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Bayer Kapitalerhöhung für Monsanto: Was Anleger mit den Bezugsrechten tun sollten
Aktienanalyse

Bayer Kapitalerhöhung für Monsanto: Was Anleger mit den Bezugsrechten tun sollten

Bayer Kapitalerhöhung: Die Bayer AG hat Monsanto übernommen. Um die Übernahme zu finanzieren, führt das Unternehmen eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten durch. Ob man die neuen Aktien zeichnen sollte, klären wir im Artikel. Bildquelle: Bayer AG.

1Zusammenfassung zur Bayer Kapitalerhöhung

  • Die im DAX notierte Bayer AG hat 2016 bekanntgegeben, Monsanto übernehmen zu wollen. Monsanto ist ein großer Brocken. Der kombinierte Marktanteil der beiden Unternehmen ist sehr hoch.

  • Nachdem in den vergangenen zwei Jahren über 30 Kartellbehörden die Übernahme geprüft haben, hat Bayer nun grünes Licht bekommen.

  • Zur Finanzierung dieser Übernahme führt Bayer eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten durch.

  • Im Artikel gehe ich drauf ein, was Anleger jetzt mit den Bezugsrechten tun sollten.

  • Ob die Monsanto-Übernahme den Wert für uns Aktionäre steigert, und wie viel die Bayer-Aktie derzeit wert ist, erfährt du hier in der brandneuen Aktienanalyse über Bayer.

2Was ist eine Kapitalerhöhung?

Bei einer Kapitalerhöhung sammelt eine Aktiengesellschaft zusätzliches Eigenkapital von ihren Aktionären ein. Durch die Ausgabe neuer Aktien an Investoren fließt dem Unternehmen der entsprechende Erlös zu. Mit diesen zusätzlichen finanziellen Mitteln kann das Unternehmen Investitionen tätigen, Konkurrenten übernehmen oder Schulden zurückführen.

Im normalen Börsenhandel (Sekundärmarkt) kaufen Anleger die Aktien stets anderen Anlegern ab. Den Unternehmen fließt also keinerlei Kapital zu. Investoren tauschen untereinander Eigentumsanteile an Unternehmen aus.

Lediglich bei der Gründung einer Aktiengesellschaft, beim Börsengang und bei einer Kapitalerhöhung fließt den Unternehmen frisches Kapital zu. In diesem Fall erwerben Anleger die Aktien nicht von einem vorherigen Investor, sondern direkt vom Unternehmen. Daher fließt der Erlös auch dem Unternehmen zu.

Dieses frisch eingesammelte Kapital investieren die Unternehmen dann in produktive Anlagen wie Grundstücke, Produktionsanlagen, Maschinen, Mitarbeiter, Software, usw. und versuchen damit, einen Gewinn zu erzielen. Üblicherweise werden zumindest Teile der Gewinne einbehalten, um noch weiter wachsen zu können.

Sobald ein Unternehmen eine gewisse Größe und Profitabilität erreicht, beginnt es typischerweise, die überschüssigen Finanzmittel an seine Eigentümer wieder zurückzugeben. Dies geschieht entweder über die Auszahlung von Dividenden oder durch Aktienrückkäufe.

3Warum führt Bayer jetzt eine Kapitalerhöhung durch und beschafft sich damit neues Kapital?

Monsanto wurde von Bayer im Juni 2018 übernommen. Die Marke Monsanto verschwindet nun. Bayer wird bei Monsanto auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards genauso achten wie auf die Optimierung der Gewinne.

Bayer hat im Sommer 2016 überraschend bekanntgegeben, den US-amerikanischen Konkurrenten Monsanto übernehmen zu wollen. Bayer selbst hat seine Geschäfte in vier Sparten gebündelt.

In der Sparte "Pharmaceuticals" entwickelt, produziert und vertreibt Bayer verschreibungspflichtige Medikamente mit dem Ziel, den Menschen ein längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

In der Sparte "Consumer Health" stellt Bayer rezeptfreie Medikamente her. Sonnenschutzmittel, Bepanthen & Co. werden verkauft.

Die "Animal Health"-Sparte ist sehr klein. Bayer produziert Medikamente und Schutzmechanismen, um Tieren ein angenehmeres und gesünderes Leben zu ermöglichen. Hierunter fällt beispielsweise das Hundehalsband "Seresto", das dafür sorgt, dass Zecken und andere Tiere nicht mehr zubeißen, weil sie vom Geruch des Halsbandes abgeschreckt werden.

In der vierten Sparte, "Crop Science", entwickelt, produziert und vertreibt Bayer Saatgut und Pflanzenschutzmittel, um die steigende Weltbevölkerung mit ausreichend Nahrungsmittel versorgen zu können. Dabei achtet Bayer besonders stark auf die Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit der Produkte und hat sich im Laufe der Zeit einen guten Ruf als verlässlicher Partner erarbeitet.

Monsanto ist ein Wettbewerber in dieser Sparte gewesen. Da Monsanto ein hochinnovatives Unternehmen ist, das ebenfalls Saatgut und Pflanzenschutzmittel für eine steigende Weltbevölkerung produziert, hat sich die Bayer AG entschlossen, den Konkurrenten übernehmen zu wollen.

Nach zwei Jahren Prüfzeit von über 30 Kartellbehörden weltweit wurde die Übernahme im Juni 2018 freigegeben. Bayer benötigt nun rund 50 Mrd. EUR an Kapital, um die Übernahme finanzieren zu können. Die aktuell laufende Bayer Kapitalerhöhung stellt eine Finanzierungskomponente der Übernahme dar.

Wie auf der nun folgenden Grafik zu sehen ist, erreicht Bayer durch die Übernahme ein ausgewogeneres Umsatzverhältnis der beiden großen Sparten Pharma und Agrar. Beide stehen künftig für rund 40-50% der Umsätze des Unternehmens. Das Unternehmen ist künftig besser gegen Schwankungen in den einzelnen Sparten abgesichert.

Nach der Übernahme von Monsanto sind die Umsätze von Bayer besser diversifiziert. Sowohl die Pharmasparte, als auch die Agrarsparte erwirtschaften jeweils rund die Hälfte der Umsätze. Quelle: Investorenpräsentation zur Monsanto-Übernahme vom Juni 2018, Bayer AG.

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