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Aktie Analyse

Williams Companies Aktie Analyse

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WKN
855451
Symbol
WMB
Sektor
Energie
Investor Relations
Investor Relations

Williams Companies ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus dem Energiesektor. Das Unternehmen ist ein mehr als 100 Jahre alter US-amerikanischer Öl- und Erdgas-Konzern, der als Energieinfrastrukturanbieter die nordamerikanischen Kohlenwasserstoff-Vorkommen mit den wachsenden Märkten für Erdgas, Flüssiggas und Olefinen verbindet. Williams Companies wurde 1908 von David Williams und Miller Williams gegründet und hat seinen Hauptsitz in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma.

Geschichte

1908: Die Geschichte des Unternehmens geht bis in das Jahr 1908 zurück. Die zwei Brüder, Miller und David Williams, gründeten ein Bauunternehmen in Fort Smith, Arkansas. Innerhalb weniger Jahre begannen die beiden mit dem Bau von Pipelines, um Öl und Gas zu transportieren.

1923: Das Unternehmen expandierte international mit dem Bau von Pipelines.

1957: Der Konzern ging 1957 unter dem Namen Williams Brothers in den USA an die Börse. In den 70er Jahren wurde der Name zu Williams Companies geändert.

1966: Im Jahr 1966 kaufte das Unternehmen eine große Pipeline, was den Beginn einer Transformation vom Bauunternehmen zum Pipeline-Betreiber darstellte. Als Konglomerat mit Geschäftsbereichen, die von Düngemitteln und Stahl bis hin zu Einzelhandelsgeschäften und der Entwicklung von Gewerbeimmobilien reichten, konzentrierte sich Williams wieder vollständig auf die Energie und Pipelines.

1983: Williams kauft die Northwest Energy Company. Die Übernahme war der Beginn eines landesweiten Systems von zwischenstaatlichen Erdgaspipelines des Unternehmens.

1995: Die Übernahme der Transco Energy Company erweiterte das Erdgastransportsystem von Williams an der Ostküste und etablierte das Unternehmen als einen der landesweit größten Erdgastransporteure, der nun etwa die Hälfte des in New York City verbrauchten Erdgases lieferte.

1998: Williams fusionierte mit dem Öl- und Gasproduzenten MAPCO.

2002: Im Jahr 2002 geriet das Unternehmen aufgrund schwieriger Marktbedingungen und der hohen Verschuldung seiner Tochtergesellschaft Williams Communications Group in eine finanzielle Notlage. Um die Insolvenz zu vermeiden, nahm das Unternehmen einen hochverzinslichen Kredit von Warren Buffett auf. Williams konnte sich finanziell erholen und konzentrierte sich nun ausschließlich auf die Erdgasproduktion, -verarbeitung und -transport.

2009: Williams begann in das Produktionsgebiet Marcellus im Nordosten der USA zu investieren, um sein Geschäft auszubauen. Heute ist das Unternehmen einer der größten Produzenten und Verarbeiter von Erdgas in den Schiefergasversorgungsregionen Marcellus und Utica.

Heute: Williams Companies hat sich zu einem großen Energieunternehmen in den USA entwickelt. Das Unternehmen betreibt ein Gas-Pipeline-Netz von mehr als 48.000 Kilometern in den USA und beschäftigt rund 4800 Mitarbeiter.

Mission

Da die Welt zuverlässige, kostengünstige und kohlenstoffarme Energie verlangt, hat sich Williams zum Ziel gesetzt, mit den besten Transport-, Speicher- und Lieferlösungen da zu sein, um die Menschen mit Energie zu versorgen. Das Unternehmen gibt an, saubere Energie möglich zu machen, indem es der beste Betreiber kritischer Infrastruktur ist, die eine saubere Energiezukunft unterstützt.

Damit sowohl Unternehmen als auch private Haushalte sorgenfrei ihre Maschinen bedienen, Essen kochen und den Lichtschalter bedenkenlos an- und ausmachen können, möchte das Unternehmen sichere, zuverlässigere, erschwingliche und sauberer Energie bereitstellen.

Management

Alan Armstrong ist seit Januar 2011 der Geschäftsführer von Williams. Er erwarb seinen Bachelorabschluss 1985 in Bauingenieurwesen an der University of Oklahoma.

Kurz nach Abschluss seines Studiums begann er seine Karriere 1986 bei Williams als Ingenieur. Dort war Armstrong in einer Vielzahl von Positionen tätig. Nachdem er von 1995 bis 1997 für das Midstream-Geschäft des Unternehmens in der Golfküstenregion zuständig war, folgten Führungspositionen in den Unternehmensbereichen Strategieentwicklung sowie Produktion und Verarbeitung.

Vor seiner Ernennung zum CEO führte Armstrong als Senior Vice President das nordamerikanische Midstream- und Olefingeschäft des Unternehmens durch eine Phase des Wachstums und der Expansion. Im Jahr 2011 erfolgte der nächste Karriereschritt. Alan Armstrong wird zum CEO des Unternehmens ernannt.

Alan Armstrong arbeitet seit über 35 Jahren bei Williams und kennt die Firma in- und auswendig. Sein hoher Erfahrungsschatz ist gerade in schwierigen Zeiten sehr wertvoll.

