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Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing
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Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing

Während die Aktienmärkte noch völlig im Hype um KI und ChatGPT gefangen sind, verwendete Apple das Wort künstliche Intelligenz kein einziges Mal in seiner neuesten Produktpräsentation. Stattdessen bestimmte das Spatial Computing die WWDC 2023 von Apple. Mit der Apple Vision Pro, einem Mixed-Reality Headset, möchte Apple nach der Einführung des iPhone und des Mobile Computing den nächsten großen Schritt wagen. Die Technologie hat das Potenzial, die gesamte Computer-Branche zu disruptieren. In diesem Update analysieren wir, wie Aktionäre sich nun positionieren sollten.

Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing Kennzahlen

Hauptsitz
Cupertino, Kalifornien, USA
Marktkapitalisierung
2,93 Bio. USD
Kurs
186 USD
EBIT-Marge 2022
30,29 %
Datum
17.06.2023

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1Was ist passiert?

Seit 2021 haben wir die Apple Aktie nicht mehr bei AlleAktien besprochen.Der Konzern hat seitdem das gesamte Produktportfolio überarbeitet und verwendet bald nur noch eigene Prozessoren. Jetzt wurde bei der WWDC 2023, der Entwicklerkonferenz von Apple, aber auch noch eine vollständig neue Art und Weise der digitalen Arbeit, das Spatial Computing, angekündigt.

Die Apple Vision Pro ist die erste vollständig neue Produktlinie seit 2014, als die erste Apple Watch auf den Markt gebracht wurde. Die VR-/AR-Brille wird als Beginn eines neuen Zeitalters für Apple beworben. Bis zum Produktstart Anfang 2024 bleibt jedoch noch ungewiss, ob das Produkt einen Markt findet oder nicht. Die Konkurrenzprodukte in dem Bereich von Meta und Microsoft konnten bisher nicht die erwünschte Marktdurchdringung erreichen.

In diesem Artikel erschließen wir die Chancen und Risiken des Spatial Computing für die Apple Aktie und beantworten euch die Frage, ob sich jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt bildet.

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2Branchenüberblick: Von VR über AR zu MR

Das Konzept einer digitalen Umgebung, erzeugt durch am Kopf befestigte Bildschirme, ist nicht neu.Seit ungefähr 70 Jahren wird an der Technologie geforscht. Wie viele andere Technologien fanden HMDs (Head-Mounted-Displays) ihre erste Anwendung im Militärbereich. Bildschirme wurden in die Helme amerikanischer Flugzeugpiloten integriert. Hier wurden Realität und digitale Umgebung zum ersten Mal gemischt.

Kommerziell fand die Technologie im Gamingbereich die erste Anwendung. Nintendo brachte 1995 den Visual Boy, eine rudimentäre tragbare Spielekonsole auf den Markt. 2012 wurde jedoch erst der Grundstein für die heutige Branche gelegt, mit der Gründung von Oculus. Vollständig digitale Umgebungen wurden damit möglich. Nun läutet Apple das Zeitalter des Spatial Computing mit seinem eigenen Angebot, der Apple Vision Pro, selbst ein.

Um den Überblick nicht zu verlieren, ist die Unterscheidung der Subkategorien in der Branche wichtig:

  • VR steht für „virtuelle Realität“ und bezieht sich auf eine computergenerierte Umgebung, die es Benutzern ermöglicht, in eine immersive und interaktive Welt einzutauchen, die oft mithilfe von speziellen Brillen und Kopfhörern erlebt wird. Es erzeugt das Gefühl, physisch an einem anderen Ort zu sein und ermöglicht Benutzern, sich in dieser künstlichen Umgebung frei zu bewegen und mit ihr zu interagieren.

  • AR steht für „erweiterte Realität“ und bezieht sich auf eine Technologie, bei der digitale Informationen, Bilder oder virtuelle Objekte in die reale Welt eingeblendet werden. Diese Informationen können über spezielle AR-Brillen oder auch über Smartphones oder Tablets visualisiert werden und ermöglichen es den Benutzern, die physische Welt um sie herum mit zusätzlichen virtuellen Elementen anzureichern.

  • MR steht für „gemischte Realität“ und bezeichnet eine Technologie, die die reale Welt mit virtuellen Inhalten verbindet und eine nahtlose Integration von digitalen und physischen Elementen ermöglicht. Es erlaubt Benutzern, sowohl mit der realen Umgebung als auch mit virtuellen Objekten oder Informationen zu interagieren, wodurch eine erweiterte und immersive Erfahrung entsteht.

Die Begriffe MR und AR werden in der Realität jedoch oft synonym verwendet. In dieser Analyse adressieren wir die Branche insgesamt als VR-Branche.

