Comcast Aktie kaufen: Mein Aktientipp
Aktienanalyse

Comcast Aktie kaufen: Mein Aktientipp

Comcast. Der US-Telekom-Riese ist ein "Langweiler". Nicht so hipp und cool wie Netflix. Nicht so angesagt wie Disney. Aber die Kennzahlen überzeugen. Umsatz, Gewinn, Dividende: Es geht von links unten nach rechts oben. Mit zweistelligem Wachstum. Umso erstaunlicher die günstige Bewertung: Ein KGV von 15 ist absolut fair.

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Aktientipp Comcast Corp.
Hauptsitz USA
ISIN US20030N1019
WKN 157484
Preis 46 USD
Ausstehende Aktien 4.640 Mio.
Marktkapitalisierung 213.400 Mio. USD
Nettoverschuldung 107.900 Mio. USD
Enterprise Value 321.300 Mio. USD
Free Cash Flow-Rendite 6,5% (2019); 7,9% (2020)
Dividendenrendite 1,8%
Datum 16.10.2019

0.1Podcast zum Comcast-Aktientipp

0.2Live-Aktienkurs der Comcast-Aktie

1Reich wie Mr. Grey: Wie die Comcast-Aktie mit „50 Shades of grey“ in den Streaming Krieg zieht

Wer sein Geld derzeit langfristig und konservativ Anlegen will – und im Bekanntenkreis diejenigen befragt, die sich augenscheinlich auskennen - dem wird meistens im zweiten Atemzug der Name „Walt Disney Corporation“ empfohlen.

Disney ist bunt, groß und begleitet fast jeden von uns seit unserer Geburt. Disney bringt dem Kunden vor allem Freude und ist gerade für ethisch bedachte Investoren total unbedenklich. Keine Waffen, kein Sex, kein Alkohol und keine Tierversuche – noch nicht mal Mikroplastik. Der Wiedererkennungswert der Kalifornier ist einmalig und der sog. Burggraben tief: Von Spiderman über Homer Simpson bis Luke Skywalker hat sich Disney in den letzten Jahren gefühlt so ziemlich alles zusammengekauft, was im Entertainment Business Rang und Namen hat. Man beherrscht aber auch die Kunst, neue, eigene Marken groß werden zu lassen: Nemo, Ariel die Meerjungfrau, Lightning McQueen, Simba und die Eiskönigin „Elsa“ sind beeindruckende Beispiele für eine lückenlose Wertschöpfung durch ausgefeiltes Marketing und Merchandising. Und natürlich sind die zeitlosen Klassiker wie Donald, Mickey und Goofy auch weiterhin im Sortiment vertreten.

Disney, Disney, Disney. Diese Aktie ist unfehlbar und gehört laut einschlägiger Börsenmagazine in jedes Depot, so wie SAP, Fresenius und die obligatorischen Anteile von Nestlé. So weit also der Status quo der „quick and dirty“ Anlageberatung.

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Der Name Comcast hingegen wird im Zusammenhang mit Medieninvestments dem kleinen Anleger quasi nie genannt. Zwischen den Leuchttürmen Disney, Netflix, AT&T Time Warner und Vivendi ist in den Spalten der Börsenzeitschriften und Blogs eben kein Platz für die glanzlose Mutter von NBCUniversal. Das ist eventuell ein kleines Versäumnis. Denn es ist längst nicht alles Disney, was in unseren Kinos Erfolg hat und diese eine Aktie hat in meinen Augen viele Trümpfe in der Hand, um dem Giganten aus Burbank auch in naher Zukunft die Stirn zu bieten und im aufbrausenden Streaming Markt ein gehöriges Wörtchen mitzureden.

Also Vorhang auf für einen der größten Kabelnetzbetreiber, Internetanbieter und Unterhaltungskonzerne der Welt.

2Comcast Aktie kaufen: Wer die Geschichte versteht, kann die Zukunft besser einschätzen

Anders als die großen Wettbewerber Disney oder AT&T blickt Comcast nicht auf eine hundertjährige Geschichte und namhafte Gründer wie Walt Disney bzw. Alexander Graham Bell zurück. Diese Erfolgsgeschichte beginnt erst während des Vietnam Krieges in den Swinging Sixties.

Ein alter Fernseher erinnert an die Zeiten, in denen der Empfang keineswegs garantiert war.

Fernseher waren damals noch klein, sehr teuer und schwarz-weiß. Die allermeisten Haushalte hatten höchstens einen davon. Das Signal war analog und wurde per Antenne abgestrahlt und empfangen. Satelliten waren zu jener Zeit kleine Blechkugeln die „Piep, Piep, Piep“ machten und keine Telefongespräche vermittelten.

Und Antennen waren Drahtzäune auf Hausdächern mit dem CW Wert eines geöffneten Kleiderschranks. War das Wetter schlecht, dann war auch das Bild schlecht.

Kam ein Sturm auf, dann lag die Antenne im Garten und das Fernsehbild war weg. Oder der Blitz schlug in die Antenne ein. Dann war das Fernsehbild auch weg und das Haus brannte. Kurz, Fernsehen war damals ein großes und unbequemes Abenteuer für die ganze Familie.

Also gründete Ralph Roberts 1963 die American Cable Systems und vergrub Signalkabel unter der Erde – oder spannte sie über Masten - womit die sperrigen und wetterfühligen Antennen allmählich überflüssig wurden. Er schuf somit eine sichere, dauerhafte und antennenfreie Verbindung zwischen TV-Sender und Zuschauer.

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