
Alphabet Aktienanalyse: Großer Profiteur der künstlichen Intelligenz auf dem Weg zu 2.000 USD/Aktie
1Zusammenfassung
| Aktienanalyse Alphabet | |
| WKN | A14Y6F |
| Preis | 1.230 USD |
| Ausstehende Aktien | 750 Mio. |
| Marktkapitalisierung | 885.000 Mio. USD |
| Nettoguthaben | 98.000 Mio. USD |
| Enterprise Value | 787.000 Mio. USD |
| Datum | 01.09.2018 |
2Überblick: Alphabet ist ein führendes Technologieunternehmen mit den Marken Google, YouTube und Waymo
Seit dem Börsengang im Jahr 2004 hat sich die Alphabet-Aktie vervierundzwanzigfacht. Aus 1.000 USD wurden in 14 Jahren 24.000 USD.
Alphabet wächst trotz der bereits erreichten, enormen Größe weiterhin mit über 20% pro Jahr. 2017 wurde ein operativer Gewinn von fast 30 Mrd. USD erwirtschaftet.
Google ist die führende Suchmaschine der Welt und eine wahre Cash-Cow. Dem Unternehmen ist es außerdem gelungen, mit YouTube die führende Videoplattform der Welt zu etablieren.
Was kaum einer weiß: Alphabet ist mit seiner Tochter Waymo dazu das führende Unternehmen im Bereich autonomer Mobilität. Im März 2018 hat Waymo 20.000 Autos bestellt. Waymo beginnt noch in 2018 damit, fahrerlose Taxis zur Verfügung zu stellen. Es steckt ein enormes Potential in Waymo. Dieses Potential gibt es bei der Aktie "gratis" dazu.
Alphabet arbeitet hochprofitabel und sitzt auf einem Cashberg von unglaublichen 98 Mrd. USD.
In dieser Aktienanalyse zeige ich die wesentlichen Chancen und Risiken der drei bedeutendsten Unternehmensteile Google, YouTube und Waymo auf.
Dabei gehe ich insbesondere auf die Frage ein, wie es einem derart großen Unternehmen immer noch gelingen kann, mit solch hohen Wachstumsraten zu überzeugen.
Ich erkläre, unter welchen Umständen der Aktienkurs schon in wenigen Jahren die 2.000 USD-Marke überspringen kann.
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4Geschäftsmodell: Alphabet ist kein konventionelles Unternehmen
Sergey Brin und Larry Page gründeten 1998, also vor gerade einmal 20 Jahren, Google. 2004 strebte das Unternehmen bereits an die Börse. Damals schrieben die beiden einen Brief an alle künftigen Investoren, um zu erklären, wie die beiden (damals Google und heute) Alphabet führen:
Langfristiges Denken und Handeln: Alphabet wird für langfristig orientierte Investoren geführt. Ist ein Quartal schlecht, dann ist es eben schlecht. Die beiden tun alles dafür, um den langfristigen Wert des Unternehmens zu maximieren. Im Zweifel werden dabei auch Entscheidungen getroffen, die zu einem vorübergehend starken Gewinnrückgang führen können.
Kontrolle durch die Eigentümer: Um dieses langfristige Denken und Handeln sicherzustellen, gibt es Google B-Shares, die ein 10-faches Stimmrecht beinhalten. Diese werden nicht an der Börse gehandelt. Obwohl Brin und Page nur einen geringen Teil der ausstehenden Aktien halten, verfügen sie so über rund 60% der Stimmrechte und damit die Stimmenmehrheit. Eine große Chance, da Alphabet so wirklich von äußeren Einflüssen geschützt ist. Gleichzeitig aber auch ein Risiko, als Aktionär ist man somit von den Entscheidungen der beiden Gründer voll abhängig. Man kann sich an ihren Ideen beteiligen, aber keinen Einfluss darauf ausüben.
Einzigartige Arbeitskultur: Brin und Sergey glauben daran, dass Mitarbeiter dann Höchstleistungen erbringen, wenn sich die Arbeit so anfühlt wie Zeit mit Freunden. Die Mitarbeiter von Google werden mit besten Gerichten verköstigt. Natürlich auch, um sie noch bis nach dem Abendessen im Unternehmen zu halten. Einen Tag pro Woche darf jeder Google-Mitarbeiter an einem Projekt seiner Wahl arbeiten. Durch diese freien Projekte sind bereits einige Ideen und erfolgreiche Produkte entstanden. Zum Beispiel Google Mail.
Langfristige, hochspekulative Wetten (Moonshots): Alphabet investiert einen kleinen Teil der im Kerngeschäft erwirtschafteten Gewinne in "kleine Wetten", die sehr riskant und komisch klingen und oftmals nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben. Die beiden Gründer glauben, dass die allermeisten Unternehmen stets nur die Dinge tun, die sie schon immer getan haben. Dadurch gibt es kaum Fortschritt. Gleichzeitig gibt es noch sehr viele Innovationen zu entdecken und zu erforschen. Gerade im Technologiebereich, in dem sich Alphabet ja befindet, finden Änderungen immer revolutionär und nicht evolutionär statt. 10 Jahre, nachdem Steve Jobs das iPhone vorgestellt hat, haben Smartphones klassische "Handys" komplett verdrängt. Alphabet möchte zu den Unternehmen gehören, die derart revolutionäre Technologien entwickeln und davon profitieren und nicht von den neu entwickelten Technologien anderer Unternehmen verdrängt werden. Als Alphabet YouTube vor einigen Jahren für eine Mrd. USD übernommen hat, wurden die Gründer für verrückt erklärt. Heute ist YouTube zweifelsohne mehr als 100 Mrd. USD wert und die mit Abstand führende Videoplattform der Welt geworden. Bei den Moonshots schreckt Alphabet bewusst nicht vor hochriskanten und hochinteressanten Projekten zurück.
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