Seit der Gründung von Oculus hat sich die Branche rapide entwickelt:

  • 2012
    Gründung von Oculus. In einer Kickstarter-Kampagne sammelt Oculus 2,4 Millionen US-Dollar ein. Das Unternehmen bringt mit der Oculus Rift die erste kommerzielle VR-Brille im heutigen Sinne auf den Markt. Zwei Jahre später wird der Konzern von Facebook aufgekauft. Damit wird erstmalig in großem Umfang in die Branche investiert.
  • 2016
    HoloLens. Microsoft veröffentlicht seine erste Mixed-Reality-Brille, welche sich primär an Geschäftskunden richtet. In der teuersten Version kostet die Brille mehr als 4000 €. Erstmalig erfolgt die Bedienung primär durch Handgesten des Nutzers, die durch Kameras aufgefangen und interpretiert werden. Drei Jahre später erscheint eine leicht verbesserte Version der Brille.
  • 2019
    Stand alone. Nachdem immer mehr verschiedene Alternativen von verschiedenen Anbietern wie HTC und Google, sowie das konsolenspezifische Playstation VR Headset am Markt etabliert sind, folgt der nächste signifikante Schritt. Die Oculus Quest ist das erste VR-Headset mit eigenem Prozessor und internem Tracking. Das bedeutet, dass keine externen Sensoren im Raum angebracht werden müssen, um die Person und das Headset im Raum zu lokalisieren und das Bild entsprechend anzupassen. Zudem sinken die Preise so stark, dass einfache Konsumenten sich die Geräte ebenfalls leisten können.
  • 2020
    Gründung von Reality Labs. Facebook gründet mit den Reality Labs ein eigenes Tochterunternehmen für die Entwicklung von VR- und AI-Anwendungen. Nachdem Facebook ein Jahr später zu Meta rebrandet, wird ein Investment von 10 Milliarden US-Dollar innerhalb eines Jahres in jenes Unternehmen angekündigt.
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Apples Vision Pro Headset vereint alle Marktsegmente in einem Produkt.Das eigene Headset kann sowohl als AR- als auch als VR-Headset funktionieren, da das Gerät über Außenkameras verfügt, welche die Umgebung aufzeichnen. Gleichzeitig kann auf dem Außenbildschirm das Gesicht des Trägers gezeigt werden. Apple erschließt damit effektiv eine neue Produktkategorie, die man als True-MR bezeichnen kann. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die bestehenden Marktprognosen zu den AR- und VR-Märkten, um die direkte Konkurrenz einzuordnen.

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Wie mit dem MacBook und dem iPhone schafft Apple eine völlig neue Plattform.Durch die Einführung hochmoderner Hardware eröffnet sich der Sekundärmarkt für Software. Wie beim iPhone wird Apple für die Apple Vision Pro und deren eigenes Betriebssystem Vision OS mit dem App Store eine große Umsatzquelle schaffen. Bereits heute sind Software und Hardware milliardenschwere Märkte. Apple bietet sich durch die eigene Plattform ein weiterer Vorteil: Konkurrenten können kaum ein so umfassendes Angebot machen. Kein anderer Konzern konnte bis jetzt so effektiv eigene Hardware und Software verknüpfen, wie Apple.

Apple betritt jedoch keinen leeren Ring.Meta hält mit dem Angebot an aktuellen Headsets 81 % Marktanteil. Jedoch richten sich die Angebote von Meta vor allem an private Endkunden im Budget-Segment. Die Meta Quest Pro ist das teuerste Modell und verspricht vor allem eine grundlegende Veränderung im Arbeitsumfeld. Durch spezielle Funktionen für Videokonferenzen und die Simulation digitaler Bildschirme versucht Meta den praktischen Nutzen der Technologie zu betonen. Dieses Segment dürfte Apple mit seinem Premiumheadset auch anvisieren. Nur kann der Konzern mit verbesserten Versionen bestehender Produkte, wie FaceTime, direkt zum Start ein funktionaleres System anbieten, welches ohne Probleme mit dem eigenen Smartphone oder Laptop integriert.

Apple erwartet für das nächste Jahr 900.000 verkaufte Einheiten.Meta legt zwar keine Verkaufszahlen offen, durch Leaks wurde jedoch dieses Jahr bekannt, dass der Konkurrent insgesamt mehr als 20 Millionen Headsets verkauft haben soll. Zieht man in Betracht, dass dies eine gesamte kumulative Zahl ist und besonders die günstigeren Quest 1 und Quest 2 Headsets Volumen generieren, könnte der Anteil der an professionelle Kunden gerichteten Quest Pro weit unter einer Million Einheiten liegen. Dieser Verdacht wird bestärkt durch die Verkaufszahlen der HoloLens-Reihe von Microsoft. Der Konzern soll bisher nur etwa 300.000 Headsets verkauft haben.

Apple könnte sich also innerhalb des nächsten Jahres bereits mit einem substanziellen Marktanteil etablieren, wenn die eigenen Prognosen realistisch sind. Trotz Jahren des Rückstandes gegenüber der Konkurrenz wird Apple in einem Jahr wahrscheinlich der relevanteste Player der Branche.

3Was macht Apple anders?

