
Amazon Aktie News: Enormes Potential durch Abspaltung von AWS

1Ich sehe ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis
Es besteht eine enorme Kursphantasie in der Amazon-Aktie
Auslöser dürfte eine mögliche Aufspaltung des Unternehmens werden
Amazon ist die Nr. 1 Wachstumsmaschine vieler Unternehmen weltweit
Ich rechne damit, dass Amazon zu einer Art "Finanz-Henne" wird, die regelmäßig neue Unternehmen ins Depot der Aktionäre legt
Alle Kennzahlen des Unternehmens entwickeln sich hervorragend
2Es besteht eine enorme Kursphantasie in der Amazon-Aktie
Langfristig zählt Amazon zu den besten Aktien, die man im Depot haben kann. Innerhalb von 12 Jahren hat sich die Aktie in etwa verzwanzigfacht. Bildquelle: ariva.de
In den letzten 12 Monaten ist der Kurs aber kaum von der Stelle gekommen. Das Unternehmen ist weiter gewachsen. Die Aktie notiert 20% unter ihrem Allzeithoch. Ich glaube, dass sich das wieder ändern wird. Amazon auf neue Höchststände klettern wird. Bildquelle: ariva.de
Der Grund für den rapiden Aktienkursanstieg ist wie immer in der Unternehmensentwicklung zu finden. Innerhalb von 23 Jahren wurde aus einem winzigen Online-Buchshop eines der führenden Technologieunternehmen. Ich glaube: Diese Reise ist noch lange nicht vorbei. Weiteres Unternehmenswachstum ist quasi schon vorprogrammiert. Amazon wird weiter wachsen. Mehr Cash erwirtschaften. Folglich wird auch der Aktienkurs in neue Sphären vordringen.
In diesem Amazon Aktie News-Artikel möchte ich mich auf das Kronjuwel des mittlerweile riesigen Amazon-Unternehmens fokussieren. Die Cloud-Sparte AWS.
3Eine Aufspaltung von Amazon dürfte enorme Werte freisetzen
Viele Privatanleger wissen noch gar nicht, dass Amazon mittlerweile aus weit mehr als nur einem Online-Versandhandel von Gegenständen besteht.
2006 begann das Unternehmen damit, einen der ersten Cloud-Dienste aufzubauen. Unternehmen, aber auch Privatkunden, können sich über Amazon AWS flexibel Rechenleistung und Speicherplatz nach Bedarf buchen. Dieser wird über die Cloud dezentral zur Verfügung gestellt. Dadurch sinken die Kosten ab. Unternehmen und Privatkunden werden flexibler. Wird mehr Speicherplatz benötigt, kann dieser einfach hinzugebucht werden.
Amazon ist der mit Abstand größte Cloud-Anbieter weltweit. Zu den Kunden zählen ironischerweise sogar "Wettbewerber" wie z.B. Netflix oder Dropbox. Der zweitgrößte Anbieter in diesem Markt ist Microsoft, der drittgrößte Anbieter ist Google. Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, Speicherplatz und Rechenleistung online zu mieten, statt ihn selbst bereitzustellen.
Früher das Stromnetz, jetzt die Cloud
Vor vielen Jahrzehnten betrieben Unternehmen eigene Stromgeneratoren, um den benötigten Strom selbst zu produzieren. Das verursachte hohe Kosten. Also gingen die meisten Unternehmen dazu über, sich ans öffentliche Stromnetz anschließen zu lassen. Sofort konnten die Kosten gesenkt werden. Es mussten keine eigenen Kraftwerke errichtet und betrieben werden. Die Manager konnten sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Außerdem konnte so die nachgefragte Menge viel besser geregelt werden. Wer mehr Strom benötigt, bezieht einfach mehr Strom.
