Übersicht zum Verkauf der KION-Position
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| ISIN | DE000KGX8881 |
| WKN | KGX888 |
| Datum | 20.01.2020 |
| Börse | außerbörslich |
| Stücke | 15 |
| Kurs/Aktie | 62,50 EUR |
| Gebühren | 7,24 EUR |
| Verkaufserlös (nach Abzug von Gebühren) | 930,26 EUR |
Was ist KION?
Gabelstapler von KION. Bildquelle: KION Group AG
KION ist Deutschlands größtes börsennotiertes Maschinenbau-Unternehmen. KION hat sich auf den Bereich der Intralogistik spezialisiert. Die Intralogistik beinhaltet sämtliche Logistik, die innerhalb eines Betriebsgeländes stattfindet. KION stellt Produkte wie Gabelstapler, Hochregal-Lager, vollautomatische Lagersysteme und zugehörige Software her. Das Unternehmen ist nach Toyota der weltweite Marktführer.
Was im ersten Moment gähnend langweilig klingt, ist hochspannend. Durch das weltweite Wirtschaftswachstum, v.a. aber durch den E-Commerce-Boom, werden immer mehr Lagerhäuser und Versandzentren benötigt. Die Ware in den Lagern von Amazon & Co. muss bewegt werden, hier kommt Kion ins Spiel.
Warum habe ich KION-Aktien im Juli 2018 ins Depot gekauft?
Ich habe die KION-Aktie im Juli 2018 aus drei Gründen ins Finanzielle Freiheit Depot gekauft:
- E-Commerce-Profiteur: Um vom E-Commerce-Boom zu profitieren.
- Günstige Bewertung: Außerdem hat mir damals die (im Nachhinein vermeintlich) günstige Bewertung der Aktie mit einem KGV von etwa 15 zugesagt. Das Unternehmen hat über Jahre hinweg Umsatz und Gewinn mit ca. 10% pro Jahr gesteigert.
- Übernahmephantasie: Dazu kam noch eine Aufstockung des chinesischen Großaktionärs von 42% auf 45% der KION-Aktien und eine damit einhergehende Übernahmephantasie.
Wie hat sich die Aktie entwickelt?
Im Nachhinein war der Kauf der Aktie ein Fehler. Der Verkaufserlös ist geringer als der Kaufpreis, nach Abzug der Dividende hat die Investition zu einem Verlust von 36,24 EUR bzw. 3,6% geführt.
| Datum | Aktion | Liquidität |
| 04.07.2018 | Kauf von 15 Aktien zu 65 EUR/Aktie | -979,50 EUR |
| 14.05.2019 | Dividende von 1,20 EUR/Aktie (nach Abzug der Steuern, netto) | +13,00 EUR |
| 20.01.2020 | Verkauf der 15 Aktien zu 62,50 EUR/Aktie | +930,26 EUR |
Der Verlust von 3,6% ist das Eine - schwerwiegender ist die Tatsache, dass durch die Investition in KION das Kapital für anderthalb Jahre gebunden war und nicht in einem anderen Unternehmen für uns arbeiten konnte.
Warum habe ich KION verkauft?
Nur noch wenige Prozent Kursgewinn und schon hätte ich die Aktie mit einem leichten Plus verkaufen können. Das ist aber nicht meine Vorgehensweise: Ich hinterfrage laufend, ob das gebundene Kapital in einem anderen Unternehmen besser für uns arbeiten könnte.
Nicht falsch verstehen: Ich halte KION nach wie vor für ein solides und chancenreiches Unternehmen. Grundsätzlich traue ich dem Unternehmen weiterhin 50-60% Kurspotential zu. In den nächsten Jahren sollte ein Gewinn je Aktie von 5-6 EUR möglich sein und das rechtfertigt bei einem KGV von 15-20 Kurse von 90-100 EUR je Aktie.
Bei American Airlines sehe ich ähnliche Risiken wie bei KION, nach oben hin traue ich der Aktie aber ein deutlich größeres Potential zu: Bis zu 150% Rendite halte ich bei dieser Aktie für möglich. Daher verkaufe ich KION nicht, weil mir die Aktie plötzlich nicht mehr gefällt. Ich halte den Investment-Case nach wie vor für intakt. Die Zukunftsaussichten sind gut. Sondern ich verkaufe, weil ich glaube, eine andere Aktie mit deutlich mehr Chancen bei in etwa identischen Risiken gefunden zu haben. Am Ende geht es stets um die Optimierung des Chance-Risiko-Profils eines jeden Depots.
Was habe ich aus der Investition in KION gelernt?
Zwischenzeitlich ist der Aktienkurs von KION auf 40 EUR abgerutscht. Die Aktie war stark im Minus. Ich habe diese zyklische Aktie einfach in einer Zeit gekauft, in der sie zu teuer bewertet war. Die Zahlen und der Ausblick waren sehr gut und genau das war das Problem. Alle haben mit einer Fortsetzung des Wachstums gerechnet und entsprechend hoch war die Erwartungshaltung und letztlich auch die Bewertung.