Bezeichnung Meta Quest Pro Microsoft HoloLens 2 Apple Vision Pro
Produkt
Zielkunde Geschäftskunden Geschäftskunden Privat- und Geschäftskunden
Preis 1.199 $ 3.500 $ 3.500 $
Typ VR AR MR
Plattform  Modifizierte Version von Android Modifizierte Version von Windows 10 Vision OS
Batterielaufzeit Bis zu 2 Stunden 2 bis 3 Stunden Bis zu 2 Stunden
Marktstart Oktober 2022 November 2019 Frühjahr 2024

Insgesamt bietet Apple auf den ersten Blick eine deutlich bessere Gesamterfahrung.Leistungsstarker Prozessor, hervorragender Bildschirm, eigenes Betriebssystem, Integration ins bestehende Ökosystem, etc. Das Headset soll unmissverständlich ein Premiumprodukt sein und Apples technologische Kompetenz zeigen. Indem Apple die Konkurrenz um ein Vielfaches übertrifft, kann der Konzern auch die Nachfrage testen. Dem Apple-Experten Mark Grumann zufolge entwickelt der Konzern bereits eine kostengünstigere Version und kann bei dieser die weniger nachgefragten Features entfernen, um den Preis zu reduzieren.

Die ist die Apple Vision Pro sowohl ein Gerät für Gamer, Künstler oder Ingenieure. Für jeden Bereich gibt es entsprechende Features und Erfahrungen, ermöglicht durch das eigene Betriebssystem Vision OS.

  • Privatnutzer. Filme in Kinogröße? Simulierte Naturumgebung? 3D-Aufnahmen von Foto und Video? Videoanrufe in Lebensgröße und auf Augenhöhe? Intuitive Gestensteuerung? Alle diese Dinge sollen mit dem Headset möglich werden. Gleichzeitig kann aufgrund des Außendisplays ohne Absetzen der Vision Pro mit Familie und Freunden geredet werden.

  • Geschäftskunden. Meetings und Präsentationen wie im Büro aus dem Hotelzimmer? Multitasking mit bis zu drei virtuellen Bildschirmen? Auch das soll kein Problem darstellen. Damit ist die Brille theoretisch sehr flexibel in vielen Berufen anwendbar, die tatsächlichen Mehrwert durch eine solche tragbare Lösung gewinnen könnten.

Natürlich gibt es hier auch noch eine Reihe zentraler Bedenken in Bezug auf Hardware und Software, welche den Erfolg des Geräts gefährden können.

  • Batterielaufzeit. Mit etwa 2 Stunden würde eine Ladung des Headsets nicht ausreichen, um einen Film zu schauen. Die tatsächlichen Use Cases sind damit unter Umständen begrenzter, als Apple lieb ist.

  • Keine Controller. Zwar können Maus und Tastatur über Bluetooth leicht verbunden werden, um die Arbeit wie an einem klassischen Laptop oder Desktop zu ermöglichen. Aber Apple hat im Gegensatz zur Konkurrenz keine eigenen Kontroller angekündigt. Designanwendungen oder die Bearbeitung von 3D-Modellen zu industriellen Anwendungen könnten damit erschwert werden.

  • Kosten. Die Entwicklung der Apple Vision Pro kostete 15 Milliarden US-Dollar. Apple muss nun einen Weg zur Kommerzialisierung des Produktes finden. Ende 2025 wird eine Budget-freundlichere Version des Headsets erwartet.

VR-Headsets ersetzen das Smartphone nicht direkt nächstes Jahr. Sollte Apple Erfolg haben, wird sowohl der Ausbau der Produktion als auch das Wachstum bei der Nachfrage noch etwa 2 bis 3 Jahre in Anspruch nehmen. Signifikante Umsätze sind auch erst dann zu erwarten.

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Häufige Fragen zur Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing Aktie

Ist die Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing Aktie ein Kauf 2026?+

Während die Aktienmärkte noch völlig im Hype um KI und ChatGPT gefangen sind, verwendete Apple das Wort künstliche Intelligenz kein einziges Mal in seiner neuesten Produktpräsentation. Stattdessen bestimmte das Spatial Computing die WWDC 2023 von Apple. Mit der Apple Vision Pro, einem Mixed-Reality Headset, möchte Apple nach der Einführung des iPhone und des Mobile Computing den nächsten großen Schritt wagen. Die Technologie hat das Potenzial, die gesamte Computer-Branche zu disruptieren. In diesem Update analysieren wir, wie Aktionäre sich nun positionieren sollten.

Wie wird die Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing Aktie bewertet?+

AlleAktien bewertet die Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing Aktie anhand von DCF-Modellen, KGV, KUV, Dividendenrendite und dem AlleAktien Qualitätsscore (AAQS). Die vollständige Bewertung findest du in unserer Fundamentalanalyse.

Wo finde ich die Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing Aktienanalyse?+

Die vollständige Apple Update: Das 15 Milliarden Dollar Investment in Spatial Computing Aktienanalyse mit Fair Value, Kennzahlen, Chartanalyse und Kaufempfehlung findest du hier auf AlleAktien – fundiert recherchiert vom Team um Michael C. Jakob.