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Aktie Analyse

Invesco Aktie Analyse

Invesco ist ein unabhängiges amerikanisches Vermögensverwaltungsunternehmen mit Hauptsitz in Atlanta, Georgia, und weiteren Niederlassungen in 25 Ländern.

Ihre Stammaktien sind Bestandteil des S&P 500 und werden an der New Yorker Börse gehandelt. Das verwaltete Vermögen (AUM) beträgt 1,47 Billionen USD.

Ihr Produktpalette beinhaltet die drei Säulen des Investierens: aktive gemanagte Investmentfonds, passive Fonds wie etwa Exhange Traded Funds und faktorbasierte Strategien. Die abgedeckten Anlageklassen strecken sich über die Bereiche Aktien, Anleihen und Geldmarkt, Balanced und Alternativen Anlagestrategien. Die Produkte von Invesco richten sich an institutionelle Anleger wie Versicherungen, Gebietskörperschaften, Pensionsfonds sowohl auch an Privatanleger.

Das Firmenlogo bildet den Berg Ama Dablam im östlichen Himalaya Gebirge ab und verkörpert nach Unternehmensangaben Ambition und Anspruch.

Geschichte

1935: Invesco wurde ursprünglich nach dem Recht von England und Wales als H. Lotery & Co. Ltd gegründet.

1946: Erstmalige Auflage, des heute ältesten US-Investmentfonds.

1978: Invesco wurde in den USA von einer Gruppe unter der Leitung von Charles Brady gegründet.

1988: Die in London ansässige Firma Britannia Arrow fusionierte mit Invesco und wird an der Londoner Börse notiert.

90er: Invesco übernimmt eine Reihe an Unternehmen, um in weitere Bereiche zu expandieren und ihr Marktstellung auszubauen. Am Ende der 90er fusionierten sie mit dem Unternehmen AIM Invest und fimierte anschließend unter den Namen AMVESCAP. Übernahmen und Fusionen waren üblich in dieser Branche und auch Anfang der 2000er bliebt dieser Still der Vergrößerung des Unternehmens präsent. Im Jahr 2006 übernahmen sie erstmalig einen ETF-Anbieter und eine Private Equity Gesellschaft.

2007: Umbenennung von AMVESCAP in Invesco und Einführung einer neuen globalen Markenidentität. Verlegung der Notierung an die NYSE. Invesco-Stammaktien werden in den S&P 500 Index aufgenommen.

2010: Invesco erwarb das Vermögensverwaltungsgeschäft für Privatkunden von Morgan Stanley, einschließlich Van Kampen Investments.

2013: Invesco expandiert in Indien mit einer 49 % Beteiligung an einem Joint Venture mit Religare Asset Management.

2017: Invesco erweitert seine Fähigkeit, Kundenbedürfnisse in Europa und weltweit zu erfüllen, durch die Übernahme von Source, einem führenden unabhängigen Anbieter von ETFs.

2020: Im März 2020, inmitten eines großen Börsencrashs, der durch die COVID-19-Pandemie ausgelöst wurde, kündigte Invesco Mortgage Capital Inc. an, dass es aufgrund dramatischer Abwertungen und des Verkaufs von Anteilen durch Investoren nicht in der Lage sei, Margenforderungen zu bedienen und kündigte außerdem an, die Dividendenzahlungen zu verschieben.

Heute: Mit einem AUM - asset under Mangement - in der Höhe von 1,47 Billionen USD gehört Invesco zu den größten 25 Vermögensverwaltungsunternehmen. Weltweit beschäftigen sie mehr als 8.500 Mitarbeiter und betreuen Kunden in über 110 Ländern. Blackrock im Vergleich, der mit Abstand größte Vermögensverwalter, verwaltetet Vermögen in der Höhe von 10 Billionen USD aus.

Mission

Die Invesco Group hat es sich zur Aufgabe gemacht, Anlegern weltweit zu helfen, ihre finanziellen Ziele zu erreichen, und ist ein führender unabhängiger Vermögensverwalter, der globale Managementfähigkeiten anbietet.