Branche

Williams Companies ist im Markt der Energieversorger tätig. Die Energie wird hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe gewonnen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die regenerativen Energien so weit ausgebaut sind, dass diese unseren Energiebedarf decken können. Solange sind die Energiequellen Öl, Kohle und Gas von großer Bedeutung für die Energieversorgung.

Da Williams seine Umsätze hauptsächlich mit der Förderung und dem Verkauf von Erdgas erzielt, blicken wir zunächst auf die Erdgas-Branche. Jährlich werden weltweit 4 Mrd. Kubikmeter Erdgas verbraucht. Und in Zukunft wird der Verbrauch weiter steigen. Voraussichtlich mit 3 % pro Jahr in den nächsten 5 Jahren. Damit ist die Nachfrage an Erdgas deutlich höher als bei Erdöl.

Das liegt daran, dass Erdgas eine umweltfreundlichere Energiealternative zu Erdöl ist. Bei der Verbrennung werden weniger Emissionen freigesetzt. Aus diesem Grund wird Erdgas als Übergangslösung bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien gesehen.

Trotz der Eigenschaft, ein fossiler Brennstoff zu sein, wird erwartet, dass Erdgas auch langfristig einen beachtlichen Teil des Gesamtmarkts für Energieträger ausmachen wird. 2050, also in knapp 30 Jahren, soll Erdgas immer noch mit 15 % ein Teil des Energiemixes sein.

Des Weiteren könnte auch der Bereich der Flüssiggase (LNG) könnte in der Zukunft interessanter werden. LNG wird durch tech­ni­sche Ver­fah­ren aus Erd­gas her­ge­stellt und kann anschließend mit Transportschiffen in die jeweiligen Regionen befördert werden.

Die Nachfrage an LNG hat über die vergangenen Jahrzehnte stetig zugenommen. Im Jahr 2021 betrug das weltweite Handelsvolumen von LNG (liquefied natural gas) rund 516 Mrd. Kubikmeter. Im Hinblick auf die Abhängigkeit russischen Gases in Europa kann der Import von LNG Abhilfe schaffen.

Aktuell sind wir jedoch noch auf die fossilen Energieträger angewiesen. Denn die Sonne scheint nicht immer, wenn wir es brauchen und der Wind kann zu stark oder zu schwach wehen. Auch wenn der Wandel zu erneuerbaren Energien in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen hat, wird ein Ausstieg aus fossiler Energie in den Jahren und Jahrzehnten nicht möglich sein.

Geschäftsmodell

Williams ist auf die Förderung und den Vertrieb von Erdgas spezialisiert. Das Unternehmen verarbeitet 30 % des Erdgases in den Vereinigten Staaten, das täglich zum Heizen der Häuser, zum Kochen der Speisen und zur Erzeugung des Stroms verwendet wird. Der Konzern hat Produktionsstätten in 14 Versorgungsgebieten, in denen Gas gewonnen, verarbeitet und vertrieben wird.

Williams teilt seine Umsätze in vier Segmente ein, die sich nach den Regionen in den USA richten.

Gasproduktion und -verarbeitung im Nordosten. In diesem Segment beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Midstream-Geschäft an der Marcellus Formation in Pennsylvania und New York sowie in der Utica Shale-Region im Osten Ohios.

Beim Midstream-Geschäft wird sich um den Transport der Rohstoffe gekümmert. D. h. dieser Bereich ist für die Beförderung von Gas und Öl aus den Reservoirs, an denen die Bohrungen stattfinden, zu den Raffinerien verantwortlich. Hier operiert Williams mit seinem Pipeline-System.

Darüber hinaus verfügt Williams über mehrere Joint-Ventures, die sich um die Zwischenlagerung der Rohstoffe und Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur kümmern.

Gastransport und Golf von Mexiko. In diesem Segment geht es um die Erdgasgewinnung und -verarbeitung, die Abwicklung der Rohölförderung und des Transports in der Golfküstenregion in den USA. Williams betreibt hier die zwischenstaatlichen Pipelines Transco und die Northwest Pipeline.

Zudem hält das Unternehmen eine 51-prozentige Beteiligung an der Gulfstar One. Dabei handelt es sich um ein schwimmendes Produktionssystem, das der Öl- und Gasgewinnung dient.

Gasproduktion und -verarbeitung im Westen. Dieses Segment umfasst die Gasgewinnungs-, Verarbeitungs- und Behandlungsbetriebe in der Region der Rocky Mountains in Colorado und Wyoming, die Barnett Shale-Region im Norden von Texas, die Eagle Ford Shale-Region von Südtexas und die Haynesville Shale-Region im Nordwesten von Louisiana.

Verkauf von Erdgas und LNG. In diesem Segment geht es hauptsächlich um die Produktion, Speicherung und Vermarktung von LNG. Um das Flüssiggas zu erhalten, wird Erdgas von Schwefel, Stickstoff und Kohlendioxid gereinigt und auf Temperaturen von bis zu minus 162 °C abgekühlt. Dadurch wird es verflüssigt. Anschließend kann es z. B. mit Transportschiffen zum Kunden geliefert werden.

Auch wenn Unternehmen im Markt für fossile Brennstoffe wegen der bei der Verbrennung verursachten Emissionen nicht den besten Ruf haben, sind wir noch einige Jahre auf diese Form der Energieversorgung angewiesen. Aus diesem Grund ist Williams mit seiner Gasproduktion und großen Pipeline-Infrastruktur wichtig, um den amerikanischen Energiebedarf zu decken.

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