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Hepatitis C, Rheuma, Multiple Sklerose und Onkologie. AbbVie hält auch das Patent an der Mutter aller Blockbuster, „Humira“, dem umsatzstärksten Medikament der Welt. Knapp 19 Mrd. Dollar hat Abbvie 2017 mit diesem Wirkstoff eingenommen und ein Ende des Booms ist auch in den nächsten Jahren noch nicht wahrscheinlich. Zu breit ist das Anwendungsspektrum dieser Arznei.

Die nächsten Schritte des Unternehmens: Aber bei Abbvie ruht man sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Erst im letzten Jahr haben die Pharmazeuten aus Chicago bekannt gegeben, den irischen Konzern Allergan übernehmen zu wollen. Damit würde ein weiterer Blockbuster, das Kosmetikmittel „Botox“ in die Hände von AbbVie geraten. Und auch in Sachen Forschung geht AbbVie mit großen Schritten voran. Man spricht von einem der flexibelsten und schnellsten Wirkstoffentwickler der Welt.

Fundamentales zur AbbVie-Aktie: Wer auf solide finanzierte Firmen mit komfortablem Eigenkapitaldeckel steht, der sollte die nächsten Zeilen überspringen. Die Bilanz von AbbVie enthält einen großen Berg an Fremdkapital. Der dreifache Jahresumsatz wird in den Büchern unter Verbindlichkeiten geführt. Das wirtschaftliche Eigenkapital ist sogar negativ. Ein wenig Bescheidenheit und Investitionszurückhaltung täte dem Management also gut. Andererseits ist Fremdkapital billig wie nie. Und auch die vermeintlichen Musterschüler Roche und Novartis haben in den letzten Jahren tüchtig auf Pump gelebt. Gepflegte Bilanzen sind also nicht des Pharmazeuten liebstes Kind. Und ansonsten?

Eine Dividendenperle: Das KGV liegt unter 10. Sowas erleben wir ansonsten nur in der Automobilindustrie, eine Dividendenrendite von 5%, die seit Jahren jährlich gesteigert wird. Die prall gefüllte Pipeline lässt keinen Zweifel daran, das AbbVie in den nächsten Jahren viel vor hat.

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