Was ist Weyerhaeuser?
- Waldland: Ein REIT-Unternehmen, dem 5 Mio. Hektar Waldland in den USA gehören (entspricht 150 qm pro US-Amerikaner, oder mehr als der Fläche von Baden-Württemberg)
- Waldbesitz: Der größte private Waldbesitzer der USA
- Rohstoffe: Ein Rohstoff-Unternehmen (Holz wird abgebaut), allerdings mit einem gewaltigen Vorteil: Im Gegensatz zu klassischen Rohstoff-Unternehmen geht der Rohstoff nie aus, da der Wald nachwächst
- Sachwert: Echter Sachwert, somit auch inflationsgeschützt
- Gewinnverteilung: 45% aus dem Verkauf von geerntetem Holz; 10% aus Wegerechten, Bergbau-Lizenzen, Grundstücksverkäufen; 45% aus dem Betrieb der Sägewerke, die Holz zu Baumaterialien verarbeiten
Warum sollte man Weyerhaeuser im Depot haben?
- Value-Aktie: Der Waldbestand hat einen inneren Wert, der über dem Aktienkurs liegt
- Dividendenrendite von 5,2%: Mit quartalsweiser Auszahlung, durch den Free Cash Flow gedeckt, so hoch wie nie zuvor in den letzten 10 Jahren
- Hohes Ertragspotential: Die Kosten von Weyerhaeuser sind nahezu fix. Der Umsatz ist hingegen variabel: Je höher der Holzpreis, desto mehr Umsatz und damit auch desto mehr Gewinn für die Aktionäre. Größter Nachfrager von Holzprodukten auf dem US-Markt ist die Bauindustrie. Durch die Finanzkrise werden seit 2008 jedes Jahr zu wenig neue Häuser fertiggestellt, um das Bevölkerungswachstum von 2 Mio. Menschen pro Jahr auszugleichen. Ich rechne daher in den kommenden Jahren mit einer steigenden Bauaktivität, die dann aufgrund hoher Nachfrage nach Holzprodukten zu einem steigenden Holzpreis führt. Der operative Gewinn von Weyerhaeuser dürfte sich in einem solchen Szenario verdoppeln, und mit ihm wohl auch der Aktienkurs
Warum sollte Weyerhaeuser gerade jetzt gekauft werden?
- Aktie besonders preiswert: Kurs aktuell bei 26 USD, damit rund 30% preiswerter als noch Anfang 2018
- Dividendenrendite von 5,2% ist ein neuer Rekord
- Wert ist da: Das Waldland mitsamt Baumbestand gehört dem Unternehmen. Es muss "nur" gewartet werden, bis der Holzpreis (kann unter diesem Link verfolgt werden) wieder steigt
Unsere vier zusätzlichen Kriterien - so bereiten wir uns auf den nächsten Abschwung vor
Im Finanzielle Freiheit Depot haben wir uns das Ziel gesetzt, eine jährliche Rendite von mindestens 8,5% zu erzielen. Dabei wollen wir keine allzu großen Risiken eingehen. Die US-Wirtschaft wächst nun bereits seit zehn Jahren am Stück. Im historischen Durchschnitt kam es alle sieben Jahre zu einer Rezession. Auch wenn die weltweiten Wirtschaftsaussichten nach wie vor gut sind, so möchten wir unser Depot doch bereits auf eine Zeit geringeren Wirtschaftswachstums vorbereiten.
Im Oktober 2018 habe ich daher einen eigenen Artikel mit vier wichtigen Kriterien zur aktuellen Anlagestrategie geschrieben. Diese vier Kriterien helfen uns dabei, die Risiken unserer Investitionen deutlich abzusenken.
- Nichtzyklische Aktien kaufen, denn diese erwirtschaften auch in konjunkturell schwierigen Zeiten weiterhin attraktive Gewinne.
- Anteil an US-Aktien erhöhen, denn die strukturellen Probleme sind in den USA deutlich geringer. Außerdem ist die Wirtschaft größtenteils eine unabhängige Binnenwirtschaft.
- Auf eine geringe Verschuldung achten, denn steigende Zinsen und rückläufige Gewinne können sonst schnell zur Gefahr werden.
- Den Anteil an Nebenwerten im Depot gering halten.