Die Umstellung auf Cloud-Dienste erfolgt aus ähnlichen Motiven. Amazon hat das Potential früh erkannt und war bereit, enorme Summen zu investieren. Daher besitzt Amazon heute die klar marktführende Stellung in dieser hochprofitablen Branche. Die Umsatz- und Gewinnentwicklung von AWS ist absolut beeindruckend:
Innerhalb von 12 Jahren hat Amazon eines der größten Software-Unternehmen der Welt aufgebaut. 2018 überstieg der Umsatz bereits die magische Marke von 25 Mrd. (!) USD. Dieses Jahr dürfte die AWS-Sparte bereits mehr als 35 Mrd. USD erwirtschaften und damit SAP überholen.
Noch beeindruckender ist die Gewinnentwicklung: Amazon AWS wirft aktuell bereits mehr als zwei Mrd. USD Gewinn ab. Alle 90 Tage. Der Gewinn hat sich in drei Jahren mehr als verdreifacht.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Geschäftsfeldern ist die Cloud-Sparte hochprofitabel. Eine Cash-Cow. Die operative Gewinnmarge (EBIT/Umsatz) liegt bei über 30%. Tendenz klar steigend.
Trotz der bereits erreichten Größe von mehr als 25 Mrd. USD Umsatz pro Jahr liegt das Umsatzwachstum noch immer bei mehr als 40%. Seit Anfang 2017 ist keine Abschwächung der Wachstumsrate mehr zu beobachten. Die gesamte Branche wächst derart stark. Dürfte auch in den kommenden Jahren ähnlich stark wachsen. Das bedeutet: Enormes Umsatz- und Gewinnsteigerungspotential, trotz der bereits erreichten Größe.
Amazons AWS wächst trotz Konkurrenz rasant, wird als "das beste Angebot" zum "besten Preis" wahrgenommen
Obwohl Wettbewerber wie Microsoft, Alibaba, Google und IBM gemeinsam mit Amazon Web Services um die Kunden kämpfen, gelingt es AWS, eine enorm hohe Wachstumsrate aufrecht zu erhalten. Der Marktanteil in diesem Wachstumssegment ist derart hoch, dass Amazon die mit Abstand günstigsten Kostenstrukturen hat und gleichzeitig die mit Abstand meisten Funktionen. Entsprechend attraktive Angebote können gemacht werden. Dadurch können neue Kunden hinzugewonnen werden, die dann wiederum zu noch wettbewerbsfähigeren Kostenstrukturen führen.
Ich halte also fest: AWS ist eine extrem stark wachsende Cash-Cow, die 2019 bereits mehr als 10 Mrd. USD Gewinn erzielen dürfe. Trotz dieser hervorragenden Unternehmensentwicklung läuft der Amazon-Aktienkurs seit einem Jahr seitwärts. Wie kann das sein?
Ganz einfach: Amazon wird mit einem Konglomerats-Abschlag gehandelt
Im großen Unternehmen stecken eine Vielzahl erfolgreicher Unternehmen. Der eigentliche Versandhandel, die Cloud-Sparte AWS, die Logistikeinheiten des Unternehmens, etc.. Diese Vielzahl an Unternehmen unter einem Dach führt fast immer zwangsläufig zu einem Abschlag gegenüber dem fairen Wert.
eBay hatte bis Ende 2015 ein ähnliches Problem. Zum Online-Auktionshaus gehörte das Unternehmen PayPal. PayPal wuchs deutlich schneller als eBay selbst. War deutlich profitabler. Der Wert blieb aber im eBay-Konglomerat verborgen. Folglich beschloss eBay einen radikalen Schritt: Die Aufspaltung in zwei Unternehmen. Jeder eBay-Aktionär bekam zur bestehenden eBay-Aktie eine weitere PayPal-Aktie geschenkt. Das Unternehmen wurde aufgeteilt. Ende 2015 notierte die "alte" eBay-Gesellschaft bei rund 50-60 USD. Drei Jahre später, Anfang 2019, steht die aufgespaltene eBay-Aktie bei 34 USD und die neue PayPal-Aktie bei 92 USD. Innerhalb von drei Jahren konnten die Aktionäre den Wert ihrer Investition mehr als verdoppeln.
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