Durch die kombinierte Kraft ihrer weltweiten Anlageverwaltungsfähigkeiten, einschließlich AIM, Atlantic Trust, Invesco, Perpetual, PowerShares, Trimark und WL Ross, bietet Invesco ein umfassendes Angebot an dauerhaften Lösungen für Privatkunden, institutionelle Kunden und vermögende Kunden auf der ganzen Welt.

Management

Martin Flanagan ist seit 2005 Geschäftsführer von Invesco. Er hat einen Bachelorabschluss von der Southern Methodist University im Bereich Betriebswirtschaft erhalten.

Martin Flanagan kam von Franklin Resources zu Invesco wo er von 2004 bis 2005 als Präsident und Co-Chief Executive tätig war. Zuvor hatte er bei Franklin von 1993 bis 2003 zahlreiche Positionen mit zunehmender Verantwortung inne. Flanagan war außerdem Direktor, Executive Vice President und Chief Operating Officer von Templeton, Galbraith & Hansberger, Ltd. vor deren Übernahme durch Franklin im Jahr 1992. Bevor er 1983 zu Templeton kam, arbeitete er bei Arthur Andersen & Co.

Branche

Invesco befindet sich in der Vermögensverwaltungsbranche, welche mit rund 5,5 % pro Jahr wächst. Vermögensverwalter veranlagen das Geld ihrer Kunden, welche in 2 Kategorien eingeteilt werden können. Es wird unterschieden zwischen Privatanleger (41 % Anteil des Marktes) und institutionellen Anleger (59 % Anteil des Marktes).

Privatanleger, legen ihr eigenes Geld über einen Broker oder Pensionspläne wie den amerikanischen 401(k) an. Darunter fallen Produkte wie Fonds, Indexfonds, ETPs, Zertifikate, die vor allem die börsennotierten Anlagenklassen Aktien, Anleihen, Cash und Commodities abdecken. Institutionelle Investoren sind hingegen gewerbliche Investoren, bei welchen viel mehr Geld im Spiel ist und deswegen neben den Standard-Produkten auch Zugriff auf geschlossene Fonds und weitere Anlageklassen angeboten werden kann, wie die sogenannten Private Markets bzw. Alternativen Investments.

Der Markt ist zyklisch und wächst in Abhängigkeit von der Entwicklung der Anlageklassen. Interessant ist auch, dass Alternative Investments wie Immobilien, private Kredite und private Equity immer beliebter werden.

Der größte Vermögensverwalter in der gesamten Branche ist Blackrock, mit gerade einmal 8,7 % Marktanteil. In Teilmärkte gibt es jedoch durchaus Marktmächte.

Geschäftsmodell

Invesco erzielt ihre Umsätze in vier verschiedenen Bereichen.

  1. Gebühren für die Anlageverwaltung - 72,5 %
  2. Dienstleistungs- und Vertriebsgebühren - 23,2 %
  3. Sonstiges - 3,5 %
  4. Erfolgsabhängige Gebühren - 0,8 %

Gebühren für die Anlageverwaltung:

Die Gebühren für die Anlagenverwaltung machen den mit Abstand größten Teil ihres Umsatzes aus. Die Gebühren ergeben sich aus der Erbringung von Dienstleistungen, die im Laufe der Zeit erbracht werden, und beruhen in der Regel auf einem Prozentsatz des verwalteten Vermögens der Kunden. Anlageverwaltungsgebühren für bestimmte Vereinbarungen umfassen auch Gebühren für den Vertrieb und verwaltungsbezogene Dienstleistungen.

Die aktiven Fonds, mit einem 68 % Anteil vom gesamten verwalteten Vermögen, überwiegen derzeit noch die passiven Fonds mit 32 %. Der Trend geht jedoch in die Richtung passive Fonds und alternative Veranlagung und im Jahresbericht 2021 hat der passive Fondsanteil ein Wachstum von 42 % zum Vorjahr aufgewiesen im Vergleich, die aktiven Fonds gerade einmal 10 %.

Ungefähr 70 % des verwalteten Vermögens kommt von Privatanlegern und nur 30 % von Institutionellen. Der größte Anteil an verwalteten Vermögen, mit 70 % liegt in Amerika, 15 % im asiatisch-pazifischen Raum und 15 % im europäischen Raum inklusive UK.

Die Verteilung der Assetklassen sieht wie folgt aus:

  • Equity - 52,2 %
  • Fixed Income - 20,8 %
  • Alternatives - 12,2 %
  • Money Market - 9,2 %
  • Balanced - 5,5 %

Aufgliederung der diversen Assetklassen. Quelle: Annual Report 2021 Invesco

Dienstleistungs- und Vertriebsgebühren:

Dienstleistungsgebühren werden für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Fondsbuchhaltung, der Transferstelle, der Verwaltung und/oder anderen Wartungsaktivitäten für die Investmentvehikel erhoben. Die Dienstleistungsgebühren basieren im Allgemeinen auf einem Prozentsatz des Wertes des verwalteten Vermögens.

Das Unternehmen erbringt Vertriebsdienstleistungen für bestimmte Investmentvehikel. Die Gebühren beruhen im Allgemeinen auf einem Prozentsatz des Wertes des verwalteten Vermögens, da die Gebühren beim Verkauf eines Anteils nicht vollständig fällig werden. Dementsprechend werden die Einnahmen aus den Vertriebsgebühren im Laufe der Zeit verbucht, wenn die Höhe der Gebühren bekannt wird.

Sonstiges Einkommen:

Zu den sonstigen Erträgen gehören in erster Linie Transaktionsprovisionen, die beim Verkauf neuer Investitionen in bestimmten Fonds anfallen, sowie Erträge aus dem Abschluss von Transaktionen im Immobilien- und Private-Equity-Anlagegruppen.

Erfolgsabhängige Gebühren:

Hierunter zählen Gebühren, die eingenommen werden, falls beispielsweise ein gewisser Benchmark geschlagen wird und es vertragliche Abstimmungen dazu gibt. Diese Einnahmen variieren stark von Jahr zu Jahr. Der Anteil ist aber ohnehin unter 1 % des Umsatzes.

Invesco Aktie Analyse

Häufig gestellte Fragen zur Invesco Aktie

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Wichtig: Diese Information stellt keine Anlageberatung dar. Bitte führen Sie Ihre eigene Due Diligence durch.

Wie hoch ist das Kursziel für Invesco?

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Zahlt Invesco eine Dividende?

Informationen zur Dividendenpolitik von Invesco, inklusive historischer Dividendenzahlungen, Dividendenrendite und Ausschüttungsquote finden Sie in unseren Kennzahlen-Datenbanken.

Wo kann ich Invesco Aktien kaufen?

Invesco Aktien () können über die meisten Online-Broker und Banken gehandelt werden, die Zugang zu internationalen Börsen bieten .

Beliebte Broker: Trade Republic, Scalable Capital, ING, comdirect, Consorsbank, flatex, DEGIRO

Wie risikoreich ist die Invesco Aktie?

Das Risiko der Invesco Aktie bewerten wir bei AlleAktien anhand mehrerer Faktoren:

  • Gewinnstabilität: Wie konstant entwickeln sich die Gewinne?
  • Verschuldung: Wie hoch ist die Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital?
  • Marktposition: Wie stark ist der Wettbewerbsvorteil (Moat)?
  • Branchenrisiken: Welchen makroökonomischen und technologischen Risiken ist das Unternehmen ausgesetzt?

Eine detaillierte Risikobewertung finden Sie in unserer Premium-Aktienanalyse .

Ist Invesco überbewertet oder unterbewertet?

Die Bewertung von Invesco analysieren wir mittels verschiedener Kennzahlen:

  • KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis): Vergleich mit historischen Werten und Wettbewerbern
  • KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis): Besonders relevant für wachstumsstarke Unternehmen
  • KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis): Bewertung im Verhältnis zum Eigenkapital
  • DCF-Modell: Intrinsischer Wert basierend auf diskontierten Cashflows

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