Weyerhaeuser erfüllt drei von vier Kriterien. Eine Abhängigkeit von der Holzpreisentwicklung besteht.
Fazit: Tolles Chance-Risiko-Verhältnis, günstiger Einstiegszeitpunkt
Die Bewertung der Weyerhaeuser-Aktie ist derzeit günstig. Aufgrund des Sachwerts ist das Risiko eines permanenten Kapitalverlusts äußerst gering. Gleichzeitig besteht im Falle eines anziehenden Holzpreises ein deutliches Aufwärtspotential.
Die Wartezeit wird mit einer Dividendenrendite von 5,2% versüßt.
Die Aktie schwankt relativ stark, ggf. erfolgt daher in den kommenden Monaten nochmals ein Nachkauf.

Eine monatliche Einzahlung von 1.000 EUR, die jährlich um die Inflationsentwicklung angepasst wird (wir rechnen im Modell mit 1,5% Inflation), und 8,5% jährliche Rendite nach Steuern führen uns in 25 Jahren zu einem Vermögen von über einer Million EUR. Angepasst um Inflationseffekte erreichen wir ein kaufkraftbereinigtes Vermögen von einer Million EUR nach 30 Jahren.
Bei 3% Dividendenrendite im Depot dürften wir nach 25 Jahren über 30.000 EUR an jährlichen Dividenden erreichen.
30 Jahre sind eine lange Zeit. Betrachten wir die Soll-Vermögensentwicklung der nächsten 10 Jahre. In den ersten Jahren dürfte sich das eingezahlte Vermögen kaum vom tatsächlichen Vermögen unterscheiden. Es dauert, bis der Zinseszinseffekt wirkt. Dennoch ist es wichtig, sofort anzufangen. Denn wer später anfängt, dem entgehen die großen Vermögenszuwächse in den letzten Jahren. Je früher man anfängt, desto früher kommt man in den Genuss der großen Vermögenszuwächse.
2027 rechnen wir bereits mit Dividenden von mehr als 5.000 EUR pro Jahr. Genug, um jedes Jahr einige schöne Urlaube zu finanzieren.
Aktueller Depotwert 10.580 EUR vs. Soll-Depotwert 10.170 vs. Einzahlungen 10.000 EUR. Somit ist bereits ein Plus von 580 EUR bzw. 5,8% angelaufen. Es wird künftig immer wieder zu deutlichen Abweichungen vom Soll-Pfad kommen. Sowohl nach unten als auch nach oben. Der Grund dafür: Kurzfristig lassen sich Aktienkurse nicht vorhersagen. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die Aktienkurse kurzfristig beeinflussen. Langfristig folgen sie aber der Entwicklung der Unternehmen. Steigt der Wert eines Unternehmens an, wird eines Tages auch der Aktienkurs folgen.
Aktuelle Depot-Dividendenrendite: Durch den Kauf von Weyerhaeuser nun wieder bei 2,1% bzw. rund 220 EUR/Jahr, im Vormonat lag der Wert noch bei 1,8%. Somit weitere Annäherung an das Ziel von 3% Dividendenrendite. Im April gab es keine Dividenden, sodass 2019 bisher erst 3 EUR Dividende angefallen sind. Wichtigstes Entscheidungskriterium bei der Auswahl der Aktien ist aber nicht die aktuelle Dividendenrendite, sondern das Chance-Risiko-Verhältnis und die langfristige Renditeerwartung. Wenn wir vorübergehend bei Wachstumsaktien wie Microsoft und Mastercard besonders hohe Chancen erkennen, werden wir auch über längere Zeit hinweg Aktien mit geringer Dividendenrendite kaufen. Umgekehrt kann es passieren, dass wir über Monate hinweg Aktien mit besonders hohen Dividendenrenditen kaufen werden, wenn diese gerade besonders günstig bewertet sind. Langfristig werden wir das Ziel einer Dividendenrendite von durchschnittlich 3,0% über das Gesamtdepot hinweg erreichen. Da bin ich mir absolut sicher.
Kassenbestand: Ende April (30.04.2019) befinden sich 10,90 EUR in der Kasse.
Diversifikation: Mittlerweile befinden sich in unserem Depot 9 verschiedene Positionen. Die Diversifikation wird besser. Wir haben nun Unternehmen aus zahlreichen Branchen im Depot. Nun zu den einzelnen Aktien: