
Aktienanalyse BMW AG: Kommt die Dividende weiter unter die Räder?

| Aktienanalyse BMW AG | |
| Website | https://www.bmwgroup.com/de.html |
| Hauptsitz | München, Deutschland |
| WKN | 519000 (Stammaktien), 519003 (Vorzugsaktien) |
| Sektor | Konsum, zyklisch |
| Branche | Automobilhersteller |
| Gründung | 1916 |
| Mitarbeiter | 134.682 (31.12.2018) |
| Umsatz | 97,5 Mrd. EUR (2018) |
| Gewinn | 7,1 Mrd. EUR (2018) |
| Preis | 62,50 EUR (Stammaktien) |
| Datum | 15.06.2019 |
1Überblick: BMW im Wandel
Der tiefgreifende Wandel in der Automobilindustrie lässt keinen Stein auf dem anderen.
Die BMW Group ist gut aufgestellt. Die langfristigen Rahmenbedingungen versprechen jedoch keine rosige Zukunft.
Die Bewertung der BMW-Aktie und die Dividende erscheinen attraktiv – beides könnte täuschen.
1.1Live-Aktienkurs der BMW AG (Stammaktien)
2Unternehmensprofil
BMW stellt Premium-Automobile her. Das Bild zeigt den aktuellen BMW M4.
Die Bayerische Motoren Werke AG (BMW AG, im Folgenden auch BMW Group genannt) ist einer der weltweit führenden Hersteller von Automobilen und Motorrädern.
Die BMW AG entwickelt, produziert und vermarktet ihre Produkte unter den bekannten Premium-Marken BMW, Rolls-Royce Motor Cars und MINI.
Finanzdienstleistungen wie Finanzierung, Leasing, Vermögensmanagement oder das Flottengeschäft für Privat- und Geschäftskunden gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum.
In Kooperation mit der Daimler AG werden Premium-Dienstleistungen für individuelle Mobilität angeboten. Mit dem Hersteller Toyota kooperiert das Unternehmen bei der Elektrifizierung von Antrieben und der Entwicklung von Brennstoffzellen.
Die BMW Group ist einer der attraktivsten Arbeitgeber weltweit und laut der Agentur Universum der weltweit attraktivste Automobilkonzern.
3Branchenanalyse: Eine Branche im Wandel
3.1Marktüberblick
Die BMW Group ist als Automobilhersteller in einer wettbewerbsintensiven, stark zyklischen und kapitalintensiven Branche tätig. Die hohen Fixkosten führen dazu, dass die Gewinne der Automobilhersteller schon bei relativ kleinen Veränderungen der Nachfrage stark schwanken. Zudem müssen stetig Investitionen in neue Technologien und Produktionsanlagen vorgenommen werden, um im intensiven Wettbewerb keine Marktanteile zu verlieren.
Größter Automobilhersteller nach weltweitem Absatz ist der Volkswagen Konzern mit 10,83 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2018. Auf Platz 2 knapp dahinter liegt Toyota mit 10,59 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen. Die BMW Group lieferte 2018 insgesamt 2,49 Mio. Fahrzeuge aus und liegt damit hinter dem Daimler-Konzern, der 3,35 Mio. Fahrzeuge ausgelieferte.
Die wichtigsten und größten Absatzmärkte für Automobile sind China, die USA, Japan und Europa.
Die BMW Group ist ein weltweit führender Automobilhersteller im Premium-Segment. Das Premium-Segment zeichnet sich durch hohe Qualität und hohe Preise aus. In diesem Segment steht die BMW Group mit den Marken BMW und Mini im weltweiten Wettbewerb zu folgenden Automarken (Hersteller):
Mercedes-Benz (Daimler AG)
Audi (Volkswagen AG)
Porsche (Volkswagen AG)
Lexus (Toyota)
Cadillac (General Motors)
Tesla
3.2Der Wandel in der Automobilindustrie - Von der Auto- zur Mobilitätsindustrie
Die Automobilindustrie befindet sich aktuell in einem gewaltigen strukturellen Wandel, ausgelöst durch globale Megatrends wie Urbanisierung, Digitalisierung und Klimaschutz.
Die Automobilindustrie wird gleich von mehreren Disruptionen heimgesucht, als da wären:
Elektromobilität,
Digitalisierung,
autonomes Fahren und
Shared Mobility
Megatrend: Urbanisierung
Der Megatrend Urbanisierung sorgt für eine zunehmende Verstädterung. Immer mehr Menschen ziehen auf der Suche nach einem besseren Leben vom Land in die Stadt. Davon sind auch die Automobilmärkte betroffen.
In China, dem größten Automobilmarkt der Welt, ist das Tempo der Urbanisierung besonders hoch: Im Jahr 2030 sollen laut einer Studie der Robert Bosch Stiftung mehr als 70% der Bevölkerung, und damit mehr als eine Milliarde Menschen, in einer Stadt leben.
Anteil der Stadtbewohner an der Gesamtbevölkerung in China von 2007 bis 2017 | Quelle: statista.com
Anteil der Stadtbewohner an der Gesamtbevölkerung in Deutschland von 2000 bis 2017 | Quelle: statista.com
Anteil der Stadtbewohner an der Gesamtbevölkerung in den USA von 2007 bis 2017 | Quelle: statista.com
Megatrend: Klimaschutz
Die zunehmende Verstädterung bringt einige infrastrukturelle Herausforderungen mit sich. Die Städte müssen ihre Infrastruktur anpassen, wenn sie nicht im Verkehrschaos ersticken wollen. Das Klima wird durch Schadstoffemissionen negativ beeinflusst. Kohlenstoffdioxid (CO2) steht im Verdacht, für den zur Klimaerwärmung beitragenden Treibhausgaseffekt verantwortlich zu sein.
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