Als dann aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie aufgrund der rückläufigen Automobilproduktion Sorgen um eine schwächelnde Wirtschaft aufgekommen sind, ist die Aktie erst einmal kräftig abgerutscht. Im Falle einer stagnierenden Wirtschaft sinkt die Nachfrage nach neuen Gabelstaplern sofort ab. Um Geld zu sparen, benutzen viele Unternehmen die alten Stapler weiter. Die Sorge vor einem rückläufigen Umsatz und sinkendem Gewinn hat auf den Kurs gedrückt. Der kleinere Konkurrent Jungheinrich hat dann auch tatsächlich mit einer Gewinnwarnung überrascht. KION ist es gelungen, weiterhin viele Aufträge einzusammeln. Das ist eine große Leistung und zeigt, wie gut dieses Unternehmen positioniert ist.
In diesem Tal hätte man die Aktie günstig kaufen sollen. Mittlerweile hat der Aktienkurs das Tief größtenteils wieder ausgebügelt und es verbleibt nur ein kleiner Verlust.
Bei zyklischen Aktien werde ich künftig noch stärker darauf achten, in einem zyklischen Tief einzusteigen. American Airlines befindet sich in einem solchen zyklischen Tief. Der Name "Zykliker" verrät es bereits: Gute und schlechte Zeiten wechseln sich ab. Wer in einer schlechten Zeit günstig einsteigt, kann von der anschließenden Erholung massiv profitieren. Wer aber in einer guten Zeit teuer einsteigt, den kann erst einmal das nächste Tief erwischen. Genau das ist mir passiert.




Die Profitabilität der Airline-Industrie hat sich in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Plötzlich verdient die Branche haufenweise Geld.
Eine monatliche Einzahlung von 1.000 EUR, die jährlich um die Inflationsentwicklung angepasst wird (wir rechnen im Modell mit 1,5% Inflation), und 8,5% jährliche Rendite nach Steuern führen uns in 25 Jahren zu einem Vermögen von über einer Million EUR. Angepasst um Inflationseffekte erreichen wir ein kaufkraftbereinigtes Vermögen von einer Million EUR nach 30 Jahren.
Bei 3% Dividendenrendite im Depot dürften wir nach 25 Jahren über 30.000 EUR an jährlichen Dividenden erreichen.
30 Jahre sind eine lange Zeit. Betrachten wir die Soll-Vermögensentwicklung der nächsten 10 Jahre. In den ersten Jahren dürfte sich das eingezahlte Vermögen kaum vom tatsächlichen Vermögen unterscheiden. Es dauert, bis der Zinseszinseffekt wirkt. Dennoch ist es wichtig, sofort anzufangen. Denn wer später anfängt, dem entgehen die großen Vermögenszuwächse in den letzten Jahren. Je früher man anfängt, desto früher kommt man in den Genuss der großen Vermögenszuwächse.
2027 rechnen wir bereits mit Dividenden von mehr als 5.000 EUR pro Jahr. Genug, um jedes Jahr einige schöne Urlaube zu finanzieren.
Aktueller Depotwert 22.870 EUR vs. Soll-Depotwert 19.640 EUR vs. Einzahlungen 19.000 EUR. Das Depot liegt leicht über dem Plan. Es wird künftig immer wieder zu deutlichen Abweichungen vom Soll-Pfad kommen. Sowohl nach unten als auch nach oben. Der Grund dafür: Kurzfristig lassen sich Aktienkurse nicht vorhersagen. Es gibt eine Vielzahl an Faktoren, die Aktienkurse kurzfristig beeinflussen. Langfristig folgen sie aber der Entwicklung der Unternehmen. Steigt der Wert eines Unternehmens an, wird eines Tages auch der Aktienkurs folgen.
Aktuelle Depot-Dividendenrendite: American Airlines zahlt eine Dividendenrendite von 1,4% aus. Die aufs gesamte Depot gerechnete Dividendenrendite liegt aktuell bei 3,1% bzw. rund 718 EUR/Jahr. Wichtigstes Entscheidungskriterium bei der Auswahl der Aktien ist aber nicht die aktuelle Dividendenrendite, sondern das Chance-Risiko-Verhältnis und die langfristige Renditeerwartung. Wenn wir vorübergehend bei Wachstumsaktien wie Microsoft und Mastercard besonders hohe Chancen erkennen, werden wir auch über längere Zeit hinweg Aktien mit geringer Dividendenrendite kaufen. Umgekehrt kann es passieren, dass wir über Monate hinweg Aktien mit besonders hohen Dividendenrenditen kaufen werden, wenn diese gerade besonders günstig bewertet sind.
Nach dem Kauf der American Airlines-Aktien am 20.01.2020 befinden sich 18,47 EUR in der Kasse.


